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Regionalgeschichte: Bonn


Johanna Elberskirchen in Bonn pdf

Lesbisches Leben in Bonn pdf




Lesbisches Leben in Bonn / Lesbian Life in Bonn



Chronik lesbischer Frauen und Aktivitäten in Bonn und Umgebung


Diese Chronik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Korrekturen, Erweiterungen und Kommentare sind herzlich willkommen!

Lesbengeschichte ist natürlich gleichzeitig auch immer Frauengeschichte! Die in der Chronologie aufgeführten Namen, Gruppen, Projekte und Institutionen haben entweder etwas mit Lesben zu tun gehabt, mit ihnen kooperiert oder ihnen den Weg geebnet.


Lesbischsein wird hier primär definiert als Frauenbezogenheit.

Die Aktivitäten der Bonner Frauen des 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein sind extrem lückenhaft dokumentiert, u. a. weil zunächst lediglich die Vereinigungen und Organisationen berücksichtigt werden, die in Bezug zu Frauen liebenden Frauen stehen.

Für die Zeit der 1960er bis in die 1990er Jahre wurde versucht, alle (lesben-)relevanten - und vor allem zugänglichen! - Termine, Veranstaltungen und Projekte der Bonner Frauenszene aufzunehmen.

Die "Relevanz" ergibt sich aus Hinweisen oder Querverweisen, die für mich innige Frauenfreundschaften oder -beziehungen nahe legen. Trotz zahlreicher Anregungen, Gespräche und Diskussionen kann die Auswahl - und auch die Darstellung - jedoch "nur" subjektiv sein.



© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/teilaktualisiert 5/2012)


Zitiervorschlag:
Boxhammer, Ingeborg: Chronik lesbischer Frauen und Aktivitäten in Bonn und Umgebung online. Bonn 2008/2012. Available from: Online-Projekt Lesbengeschichte. Boxhammer, Ingeborg/Leidinger, Christiane. URL <http://www.lesbengeschichte.de/staedte_bonn_d.html> cited DATE.

Zeit

Indikatoren / Namen

Geschichte

ca. 160 n. Chr.

Matronen und Matronentempel im Bonner Raum

Bonn ist offenbar der Mittelpunkt des aufanischen Matronenkultes. Matronen symbolisieren Fruchtbarkeit (Fortbestand der Bevölkerungsgruppen) und die Allmacht der göttlichen Kraft. Verehrung ging insbesondere von den Frauen aus.1

Das Matronensteinreplikat in der Heerstraße Höhe Marienschule wurde um 1930 am Bonner Münster ausgegraben. (Original befindet sich im Rheinischen Landesmuseum)

19. Jahrhundert

 

1825

Sibylle Mertens-Schaaffhausen
(29.01.1797 – 22.10.1857 Rom)

Sibylle Mertens-Schaaffhausen war eine anerkannte Spezialistin für Numismatik und Besitzerin einer der bedeutendsten Münzsammlungen in Deutschland.

Die Tochter des Kölner Bankiers Schaaffhausen verliert früh ihre Mutter und  wird 1816 mit dem Bonner Louis Mertens verheiratet. Zunächst pendelt sie zwischen ihrer Wohnung in Köln und dem Auerhof in Plittersdorf, in dem sie 1825-1832 einen Salon mit ihren Freundinnen unterhält. Sie initiiert außerdem 1832 bis 1842 einen berühmten Salon in ihrem Haus in der Wilhelmstraße 33.2

1826

„Bonner Frauenverein“

Im Bonner Rathaus gründet sich der „Bonner Frauenverein“ zur Unterstützung von Kranken und Wöchnerinnen.3

1828

 

Annette von Droste-Hülshoff
(10.01.1797 Hülshoff – 24.05.1848 Meersburg)

Annette von Droste-Hülshoff besucht ihre Verwandten in Bonn (1828 und 1830/31), nämlich Moritz von Haxthausen (Bruder der Mutter) und ihren Cousin Clemens von Droste-Hülshoff (Juraprofessor), der auf dem Alten Friedhof im Familiengrab der Drostes bei Pauline liegt, ohne auf dem Grabstein zu stehen.4

Begegnung mit Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens-Schaaffhausen in deren Salon im Auerhof in Plittersdorf.5

1829-1849

Adele Schopenhauer
(12.06.1797 HH – 25.08.1849 BN)

Die Schwester von Arthur und Tochter der Reiseschriftstellerin Johanna Schopenhauer (1766-1839) wurde bekannt als Schriftstellerin, Musikerin und mit Scherenschnitten.6

1806 führte Johanna Schopenhauer in Weimar einen großen Salon.

Nach zahlreichen Besuchen im Rheinland siedeln Mutter und Tochter nach Bonn über und pachten von ihrer Freundin Sibylle Mertens-Schaaffhausen von 1829-1832 den Zehnthof in Unkel (heute das Altenheim „Christinenstift“) 1829-1832, in dem auch Goethes Schwiegertochter Ottilie von Goethe verkehrt.7

Nach einer langen Freundschaft zu Sibylle Mertens-Schaaffhausen ab 1829 stirbt Adele Schopenhauer an Unterleibskrebs und wird 1849 von Mertens-Schaaffhausen auf dem Alten Friedhof in Bonn bestattet, die einen Gedenkspruch in Italienisch anbringen lässt.8

Auf Wunsch ihrer ältesten Tochter Auguste Dernen wird diese in Adele Schopenhauers Grab beigesetzt.9

1831

Annette von Droste-Hülshoff in Bonn

1831 pflegt sie die kranke Mertens-Schaaffhausen - offenbar zu Adele Schopenhauers Ärger.10

1832-1842

Sibylle Mertens-Schaaffhausen

Zum Besitz der „Rheingräfin“ gehörten

- der Auerhof in Plittersdorf, später als „Haus Carstanjen“ bekannt, heute UN-Gebäude (von Sibylle 1844 notgedrungen verkauft)11

- der Zehnthof in Unkel, heutiges Altenheim „Christinenstift“ (mit Gedenktafel: „Ursprüngl. pfalzgräfl. Eigentum, 1055-1803 Zehnthof des Kölner Domkustos, später Besitz Sib. Mertens-Schaaff­hausen, 1829-32 Wohnsitz von u. Adele Schopenhauer 1896 Stiftung des Altenheims Christinenstift durch A. Neven-Dumont.“)

- das Hotel Petersberg (von 1834 bis ?)

- das Haus in der Wilhelmstraße 33 (ab 188?, nicht erhalten, Mediz. Fakultät, heute Humangenetik)12

1856

Odilia Elise Henriette Willdenow
(10.08.1856 Bonn - 07.04.1931)

Als Clara Willdenow studiert die Bonnerin13  (vermutlich wurde sie in der Coblenzer Straße, Lit.  G. 25 geboren14) später (1893) mit Anna Eysoldt in Bern Medizin und wird Gynäkologin in Zürich.15

1864

 

Johanna Elberskirchen
(11.04.1864 Bonn – 17.05.1943 Rüdersdorf bei Berlin)

Feministin, Schriftstellerin, Sozialdemokratin und Aktivistin.16

Johanna Elberskirchen wird in der Sternstraße 195 (heute 37) geboren; umgezogen im Mai 1872 in die Nr. 16, die der Vater (Delikatessenhandlung) wohl gekauft hat.17

1873

Berta Lungstras
(21.12.1836 Wahlscheid – 20.07.1904 Bonn) gründet das Versorgungshaus

Das erste „Versorgungshaus“ zieht in die Maxstraße, 1875 in die Weberstraße 69.18 Ab 1885 steht im Adressbuch für das „Versorgungshaus“ Weberstr. 67, 69 und für die „Heimstätte“ (Heilanstalt für weibliche Alkoholkranke) Weberstr. 110, 112 mit „Bertha Lungstras, Gründerin und Leiterin“.19

1875

Marie Fillunger tritt in Bonn auf

Die österreichische Sängerin Marie Fillunger (27.1.1850 Wien - 23.12.1930 Interlaken), die seit 1874 ein inniges Verhältnis mit Eugenie Schumann (1.12.1851 Düsseldorf - 25.9.1938 Interlaken) pflegt, tritt zusammen mit deren Mutter, Clara Schumann, am 18. November in Bonn auf.20

1884

 

Johanna Elberskirchen verlässt vorübergehend Bonn

Nach ihrer Tätigkeit als Kassiererin im westfälischen Rinteln (heute Niedersachsen) (1884-1891) geht Johanna Elberskirchen 1891 in die Schweiz, um zu studieren.21 Dort lernt sie vermutlich in Bern 1891/92-1894/95 die Kommilitonin Anna Maria Eysoldt (1868 - 1913) kennen und lieben.22

1890

Elsbeth Krukenberg
(05.02.1867 Wien - 1954) initiiert Frauenvortragsreihen

Elsbeth Krukenberg richtet mit Prof. Loeschcke (klass. Archäologie) erste Vortragsreihen für Frauen ein, die zunächst im Akademischen Kunstmuseum am Hofgarten stattfinden.23

21.11.1893

Helene Lange in Bonn

Die Frauenrechtlerin und Verfechterin der Frauenbildung Helene Lange (1848 Oldenburg - 1930 Berlin) hält als erste Frau überhaupt einen Vortrag in Bonn und zwar in der Lese- und Erholungsgesellschaft in der Coblenzer Straße 37 (heutige Adenauerallee). Eingeladen worden war sie vom „Verein zur Förderung der Frauenbildung“ und zwar von ihren ehemaligen Schülerinnen, darunter Elsbeth Krukenberg-Conze.24

01.10.1894

Elsbeth Krukenberg leitet Klinik

Elsbeth und Georg Krukenberg, Arzt für Frauenkrankheiten mit einer Privatklinik, ziehen in die Lennéstraße 44. Elsbeth Krukenberg leitet bis zu seinem Tod die Klinik.25

1896

Vereinsgründung „Frauenwohl“

Vereinsgründung „Frauenwohl, Zweigstelle Bonn“ (1. Vorsitzende Hedwig Wiedemann, Schriftführerin Laura Finkelnburg, Mitglied Elsa Krukenberg-Conze)26

1898

Verein „Frauenwohl“

Der Bonner Vereinsableger von „Frauenwohl“ lässt sich von der gemäßigten Frauenbewegung überzeugen und wird nicht Mitglied im „Verband fortschrittlicher Frauenvereine“. 27

Jenny Riedemann in Bonn

Jenny Riedemann (1872-mind. 1927?), die später von Johanna Elberskirchens Nichte Blandine S. gemeinsam mit dieser wegen lesbischer Liebe denunziert wird, lebt von September bis Mitte November in der Bonner Kreuzstr. 1a.28

1899

Lehranstalt für Frauen


Gründung der ersten (Bonner) Studentinnenvereinigung

Im Oktober 1899 gründet der „Verein zur Förderung der Frauenbildung“ in der Quantiusstraße eine Lehranstalt für Frauen.

Lina Hilger gründet zusammen mit einigen Kommilitoninnen den „Club der Namenlosen“.29

Maria Gräfin von Linden
(18.07.1869 Heidenheim –26.08.1936 Liechtenstein)

1899 übernimmt Maria Gräfin von Linden eine Assistentinnenstelle am Zoologischen Institut der Uni Bonn. Ihr Gesuch sich zu habilitieren wird abgelehnt, stattdessen erhält sie die Leitung der Parasitologischen Abteilung, die ab 1913 in der Endenicher Allee 19 angesiedelt ist.
Sie lebt 34 Jahre im Hause der Familie Hertz in der Quantiusstraße 13.30
Sie kleidet und verhält sich sehr „männlich“ und spricht von sich selbst als vom „dritten Geschlecht“.31

 

20. Jahrhundert

 

1900

Kochschule des 'Vereins zur Förderung der Frauenbildung'

In der Quantiusstraße 9 residiert Natalie Busch als Leiterin der Kochschule des “Vereins zur Förderung der Frauenbildung”. (Adressbücher bis 1903)32

 

Elsbeth Krukenberg zieht um

Elsbeth Krukenberg zieht mit ihren Kindern am 5. Februar in die Weberstraße.33

1901-1913

Anna Maria (Aebi-)Eysoldt
(20.12.1868 – 09.03.1913 Bonn)

Am 14.5.1901 ist sie lt. Bonner Einwohnermeldeamt von der Kirchgasse in Kessenich in die Rathausgasse 16, also zu Johanna Elberskirchen gezogen.34
Als sie 1913 stirbt, wohnen sie in der Burbacher Straße 80 in Kessenich.35

Nach ihrem Tod am 19. März 1913 wird sie am 22. März 1913 in Mainz eingeäschert und die Urne wird unter Nr. 3031 nach Bonn geschickt, kam sie da je an? Spur verliert sich.36

1901

Johanna Elberskirchen in Bonn

Ab 1901 Wohnung mit Anna Eysoldt in der Rathausgasse 16.37

Lesbische Feministin und Bonner SPD-Mitglied. Zahlreiche Veröffentlichungen.38

Lina Hilger
(1874-1942) wird Lehrerin in Bonn

Ab 1901 unterrichtet Lina Hilger an einer Bonner Mädchenschule.39

Elsbeth Krukenberg als Vorsitzende

Von 1901 bis 1911 ist Elsbeth Krukenberg Vorsitzende des „Rheinisch-Westfälischen Frauenverbandes“.40

4.11.1903

Frida Busch (1868-1961)
Hermine Edenhuizen (1872-1955)

Erstmals werden zwei weibliche Doktoranden der Bonner Universität zum Dr. med. promoviert, nämlich die beiden engen Freundinnen Frida Busch, die Tochter des berühmten Bonner Chirurgen Wilhelm Busch (liegt seit 1881 auf Altem Friedhof begraben), und Hermine Edenhuizen.41

1904

Elsbeth Krukenberg
und Lina Hilger

 

 

Hilaritas

Seit 1904 lebte Elsbeth Krukenberg-Conze42 mit ihrer Lebensgefährtin Lina Hilger zusammen, die nach ihrem Studium in Bonn die Leitung des städtischen Mädchenlyzeums in Bad Kreuznach übernommen hat.43


1904 wurde der „Club der Namenlosen“ in „Hilaritas“ umbenannt. Die „Hilaritas“ nutzt den Versammlungsort des „Bonner Frauenvereins“ in der Kasernenstraße 9.44

Im Sommersemester 1917 wird im Vereinszimmer der „Hilaritas“, Kaiserplatz 6, II, täglich eine Sprechstunde abgehalten.45

Katharina Erdmann

Die Frauenrechtlerin Katharina Erdmann, die vermutlich zwischen 1898 und 1901 in Berlin eine Affäre mit Anita Augspurg hatte46, wird Leiterin der "Rheinischen Obst- und Gartenbauschule für Frauen" in Godesberg.47

Johanna Elberskirchen

1904 erscheint ihr Büchlein „Die Liebe des dritten Geschlechts“.48

In einem Leserinnenbrief in der „Frauen-Rundschau“ unterschreibt sie mit ihrem Namen und „Burg Hemmrich/Waldorf“.49

1905

Studentinnenverein Bonn

1913 umbenannt in Deutsch-akademischer Frauenbund.50

Krukenberg-Schrift

Elsbeth Krukenberg bringt „Die Frauenbewegung, ihre Ziele und Bedeutung“ in einem Tübinger Verlag heraus. Darin betont sie u. a., dass sich Frauen untereinander Behagen schaffen können.51

„Kinderheil“

Im Oktober 1905 erscheint die Zeitschrift „Kinderheil“, als Herausgeber wird neben Max Below Johanna Elberskirchen mit „Alfter b. Bonn a. RH.“ angegeben.52

1909

Johanna Elberskirchen

 

Sie wohnt im Görreshof 17 in Alfter, vermutlich 1904-1909.53

Im Juni 1909 wird Johanna Elberskirchen in den Vorstand des linksliberalen „Fortschrittlichen Vereins“ Bonn gewählt.54

Die sozialdemokratisch orientierten Vereine nutzen als Zentrum ab 1907 das „Volkshaus“ in der Sandkaule 13.55

1910

 

Johanna Elberskirchen
Anna Eysoldt

Eysoldt und Elberskirchen veröffentlichen in ihrer Bonner Zeit zusammen:
Die Mutter als Kinderärztin, München: Seitz & Schauer, o. J. (1907) (268 S.) (1910 ins Tschechische übersetzt)56

1910 Vulkanstraße 7 in Mehlem57

Seit 1910 Burbacher Straße 80 mit Anna Eysoldt58

Maria Gräfin von Linden wird Professorin

1910 wird sie die erste Professorin an der Bonner Uni.59

1912

Katholischer Deutscher Stu­dentinnenverein Hrotsvit

aufgelöst 1936.60

Johanna Elberskirchen im „Preußischen Landesverein für Frauenstimmrecht“

Johanna Elberskirchen ist Mitglied im „Preußischen Landesverein für Frauenstimmrecht, Ortsgruppe Bonn“ und nimmt an einer öffentlichen Versammlung teil; sie „sprach bei einer öffentlichen Versammlung am 19. September 1912 im „Hähnchen, Münsterplatz 21“ über die bessere Berücksichtigung der weiblichen Angestellten.“61

1913

Johanna Elberskirchen als Vorsitzende

Johanna Elberskirchen ist Vorsitzende des „Deutschen Reichsvereins für Frauenstimmrecht“ in Rheinbach.62

1914-1919 lebt Elberskirchen in Berlin, ab 1920 in Rüdersdorf. Haus mit Hildegard Moniac (1891-1967). Elberskirchens Urne wird nach Moniacs Tod erst 1975 heimlich in deren Grab verbuddelt. Im August 2003 wird diese Grabstätte anerkannt. Beide Gräber erhalten Gedenktafeln, werden unter Schutz gestellt und sind damit die ersten Ehrengräber für Lesben in Deutschland überhaupt!63

Elsbeth Krukenberg im Frauenstimmrechtsverband

Elsbeth Krukenberg ist Mitglied im „Frauenstimmrechtsverband für Westdeutschland Bonn-Godesberg“.64

Stadttheater als "Eldorado aller Homosexuellen"

In einem "Volkswart"-Bericht wird ein Schauspieler erwähnt, der das Bonner Stadttheater in der Theaterstraße als das "Eldorado aller Homosexuellen" bezeichnet haben soll.65

Vortrag von Lily Braun

Die Frauenrechtlerin Lily Braun (1865-1916) hält - auf Einladung von Johanna Elberskirchen - am 6. Dezember in Bonn einen Vortrag über „Frauenemancipation - Menschheitsbefreiung“.66

1914

Studentinnenwohnheime

Während des Ersten Weltkrieges gab es in Bonn zwei Studentinnenwohnheime, die von katholischen Studentinnenvereinen getragen wurden: eines in der Baumschulen Allee 5 mit 12 Plätzen und eines in der Königstraße 54 mit 10 Plätzen.67

1915

Katholischer Deutscher Studentinnenverein Hochwart

Mitbegründerin war Klara Maria Faßbinder; aufgelöst 1936.68

1921

Gipkens Tee- und Frühstücksstube

In einem unter dem Titel "Globetrotter" als Roman gestalteter Gang durch die Bonner Homosexuellenszene wird "Gipkens Teestube", Am Hof 36, erwähnt, zu der es auch Zeitungsanzeigen gab.69

1924

Beethoven-Kaffee

Im "Globetrotter" ist in homosexuellen Zusammenhängen auch das "Beethoven-Kaffee" am Münsterplatz 20 erwähnt.70

1931

Amalie Lauer
(1882 Frankfurt - 1950 Fulda,
Lehrerin und Sozialpolitikerin der katholischen Frauenbewegung)

„Die Frau in der Auffassung des Nationalsozialismus“
„Amalie Lauer veröffentlicht ihre auf Frauenveranstaltungen gehaltenen Vorträge in Köln, Bonn, Aachen und Dortmund als Broschüre.“71

Und hat mit einer Frau zusammen gelebt: „Als schließlich die Nazis die Macht ergriffen, zog sich L. zusammen mit ihrer Lebenspartnerin, Margarethe Esch, "auf ihr kleines Landhaus in Bensberg zurück, widmete sich der Rosenzucht und Blumenpflege und ... den Kindern ihrer Schwester" (Jansen/Jansen 1960, S. 144), dabei stets dem Druck ständiger Bespitzelung und Bedrohung ausgesetzt.“72

1933

Aus für Gräfin von Linden

Im Alter von 64 Jahren wird sie von den Nazis 1933 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.73

1942

Lina Hilger stirbt

Lina Hilgers Urne wird im Familiengrab der Krukenbergs in Bonn beigesetzt.74

 

Nachkriegszeit

 

1947

Gertrud Bäumer in Godesberg

Die Frauenrechtlerin Gertrud Bäumer (12.9.1873 - 25.3.1954), die maßgeblich für die Gleichschaltung der Frauenverbände ab 1933 verantwortlich war, zieht 1947 nach Godesberg und engagiert sich in der CDU. Hier lebt sie bis 1953 mit ihrer Schwester und kommt aus gesundheitlichen Gründen schließlich in die Bodelschwinghschen Anstalten nach Bethel. Sie stirbt 1954 in Bethel.75

Gertrud Bäumer war 31 Jahre die Lebensgefährtin von Helene Lange.76

Am 15.1.1974 brachte die Deutsche Post eine Briefmarke mit ihr heraus.77

1952

Frauenfriedenstag

Frauenfriedenstag in Bonn (Teilnahme von 1.600 Frauen) nach einem Referat von Helene Wessel (damals Bundestagsabgeordnete des Zentrums, später SPD) gegen Remilitarisierung.78

1954

Elsbeth Krukenberg gestorben

Elsbeth Krukenberg wird nach ihrem Tod neben ihrem verstorbenen Mann Georg und ihrer Freundin Lina Hilger auf dem Endenicher Friedhof in Bonn begraben.79

1964

Antikriegsforum

Schweigemarsch

Auf Initiative der Westdeutschen Frauenfriedensbewegung finden in Bonn ein Antikriegsforum und ein Schweigemarsch gegen die von der Bundesregierung geplanten Notstandsgesetze statt. Die Bonner Professorin Klara Maria Faßbinder, das „Friedensklärchen“ hält eine Rede.80

 

Ende Sechziger/Die Siebziger

 

1968/1969

Arbeitskreis Emanzipation
(AKE)

Frauen aus der Studentenbewegung, darunter die Journalistin Florence Hervé (*1944, Journalistin, spätere Herausgeberin von diversen Frauenlexika), und Frauen des „Montags-Club“ (SPD-nah 1967 durch Annemarie Renger von Hannelore Fuchs ins Leben gerufen, Untertitel: „für politische und gesellschaftliche Kontakte) gründen an der Bonner Uni den „Arbeitskreis Emanzipation“ (AKE).81

Treffpunkte: privat, im AStA, in der ESG in der Poppelsdorfer Allee und im Bonhoefferhaus in der Königstraße 88.  (Das Bonhoefferhaus gibt es seit 1954 und beherbergt auch ein Wohnheim.)82

Hier war Lesbischsein noch nicht explizit Thema; später leben jedoch viele dieser Frauen in Frauenbeziehungen.
Ziele des AKE u. a.:  Befreiung der Frau von ihren materiellen, rechtlichen und ideologischen Fesseln.83

Mitte der Siebziger (1976) wird aus dem AKE die Demokratische Fraueninitiative (DFI).84

1970

Künstlerinnenkongress

Vom 8. bis 12. April findet in der Bonner Beethovenhalle ein internationaler Künstlerinnenkongress statt.85

1971

Aufführung des Praunheim-Films in Köln

An zwei Abenden (26. und 27. November) wird Rosa von Praunheims „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ im City-Kino in der Ehrenstraße in Köln aufgeführt. Hier waren auch einige Bonner Frauen.86
Die Uraufführung auf der Berlinale in Berlin hatte dort für die Gründung der „Homosexuellen Aktion West-Berlin“ (HAW) gesorgt. Erste Ausstrahlung im WDR im Januar 1972 und dann in der ARD am 15.01.1973.87

1972

Frauenforum Bonn

Als politisch-feministische Frauengruppe mit dem Ziel, eine Frauenpartei zu gründen, formiert sich das Frauenforum Bonn. Politische Inhalte: Friedensbewegung und Paragraph 218.88

Annette Kuhn wird Dekanin

Professorin Dr. Annette Kuhn wird Dekanin der Pädagogischen Hochschule.89

1973

ASF

Der „Arbeitskreis Sozialdemokratischer Frauen“ engagiert sich auch in Bonn. (1971 in Bremen gegründet)90

1974

Frauenforum trifft sich regel­mäßig und formuliert ein Grundsatzpapier


„Bonner Blaustrümpfe“

Das Frauenforum – anfangs bis zu zehn Frauen – trifft sich jeden Dienstag im Hotel „Esplanade“ in der Colmantstraße 4791 und macht regelmäßig einen Stand auf dem Marktplatz.92

Dann Umzug in die Endenicher Straße 51 zu der homosexuellen Männergruppe als Untermieterin. Hier entsteht eine Songgruppe, die sich „Die Bonner Blaustrümpfe“ nennt.93

Bundesweites Treffen der Frauenforen

In der Jugendherberge auf dem Venusberg initiiert das Bonner Frauenforum vom 15. bis 17. November ein bundesweites Treffen der Frauenforen mit dem Ziel: Zusammenschluss der feministischen Gruppen in Deutschland.
Daraus entsteht ein ständiger Infodienst: „Frauen-Info“.94

Zunächst strebt auch das Bonner Frauenforum eine Frauenpartei an und lässt dieses Ziel nach heftigen Auseinandersetzungen mit den Münchnerinnen wieder fallen. Aus anfangs 8 bis 10 Frauen werden schließlich um die 30 Frauen.95

 

Frauenkomitee

Vielleicht zeitgleich entsteht in Bonn ein Frauenkomitee, das sich aus so genannten K-Gruppenkreisen rekrutiert, ebenfalls zu § 218 Position bezieht, jedoch linksradikaler Position bezieht als das Frauenforum. Anfangs treffen sich die Frauen privat in der Kaiserstraße 91.96

1975

Protestaktion

Zur Eröffnung der Bonner Beethovenhalle im Januar verkleiden sich die Frauen des Frauenforums als Putzfrauen und überreichen Bundestagspräsidentin Annemarie Renger einen Offenen Brief nach dem Motto: „Schöne Reden sprengen unsere Ketten nicht“.97

Zentrum

 


Treffpunkte Frauenforum

Schwule gründen den Verein „Zentrum für Kommunikation und Emanzipation e. V.“ in der Kellerbar der evangelischen Studentengemeinde in der Königstraße 88. Später wird das Zentrum in der Endenicher Straße 51 eröffnet.98

Das Ladenlokal des Zentrums wird als Treffpunkt des Frauenforums genutzt; aus Platzmangel finden die monatlichen Plena im „Kessenicher Hof“ und in der „Sternenburg“ (Sternenburgstr. 51) statt.99

Jahr der Frau

Die Frauen der Bonner Linken organisieren Veranstaltungen zum Selbstbestimmungsrecht. (z. B. Flugblattinitiativen)100

§ 218

In Bonn demonstrieren am 21. September über 5.000 Menschen gegen den Abtreibungsparagraphen, initiiert von Jusos und ASF.101
Laut ASF war das am 26. Februar. Allerdings stimmt bei dieser Chronik auch nicht die Entstehungsgeschichte des AKE…102

Das Bundesverfassungsgericht erklärt die im Bundestag beschlossene Fristenregelung für "nicht ver­fassungsgemäß", denn vom 14. Tag der Schwangerschaft an sei der Embryo "werdendes Leben", das gemäß Art. 2 des Grundgesetzes zu schützen sei. In zahlreichen Städten der Bundesrepublik finden Demonstrationen gegen das Urteil statt.103

Protest gegen den Film „ Geschichte der O"

In Anlehnung an die Proteste in anderen Städten stürmen im Dezember 60 Frauen das Bonner Filmstudio, weil sie die Aufführung des Pornos „Geschichte der O“ verhindern wollen.
Das Bonner Frauenforum initiiert außerdem ein Riesenspektakel104 auf dem Marktplatz (Frau an rie­sengroßen Penis aus Pappmaché gekettet). Die Lokalzeitungen berichten…105

1976

Adressen

Im Buch „Frauenliebe“ (1976) gibt es eine Postfach-Adresse in Beuel: „Homosexuelle Frauen Bonn“, die vermutlich mit einer Beueler Lesben-WG in Zusammenhang steht.106

Im Buch „Weibliche Homosexualität zwischen Anpassung und Emanzipation“ der Kölnerin Ursula Linnhoff und AKE-Mitglied 1972107(1976) findet sich folgender Adresseintrag: „Blockhütte. Josefstraße 17 (gemischt)“. (= heute „Bobas Bar“)108

Im "Frauenjahrbuch '76" wird die Adresse eines Frauenzentrums in Bonn-Beuel aufgeführt: Weidenweg 24, vermutlich im heutigen Ramersdorf?109

Arbeitsgruppen des Frauenforums

„Im Jahre 1976/77 hatte das Frauenforum mehr als 30 Arbeitsgruppen die Mitgliederkartei umfasste rund 300 Frauen.“110

1977

Frauen helfen Frauen

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ gründet sich.111

Hilfe für Frauen in Not

Verein der sozialdemokratischen Frauenhausinitiative gründet sich fast zeitgleich.112

Frauenstammtisch

Im „Hoppegarten“ im Jagdweg 16 trifft sich regelmäßig der Frauenstammtisch, der u. a. über die Frauen in der RAF diskutiert.113

Frauenbuchladen „Nora“

Frauenbuchladen „Nora“ wird am 4. Juni 1977 als „Verein zur Förderung von Frauenliteratur“ gegründet. Zwei Frauen eröffnen ein Ladenlokal in der Bornheimer Straße 92. (Nora ist der 10. Frauenbuchladen, der in Deutschland eröffnet wird!)
Das kleine Ladenlokal war in drei Teile aufgeteilt; im linken Eingang befand sich eine Änderungsschneiderei, der rechte Eingang führte zu „Nora“.114

LP der „Blaustrümpfe“

Die „Bonner Blaustrümpfe“ geben eine Schallplatte heraus: „Die Bonner Blaustrümpfe singen Protest- und Spottlieder“.115

1978

Adressen in „Schnüss“

Die alternative Stadtzeitung „De Schnüss“ (www.schnuess.de) erscheint erstmals im April: Rubrik Lokale: „Herwarthstraße bis 5 Uhr, (Schwulen- und Lesbier-Kneipe)“.

Rubrik Kontakte/Frauen: Frauenkomitee Paulstr. 3 (als Frauenbuchladen 1978 durchgehend erwähnt)

Aufrufe zur Gründung einer Frauenkneipe / eines Kommunikationszentrums (8/1978)

Aufruf zur Gründung eines Frauenzentrums (9/1978)116

Frauentreff

Erster Frauentreff in der Endenicher Straße/Ecke Mozartstraße: Erstes Bonner Frauencafé, das im Sommer 1979 schließt. Hier haben viele Frauen der damaligen Lesbengruppe mitgewirkt.117

Beratungsgruppe des Frauenforums: Info

Zeitschrift (?)118

„Nora“-Kollektiv

Die beiden Nora-Frauen erweitern die Basis und werden ein Kollektiv, das den Frauenbuchladen gemeinsam ehrenamtlich trägt.119

Parallel dazu verliert das Frauenforum seine zentrale Bedeutung und Nora wird erste Anlaufstelle. 1978 findet das letzte offizielle Plenum des Frauenforums statt.120

1979

Lesbentreff

Schnüss (2/1979): Als Adresse „LesbentreffEndenicher Straße/Ecke Mozartstraße.121

Theatergruppe „Gänseblümchen“

Gründung der Theatergruppe „Die Gänseblümchen“ in der Endenicher Straße. U. a. werden Sketche zu bekannten Schlagern inszeniert und beispielsweise „Ganz in Weiß“ von Roy Black lesbisch uminterpretiert - in Bonn ein großer Erfolg. Ein Auftritt mit Pimmelluftballons auf dem Lesbenpfingsttreffen in Münster allerdings wird von den anwesenden Frauen ausgebuht…122

Lesbengruppe

In den Räumlichkeiten des Frauenbuchladens „Nora“ in der Bornheimer Str. 92 trifft sich u. a. die Lesbengruppe jeden Dienstag.123

autonomes Frauenhaus

Die Frauenhausgruppe tut sich zusammen und gründet auf Basis des Vereins „Frauen helfen Frauen“ ein Frauenhaus (Telefon 635369).124

Frauenhaus

„Hilfe für Frauen in Not“ gründet Frauenhaus (Telefon 232434).125

Zentrum auf „Schnüss“-Cover

De Schnüss widmet der Aktionsgruppe Homosexualität Bonn (glf-AHB) die Titelgeschichte und bringt ein Bild der Aktiven vor dem Zentrum aufs Cover.126

 

Die Achtziger

 

1980

Gründung „Lesbenstich“ und Adresse

In der Zeitschrift „Lesbenstich (0/1980)“ (1980-1993), die kurz zuvor von sechs Frauen aus unterschiedlichen Städten am 12./13. Januar in Bonn (!) ins Leben gerufen wurde, ist als Bonner Adresse der Lesbengruppenkontakt über Jo Lindenberg angegeben, Treffpunkt war bei „Nora“.127

§ 218

Die Beratungsgruppe des Frauenforums informiert in der Schnüss (5/1980) über die Praxis des reformierten Paragraphen und ruft zur Gegenbewegung auf. (U. a. eine Veranstaltung bei Nora am 6. Mai 1980 in der Bornheimer Straße)128

Umzug von „Nora“

Im Juni zieht „Nora“ in größere Räume in die Wolfstraße 30.129

Parteien auf dem Prüfstand: Schwule und Lesben befragen Parteien

Schwule (Gruppen) und einige Lesben befragen Politiker am 12. Juli in der Bonner Beethovenhalle und machen teilweise keinen Hehl aus ihrer Ablehnung der Parteien. Die Veranstaltung muss abgebrochen werden. Einige Schwulengruppen nehmen wegen der Forderungen der Nürnberger Pädophilengruppe nicht an der Veranstaltung teil.

Auf dem Plakat der ffbiz-Liste130 heißt der Untertitel: „Wen können wir Homosexuelle wählen?“131

In der »Frankfurter Rundschau« hieß es dazu: »In der Beethoven-Halle, wo Schwule und Lesben Vertreter politischer Parteien ... befragen wollten, kam es dann nach kurzer Zeit zu Tumulten. Eine Mädchengruppe aus Berlin und die so genannte ‘Kinderkommune’ aus Nürnberg, die bereits den Parteitag der Grünen in Dortmund an den Rand des Scheiterns gebracht hatte, versuchten lautstark auf ihre Forderungen, etwa die Legalisierung sexueller Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen, aufmerksam zu machen. Die Politiker und Moderator Reinhard Münchenhagen räumten daraufhin das Podium.132

Fraueninitiative „6. Oktober“

Nach den Bundestagswahlen vom 6. Oktober 1980 müssen die Frauen erkennen, dass sie im Parlament nach wie vor kaum vertreten sind. Aus Frust darüber gründen sie diese außerparlamentarische Frauenopposition und ziehen später in die Kirschallee 6.133

1981

Frauencafé „Lila Backstube“

Das Frauencafé „Lila Backstube“ wird als Kollektiv in der Wolfstraße 30 gegründet und zieht in die Räume im Hinterhof. Diese Räumlichkeiten werden u. a. von einer Selbsterfahrungsgruppe genutzt und sind als Frauenzentrum gedacht.134

Lesben-WG

In einer sehr aktiven Lessenicher Lesben-WG in der Bahnhofstraße werden Flugblätter zu unterschiedlichen politischen Lesbenthemen gedruckt.135

politische Lesbengruppen

Es formieren sich Gruppen wie „Lesben gegen den Krieg“ und „Lesben im Knast“. (bis 1983 aktiv)136

Lesbendemo

Am 7. April 1981 ziehen morgens um 8.00 Uhr mehrere hundert Frauen zum Hardtberg, protestieren gegen Mittelstreckenraketen und - werden von der Polizei entfernt.

Treffpunkt: Politisches Bildungswerk für Friedensarbeit, Königstraße 8 (viele politische Frauengruppen haben sich hier getroffen!).137

Walpurgisnachtdemo

Am 30. April initiieren Frauen eine Walpurgisnachtdemo und feiern anschließend in der Lila Backstube.138

IFPA

Der erste Bundeskongress der FI 6. Oktober findet im Mai 1981 statt und es wird ein bundesweit vertriebener Informationsdienst herausgegeben, die IFPA (Initiative Frauen-Pressedienst).139

Frauenzeitung „Bella Donna“

„Bella Donna“ - Organ der Uni-Frauengruppe. (bis 1982)140

Frauenzeitung „Lila Lotta“

Gründung der Bonner Frauenzeitung „Lila Lotta“ (1981-91).141

Autonomes Frauenreferat

Erstmalig gibt es ein Autonomes Frauenreferat, das mit Unterbrechungen und Umbenennungen bis heute existiert. In den achtziger Jahren muss sich das Referat zahlreiche Diskriminierungen gefallen lassen. (z. B. kommentierte Flyeraushänge)142

Bonner Frauenmuseum

Der Verein „Frauen formen ihre Stadt“ zieht als  „Bonner Frauenmuseum“ (als erstes dieser Art) in ein altes Kaufhausgebäude im Krausfeld 10 in der Bonner Altstadt ein. www.frauenmuseum.de.143

1982

TuBF

Gründung des Vereins „Therapie und Beratung für Frauen“ (TuBF).144

AG Frauenforschung

Im November gründen Studentinnen und Dozentinnen die Arbeitsgemeinschaft Frauenforschung. (Franziskanerstr. 4).145

FI-Kongress „Frauen GegenReaktion“

Die FI 6. Oktober initiiert den Kongress vom 26. bis 28. November (im Frauenmuseum?).146

1983

Schwule Geschichte im Kommunikationszentrum

Im Kommunikationszentrum in der Endenicher Straße wird im Januar neben einer Doku (1976/77) der Film „Anders als die anderen“ (1919) gezeigt. Ein schwuler Zeitzeuge erzählt im Anschluss von seinen Erfahrungen im Dritten Reich. Eine Handvoll Lesben ist auch da.147

Schwulen/Lesbendemo

Am 26.02.1983 ruft das „Zentrum für Kommunikation und Emanzipation“ zur Demo auf. Plakat: „Schwule und Lesben fordern ihre Rechte von der neuen Regierung“.148

Grüne Frauen im Bundestag

Nach den Wahlen zum 10. Bundestag am 6. März ziehen die Grünen mit 27 Mandaten ins Parlament ein, darunter viele Frauen.

DeLSI

In Bonn gibt es Kontaktadressen zur Demokratischen Lesben- und Schwulen-Initiative (DeLSI).149

Frauendemo Hardtberg

ca. 1000 Frauen ziehen anlässlich der Bundestagswahlen auf den Hardtberg.150

„Lila Lotta“ zieht ins FM

Das 3 000 m² große Gebäude des Frauenmuseums soll eine Art Zentrum für Frauengruppen sein.  Nach einem Aufruf („Rettet das Frauenmuseum!“) zieht u. a. die Lila Lotta in die untere Etage.151

TuBF-Eröffnung im FM

Der Verein „Therapie und Beratung für Frauen“ eröffnet die Beratungsstelle im Frauenmuseum und bietet auch explizit Lesbenberatung an.152

Frauenbildungswerkstatt

Der Verein „Frauen lernen gemeinsam“ ruft am 27. Juli die FBW ins Leben und zieht ins Frauenmuseum.153

Frauenplenum

Das Bonner Frauenplenum tagt ab April regelmäßig im Frauenmuseum.154

Frauenforschung

Jeden Donnerstag des Sommersemesters 1983 findet zum ersten Mal in der Uni Bonn eine Vortragsreihe zur Frauenforschung statt.155

Plakataktion

Eine kleine Gruppe von Lesben klebt im Unihauptgebäude selbst gemalte Plakate, die auf Lesben aufmerksam machen sollen. Die Hausverwaltung entfernt sie postwendend…156

Fragebogen-Aktion

Das Frauencafé Lila Backstube entwirft einen Fragebogen zur Ermittlung der Erwartungshaltung seines Publikums.157

Nazi-Drohbriefe

Wie auch andere Frauenbuchläden und Frauenprojekte (bundesweit) erhält „Nora“ im Herbst einen Drohbrief von Neonazis: „Die Lesben kehren heim und fliegen nach Dachau rein“. Zur Tarnung wird als Absenderin eine Emma-Journalistin auf dem Umschlag angegeben.
Es gründet sich daraufhin ein Neo-Nazi-AK in der Backstube.158

Frauenfriedenswoche

Die Frauenfriedensgruppe initiiert im Rahmen bundesweiter Aktionen am 17. Oktober 1983 die Frauenfriedenswoche mit zahlreichen Veranstaltungen. (Am 21.10.83 blockieren einige hundert Frauen in aller Frühe das BMZ, Karl-Marx-Straße)159

lesbische Rockband „Risiko“

Die gemischte Bonner Rockband „Risiko“ (u. a. 4 Lesben) tritt auf diversen Frauenparties in Bonn und Umgebung auf. (später Umbenennung in „Susi in Zorn“, bis ca. 1986)160

„Aquarium“ (gemischt)

In der Friedrichstraße 49 kann sich eine Zeit lang die Bar „Aquarium“ mit schwul-lesbischem Publikum halten.161

1984

Gülistan

Bonner Migrantinnen rufen den MigrantinnentreffGülistan“ über den Trägerverein „Frauen lernen gemeinsam“ ins Leben. Umzug 2004: Thomas-Mann-Straße 1.162

Uni-Lesbengruppe

Über das Autonome Frauenreferat bildet sich ab 7. März eine regelmäßige Uni-Lesbengruppe, die sich im Frauenraum des AStA in der Nasstraße 11 trifft.163

Frauenfilme im FM

Die Frauenmuseumsfrauen zeigen regelmäßig Frauenfilme im Erdgeschoss.164

Aktion „Muttertag"

Demo anlässlich des Muttertages: „Nicht Blumen - Rechte fordern wir!“ - Am 12. Mai bevölkern ca. 15.000 Frauen die Bonner Hofgartenwiese. Aufgerufen hatten ASF, FI 6. Oktober, DFI, autonome Frauen, Gewerkschaften und DKP.165

Die „Aktion Muttertag“ sorgt bis 1987 für entsprechende Aktionen.166

Feminat

In Bonn wählt die Bundestagsfraktion der Grünen im April einen rein weiblichen Fraktionsvorstand, das „Feminat“. Anspruch: Frauenquote von 50 %.167

FI 6. Oktober: Kongress

Die FI 6. Oktober ruft zu ihrem 4. Bundeskongress („Entlarvt die Wendemänner“) am 1. bis 3. Juni 1984 im Ortszentrum Dottendorf auf.168

Nora Frauenverlag

Es wird ein Verlag ins Leben gerufen, der „Alma Mater & Konsortinnen“. Frauenforschungsgruppe Bonn“ herausbringt und etwas später den (lesbischen) Frauenszene-Krimi „Leiche beim Layout. Mord im Frauenprojektezentrum“ von Brigitta Lange. (Ca. 1989 wird der Verlag aufgelöst)169

Umzug TuBF

TuBF zieht in die Humboldtstraße 2.170

Frauen im Rathaus

Sechs in der Bonner Frauenbewegung aktive Frauen ziehen erstmalig als Grüne-Stadtverordnete ins Bonner Rathaus ein.171

Frauentag

Innerhalb der Friedenswoche marschieren 200-300 Frauen in einem „Anti-Raketenzug“ vom Verteidigungsministerium zum Familienministerium.172

„Komm raus!“

Schwulengruppe „Komm raus!“ für junge Schwule gründet sich im Zentrum.173

Studium Feminale

Nachdem u. a. Prof. Dr. Kluxen mit dem geschäftsführenden Direktor Prof. Enders die Frauenforschungsvorträge eigenmächtig abgesetzt hatte, wird die Reihe im Sommersemester unter einem neuen Namen fortgesetzt.174

1985

Frauenmuseum erhält Miet­vertrag

Verein „Frauen formen ihre Stadt“ schließt Mietvertrag mit der Stadt Bonn.175

Frauen gegen Gentechnik und Reproduktionstechnik

Vom 19. bis 21. April findet in der Gesamtschule Beuel der erste bundesweite Kongress zum Thema statt. Veranstaltet von Grünen Frauen zusammen mit dem Verein Sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis. Dazu gibt es ein Schreiben der „Roten Zora“.176

Adresse in „Schnüss“

Bonner Frauennetzwerk mit Kontaktangabe.177

Notruf

Es gibt einen „Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen“ in der Wilhelmstraße 27. (Telefon 63 55 24), inzwischen „Beratungsstelle für sexualisierte Gewalt e. V.“178

Walpurgisnachtdemo

Nach einer großen Frauenparty als Abschluss zur Veranstaltungsreihe „Gewalt gegen Frauen“ in der Lila Backstube ziehen ca. 40 Frauen nachts sprühend durch Bonn…179

Historikerinnenkongress

Annette Kuhn startet den ersten Historikerinnenkongress (bundesweit war’s der sechste!) in Bonn.180

Umzug „Lila Backstube“ ins Frauenmuseum

Frauencafé Lila Backstube zieht im Dezember 1985 von der Wolfstraße ins Frauenmuseum ins Krausfeld 10.181

Frauenfilmreihen
1985-1986

In Gemeinschaftsarbeit zeigen die FBW und die Lila Backstube Filme von und über Frauen in mehreren gut besuchten Reihen.182

1986

§ 218-Gruppe

Die 218-Gruppe trifft sich regelmäßig in der Backstube.183

FI-Kongress

Die „FI 6. Oktober“ initiiert den Kongress „Regenbogen-Feminismus: schwarz, rot, grün, blau, gelb - wer profitiert von der Frauenbewegung?“184

Frauenaktionstag

Beim Frauenaktionstag zum Tag der Frau am 8. März 1986 initiieren zahlreiche Frauenprojekte Büchertische und Aktionen auf dem Bonner Münsterplatz.

Vernetzung der Frauenpro­jekte

Gründung des „Verein(s) zur Förderung von Kultur, Kommunikation und Bildung in Bonn und Umgebung e.V.“ als Fundament für die Bonner Frauenbewegung. Frauenprojekte Lila Backstube, Nora, FBW und Lila Lotta. Sitz: Breitestr. 25. (Später Trägerverein des Feministischen Archivs).185

Umzug FBW

Nach einem Umbau-Eklat im Frauenmuseum zieht die Frauenbildungswerkstatt und mit ihr die „Lila Lotta“ im Herbst in die Breitestraße 25.186

Umzug TuBF

Die TuBF zieht in die Dorotheenstraße 1-3. (Telefon 653222). www.tubf-frauenberatung.de

Neue Beratungsstelle

Die neue Frauenberatungsstelle wird vom Frauenhausträgerverein „Frauen helfen Frauen“ in der Endenicher Str. 14 gegründet. Aktueller Sitz: Kölnstraße 69. (Telefon 659500).187

Lehrstuhl für Frauenge­schichte und ihre Didaktik

Prof. Dr. Annette Kuhn erhält im Sommer 1986 den ersten offiziellen Lehrstuhl für Geschichte, Frauengeschichte und ihre Didaktik, wird allerdings nicht im Historischen Seminar anerkannt.188
(Sie wurde 1999 emeritiert, der Lehrstuhl wurde nicht neu besetzt.)189

„Brotfabrik“ eröffnet

Die ehemalige Brotfabrik „Germania“ in der Kreuzstraße 16 in Bonn-Beuel wird das neue Zuhause zahlreicher Bonner Kulturgruppen (Theater, Kino, Bildungswerk, Kneipe) unter dem Trägerverein „Traumpalast“. (Telefon 42 13 123) www.brotfabrik-bonn.de

 

Lesben-Broschüre

In Anlehnung an eine offizielle Broschüre, die über Aids aufklärt, wird die Broschüre „Was Sie über LESBEN wissen sollten“  (u. a. in Wiesbaden190) verteilt und mit „Die Bundesministerin für Tugend, Sitte und Moral,  Rita Süßmut“ unterschrieben.191

„truly yours“

Der Nora Frauenbuchladen gibt halbjährliche Broschüren, die „truly yours“, heraus, in denen das Kollektiv und diverse Neuerscheinungen vorgestellt werden.192

1987

Jutta Oesterle-Schwerin
im Bonner Bundestag

Jutta Oesterle-Schwerin (geb. 1947) zieht als erste offen lesbische Abgeordnete für die Grünen in den Bundestag ein und macht sich für schwul-lesbische Politik stark. (bis 1990) 193
“Ich repräsentiere vier Randgruppen auf einmal. Ich bin Jüdin, Frau, Linke und Lesbe.“194

In ihrer Bonner Zeit unterhält Oesterle-Schwerin auch Kontakte zur Bonner Szene.195

Uraufführung „Krankheit“ von Elfriede Jelinek

In den Kammerspielen in Bad Godesberg wird das Theaterstück „Krankheit oder moderne Frauen“ (mit lesbischen Vampirinnen) der umstrittenen Österreicherin Elfriede Jelinek uraufgeführt. (Es wurden außerdem vorher von ihr in Bonn uraufgeführt: „Clara S.“ (1982), „Burgtheater“ (1985))196

Autonomer Weiberrat

Autonomes Frauenreferat wird zum „Autonomen Weiberrat. Referat für feministisch-lesbische Provokation“ in der Nassestraße 11.197

Feministisch-theologischer Lehrauftrag

Der Bonner Fakultätsrat vergibt einen feministisch-theologischen Lehrauftrag.198

Fraueninfobörse auf dem Münsterplatz

42 Initiativen und Projekte stellen sich am 11. Juli 1987 mit Büchertischen und Aktionen einen ganzen Samstag lang auf dem Münsterplatz vor. (Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten)199

10 Jahre „Nora“

Mit zahlreichen Veranstaltungen (Lesung im „Rosa Lu“ in der Vorgebirgsstraße, Filmvorführung in der Springmaus, Theaterstück und große Party in der LB) feiert der „Nora Frauenbuchladen“ sein zehnjähriges Bestehen. 200

Rundgänge

Seit 1987 bietet die AG Frauengeschichte Rundgänge in Bonn an und rückt historisch interessante Lokalitäten und Personen ins feministische Licht.201

Solidaritätskampagne für Ingrid Strobl

Lesben der Bonner Frauenszene beteiligen sich an der bundesweiten Solidaritätskampagne für die Journalistin Ingrid Strobl, die im Dezember verhaftet und der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung nach § 129a angeklagt wird.202

Frauen & Aids

Am 21. November findet in der Beethovenhalle ein Kongress der "Fraueninitiative 6. Oktober" zum Thema "Frauen & Aids" statt.203

1988

NRO Frauenforum e. V.

als Netzwerk für frauen- und entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen und für engagierte Einzelpersonen gegründet; Bonner Büro 2005: Bertha-von-Suttner-Platz 13. (www.womnet.de)

Rheintöchter-Auftritt

Der unterhaltsam-feministische Frauenchor „Die Rheintöchter“ (ehemals „Oberharzer Engelchor“) mit Frauen aus der Köln-Bonner Umgebung tritt in der Bonner Brotfabrik auf. Dann erst wieder 1998… 204

Donnerstagsaktionsgruppe

Die Schwulengruppe junger Schwuler im Zentrum erweitert sich mit der „Donnerstagsaktionsgruppe“ auch auf Lesben.205

FI-Kongress

Die „FI 6. Oktober“ veranstaltet „Lila Lüste - Feministische Illusionen und die Realität des privaten Glücks“.206

Erste Bonner Frauenkulturwoche

Vom 22.-30. April findet in Zusammenarbeit mit der "Brotfabrik" in der Kreuzstraße 16 in Beuel die erste Bonner Frauenkulturwoche mit Filmen, Theater, Literatur usw. statt, veranstaltet vom „Verein zur Förderung von Kultur, Kommunikation und Bildung von Frauen in Bonn und Umgebung e. V.“.207

Diskussionsveranstaltung "Was kommt nach EMMA's Herbert?"

Am 27. Oktober findet eine Diskussionsveranstaltung zur Entwicklung der Zeitschrift "Emma" statt, bei der die gleichnamige Dokumentation der Vorbereitungsgruppe gezeigt wurde.

1989

Azade

Über den Trägerverein „Frauen lernen gemeinsam“ wird in der Dorotheenstraße 20 der interkulturelle Mädchentreff „Azade“ ins Leben gerufen. (Telefon 659491).
Hier gibt es später die Gruppe „Jule“ für junge Lesben ab 16 Jahre.208

Hausbesetzung Wittelsbacher Ring 40

Besetzung des Hauses am Wittelsbacher Ring 40 durch Frauenhausverein „Frauen helfen Frauen“ soll auf viele leer stehende Häuser hinweisen in Verbindung mit Frauen, die nicht aus den Frauen­häusern ausziehen können, weil sie keine Wohnung finden.
Neben den Vereinsfrauen stehen einige Frauen/Lesben der autonomen Szene den Frauenhausfrauen bei.
Am 9.1.1990 wird das Haus von der Polizei geräumt.209

Bonner Hupfdohlen

„Bonner Hupfdohlen - schwuler und lesbischer Sportverein e. V.“ gründet sich anlässlich der Gay Games in Kanada.210

Frauen-Kongress

Kongress „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“ vom 4. bis 7. Mai mit rund 500 Teilnehmerinnen in der Pädagogischen Fakultät. (erster Kongress dieser Art fand 1977 an der TH Aachen statt).211

 

Die Neunziger

 

1990

Christina Schenk in Bonn

Die lesbische Politikerin Christina Schenk ist ab 1990 für den Unabhängigen Frauenverband (UFV), ab 1994 für die PDS im Bundestag (bis 2002).212

Feministisches Archiv

Gründung „Feministisches Archiv und Bücherei“ in Räumlichkeiten der „Azade“ in der Dorotheenstraße 20. Seit 1997/99: „FemArchiv. Feministisches Archiv, Bibliothek und Dokumentationsstelle“.213

Umbenennung des Zentrums

Das „Zentrum für Kommunikation und Emanzipation“ nennt sich ab sofort „Schwulen- und Lesbenzentrum Bonn e. V.“

Frauenabend im „Ballhaus“

In der Disco „Ballhaus“ in der Kaiserpassage gibt es vorübergehend ab Sommer montags einen Frauenabend.214

„Gayernest“

Die jungen Schwulen und Lesben nennen sich als Gruppe ab sofort „Gayernest“.215

Weg mit dem § 218

Am 16. Juni findet eine Demo gegen den Abtreibungsparagraphen statt.216

Schwulen- und Lesbenfete

Schwulen- und Lesbenfete in der Brotfabrik am 27. Oktober.217

1991

Integriertes Frauenreferat

Im AStA integriert, aber nicht von ihm abhängig. (JUSOS, Liberale Aktion)218

FI-Kongress über Lesben und Heteras

Kongress der FI 6. Oktober: „Berührungsängste – Lesben und heterosexuelle Frauen in der Frauenbewegung“.219

Keine „Lila Lotta“ mehr

Die „Lila Lotta“ stellt ihr Erscheinen ein.220

Privatisierung von „Nora“

In einer öffentlichen Vereinssitzung wird diskutiert, ob ein Projekt wie der Frauenbuchladen privati­siert + für eine symbolische Mark abgegeben werden darf. Umwandlung von „Nora“ zu privatem Unternehmen: Übergabe an zwei Frauen; Umzug in die Breitestraße 36.221

Lehrstuhl für feministische Theologie

Bonn erhält einen Lehrstuhl für Theologische Frauenforschung, der unbesetzt bleibt.222

Autonomes Frauenreferat

Das Frauenreferat wird ab Sommersemester 1992 wieder autonom.223

1992

Frauenaktion für den Frieden

Lesben initiieren am 1. Februar 1992 einen Frauen-Trommelzug zum Bonner Innenministerium: „Wir sagen nein zu allen Kriegs- und Zwangsdiensten! Uns reichts!“224

„Lila Backstube“ wird
“Café Katzensprung“

Die neue Cafégruppe beschließt nicht nur eine Namensänderung des alten Frauencafés und einigt sich auf „Katzensprung“.225

Uni-Frauenzeitung „Tusnelda“

Der „Autonome Weiberrat“ gibt für einige Zeit die Frauenzeitung „Tusnelda“ heraus. Geplant war eine feministische Stadtzeitung, was sich jedoch nicht verwirklichen ließ. In der Ausgabe 2/1993 wird eine Krisenvollversammlung angekündigt. Es ist unklar, ob es die „Tusnelda“ danach weiterhin gab.226

Feministisches Rechtsinstitut

Eine Gruppe von Anwältinnen gründet in Bonn das „Feministische Rechtsinstitut“.227
2002 zieht das Institut nach Hamburg.228

Aids-Hilfe

Die Aids-Hilfe wird in diesem Jahr (???) in der Weberstraße 52 untergebracht. (Kürzungen/Umstrukturierung und Umzug 2003: Rathausstr. 6)229

In diesem Haus in der Weberstraße befand sich bis in die Neunziger die älteste Wohngemeinschaft Bonns mit immer wechselndem Personal seit den frühen Siebzigern.230

1993

Frauen-Info-Tag

Am 27. Februar gibt es einen „Frauen-Info-Tag der Frauenprojekte in Bonn“ im Café Katzensprung.231

Unitopia

Mehrere Kulturveranstaltung von Uni-Frauen.232

Identisch mit: „Frauen sprengen Grenzen“ - 4. bundesweites feministisches Kulturforum“ vom 1. bis 7. März 1993????233

Frauenkampfkunstverein Bonn e. V. gegründet

Der Verein bietet verschiedene Trainings und Kampfkunststile an: http://www.frauenkampfkunstverein.de, 2005

„Selmas & Luises“

In Bonn organisieren sich für einige Monate die „Selmas & Luises“, eine Organisation gegen Männergewalt, die für Patrouillen, Schutz etc. sorgt.234

Frauencafé schließt

Im November  wird das „Café Katzensprung“ geschlossen.235

1994

Frauendemo

Frauenstreik

5. März „Frauen bewegen das Land“. Großdemo in Bonn auf dem Münsterplatz (Münster Haupteingang) initiiert vom Deutschen Frauenrat.236

Zum Frauenstreiktag am 8. März ziehen zahlreiche Frauen/Lesben u. a. vor das Stadthaus, um gegen die drohenden Kürzungen bei Mädchen- und Frauenprojekten zu protestieren. Sie werden nicht empfangen und so fliegen Schokoküsse (die hatten sie vorher für geeignete Zwecke im Nora Frauenbuchladen bekommen…) an die Glastüren.237

Lesbenring in Bonn

Das Büro vom Lesbenring (Regionalstelle)238 befindet sich eine Zeit lang im Bonner Talweg 55 (bis März 1997), gleichzeitig nutzen andere Gruppen diese Räumlichkeiten: die „Feministische Partei“, die IFPA, der Journalistinnenbund.239

Umzug Zentrum

Umzug FBW

Das Schwulen- und Lesbenzentrum zieht von der Endenicher Straße in das ehemalige Autohaus Riehm Am Frankenbad 5.

Die Frauenbildungswerkstatt zieht in die Adenauerallee 4-6.240

1995

Schulisches Aufklärungspro­jekt

Schulisches Aufklärungsprojekt wird im Schwulen- und Lesbenzentrum als „SLAB“ gegründet. Nach der landesweiten Vernetzung  (NRW) umbenannt in „SchLau“. www.schlau-bonn.de

Zeitung „Arachne“

Die feministische Zeitschrift „Arachne“ wird herausgegeben. War als Idee gedacht, über Anzeigen das FemArchiv zu finanzieren. (Bis 1999).241

Lesbians Unlimited

Die niederländische lesbische Theatergruppe „Lesbians Unlimited“ tritt am 12. Mai im Schwulen- und Lesbenzentrum auf. Bei einem früheren Bonn-Besuch verewigten sie sich mit einem „Gemälde“ im Eingang zum Frauenmuseum.242

Frauenprojekte und Gruppen stellen sich vor

Innerhalb einer großen Feier in der Endenicher Harmonie stellen sich am 10. Juni unter anderem Bonner Frauenkampfkunstgruppen vor.243

Chikara gegründet

Ein Verein zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung von Frauen und Kindern: www.chikara-frauen.de.

„Zarah L.“

Der Travestiekünstler Curt Delander führt in der Gaststätte „Zarah L.“ in der Maxstraße 22 montags einen Frauenabend ein (2002 geschlossen).244

Gründung „lespress“

Die überregionale Monatszeitschrift „lespress“ wird im Oktober in Bonn-Beuel als GbR (bis Ende 2000, danach in privater Hand) gegründet. Redaktionsanschrift 2005: Dyroffstraße 12. www.lespress.de

„Nora“ schließt

Der privatisierte Frauenbuchladen kann sich nicht halten und schließt für immer. Teile der Einrichtung und des Sortiments gehen an den Kölner Frauenbuchladen „Rhiannon“ (2004 endgültig geschlossen!) und an den Bonner Buchladen „Le Sabot“ (seit 1989)  in der Paulstr. 3, heute in der Breitestraße 76. (www.lesabot.de)

„Sprungbrett“

Die schwul-lesbische Jugendgruppe gibt für ein Jahr die von NRW finanzierte Zeitschrift „Das Sprungbrett“ heraus.245

1996

„Bunte Welle“

„Radiowerkstatt Studio 1“ ermöglicht es dem schwul-lesbischen Magazin „Bunte Welle“ eine halbe Stunde lang regelmäßig relevante Themen im Radio Bonn / Rhein-Sieg zu erörtern.

Come out - Lesben kommen raus!

Der Lesbenring initiiert die „Aktionswoche zur lesbischen Lebensweise“ vom 17. bis 27. Mai.
“Wenn ich groß bin, werd ich lesbisch“ = Luftballonaufdruck. Aktionen auf dem Münsterplatz (Luftballons), Fahrraddemo am 18. Mai, Ausstellungseröffnung (Comic-Zeichnerin Iris Mielke), Kultur und Party im Frauenmuseum am 17. Mai.246

„Hotpäntz“

Die jungen Schwulen und Lesben benennen ihre Gruppe in „Hotpäntz“ um.247

1997

Aktionstag zum CSD

Aids-Hilfe veranstaltet am 21. Juni einen Aktionstag. U. a. gibt es ein Theaterstück zum Thema Aids, den Auftritt der Lesbenband „Zrazy“ und eine anschließende Party in der Brotfabrik.248

19.09.1998

Lesbenhochzeit in Bonn

Ein lesbisches Pärchen aus Süddeutschland reist eigens nach Bonn ins Zentrum, um sich dort von einem freiberuflichen Pfarrer trauen zu lassen.249

1999

Erstes Schwul-lesbisches Sommerfest

Das 1. Schwul-lesbische Sommerfest findet auf dem Münsterplatz statt, danach alljährlich.250

Autonomes FrauenLesbenReferat

Das Frauenreferat nennt sich ab sofort „Autonomes FrauenLesbenReferat“.251

Internationales Frauenzent­rum

Eröffnung des Internationalen Frauenzentrums in der Wesselstraße, Umzug April 2003 in die Quantiusstraße 8. (Telefon 9652465) www.ifzbonn.de

 

Das 21. Jahrhundert

 

2000

schwul-lesbischer Stadtplan

Der „runde Tisch“ (= Vereinigung der schwul-lesbischen Gruppen in Bonn) gibt einen Stadtplan heraus: „Bonn. Schwul. Lesbisch.“252

Schwul-lesbisches Sommerfest

Am 12. August findet auf dem Münsterplatz das schwul-lesbische Sommerfest statt.253

2001

lesbische Theatergruppe

Eine lesbische Laientheatergruppe findet sich im Zentrum zusammen und führt 2002 ihr erstes Stück „Aschenputtel“ auf. Ab 2003 nennen sie sich „The Cinderellas & the next Generation“.254

Schwul-lesbisches Sommerfest

Am 28. Juli findet auf dem Münsterplatz das schwul-lesbische Sommerfest statt.255

xxGerbera

Der Zusammenschluss linker Frauen organisiert politische Veranstaltungen, siehe hier: www.bonn-links.de, 2005.256

Ringvorlesung „Homosexualität und Literatur“

AG Lesbische und schwule Studien an der Uni Bonn ab WS 2001/2002 in Zusammenarbeit mit dem AStA-Schwulenreferat und dem Autonomen FrauenLesbenReferat.257

2002

FemArchiv



Autonomes Frauenreferat

Das Feministische Archiv zieht am 4. April wieder ins Frauenmuseum ins Krausfeld 10. (Telefon 697711; Email: femarchiv@uni-bonn.de)

Formal verliert das Referat Teile seiner Autonomie und das Wort „Lesben“ im Namen, holt ihn sich jedoch zurück.
Veranstaltungen des Frauenreferats finden auch im IFZ in der Quantiusstraße 8 statt.258

Schwul-lesbisches Sommerfest

Am 3. August findet auf dem Münsterplatz das schwul-lesbische Sommerfest statt.259

2003

Schwul-lesbisches Sommerfest

Am 2. August findet auf dem Münsterplatz das schwul-lesbische Sommerfest statt.260

Disco „Be-Magic“

Am Bertha-von-Suttner Platz 25 eröffnet im September die gemischte Disco „Be-Magic“ (mit Hella von Sinnen bei der Eröffnung!), die aber schon nach ein paar Monaten in „Magic“ umbenannt und wieder komplett hetero wird.261

Rheintöchter mit „Exentreffen“

Der gemischte Damenchor „Die Rheintöchter“ tritt im „Theater im Ballsaal“ in der Frongasse 9 in Bonn auf.262

Umzug Aids-Hilfe

Die Aids-Hilfe wird umstrukturiert / gekürzt und zieht von der Weberstr. 52 in die Rathausstr. 6.263

Bus-Werbung

Bei der Wahrnehmung eines Angebots zur digitalen Buswerbung beim VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) für die „Hotpäntz“ kommt es zu Meinungsverschiedenheiten, da die Verkehrsbetriebe befürchten, mit dem Namen pro-pädophil zu werben. Die Werbung läuft - ohne den Namen - u. a. fürs ganze Zentrum Ende des Jahres z. B. auf der Linie 632/622.264

2004

Theateraufführung

The Cinderellas & the next Generation“ führen mehrmals erfolgreich „Und was willste jetzt von der?“ im Bonner Schwulen- und Lesbenzentrum auf. (auch in Münster, Aachen, Gießen und Zülpich)265

Veranstaltungsreihe zu Johanna Elberskirchen

Das Lesbenplenum des Bonner Zentrums organisiert im April eine Veranstaltungsreihe zu Johanna Elberskirchen; das Projekt, eine Gedenktafel an ihrem Geburtshaus in der Sternstraße 37 anbringen zu lassen, entsteht.266

Schwul-lesbisches Sommerfest

Am 7. August findet auf dem Münsterplatz das schwul-lesbische Sommerfest statt.267

Umzug FBW

Die Frauenbildungswerkstatt zieht in die Meckenheimer Allee 67-69.268

2005

FBW schließt

Der Verein „Frauen lernen gemeinsam e. V.“ verkauft die Bildungswerkanerkennung ins Ruhrgebiet und schließt die Frauenbildungswerkstatt zum 1. Juli.269

Schwul-lesbisches Sommerfest

Am 6. August findet auf dem Münsterplatz das schwul-lesbische Sommerfest statt.270

Theateraufführung

„The Cinderellas“ führen das wiederum selbst geschriebene Stück „Probezeit“ im Zentrum auf.

2006

Einweihung der Gedenktafel für Johanna Elberskirchen

Am 9. April wird die Gedenktafel für Johanna Elberskirchen an ihrem Geburtshaus in der Sternstraße 37 eingeweiht. (Initiiert vom Schwulen- und Lesbenzentrum Bonn)

2007

Schwul-lesbisches Sommerfest

Am 4. August findet auf dem Münsterplatz das schwul-lesbische Sommerfest statt.

2007

Theateraufführung

„The Cinderellas“ führen das wiederum selbst geschriebene Stück „Wespenplage“ im Zentrum auf.

2008

Schwul-lesbisches Sommerfest

Im August findet auf dem Münsterplatz das schwul-lesbische Sommerfest statt.

2009

Schwul-lesbisches Sommerfest

Im August findet auf dem Münsterplatz das schwul-lesbische Sommerfest statt.

Umzug Zentrum

Das Schwulen- und Lesbenzentrum zieht in die Wolfstraße 6 und feiert am 5. September.

Zentrum meldet Insolvenz an

Das Schwulen- und Lesbenzentrum muss Insolvenz anmelden und schließt im Oktober; am 18.10.2009 findet die letzte Veranstaltung zum Abschied statt.

2010

"Cinderellas"

Die lesbische Theatergruppe "The Cinderellas" löst sich auf.


Literaturhinweise (Internetseiten s. a. Fußnoten)

Der Alte Friedhof in Bonn. Geschichtlich - biographisch - kunst- und geistesgeschichtlich. 33 Bildtafeln. Edith Ennen, Helmut Hellberg, Walter Holzhausen, Gert Schroers (Hrsg.). Bonn 1986.

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„Bericht aus Bonn“ in: Frauen und Film 7/1976, S. 7f.

Wilfried Busemann, Die SPD in Bonn 1890 - 1918. Ein Überblick, in: 100 Jahre SPD in Bonn. Aufsätze zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Bonn. SPD-Unterbezirk Bonn (Hrsg.), Bonn 1989, S. 17-25.

Wilfried Busemann, Die Nordstadt-SPD 1890-1918. Spurenlos, in: „…und tranken dünnen Kaffee und aßen Platz dazu“. Leben in der Bonner Nordstadt 1850-1990. Bonner Geschichtswerkstatt (Hrsgin.). Bonn 1991, S. 29-36.

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Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend berühmte Frauen in Wort und Bild. Beograd 1965.

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Gedenkseite der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft: http://www.hirschfeld.in-berlin.de/index.html, 2004)

Margret Meyer, Frauenbewegung in Bonn. Lebendig und lästig. Vom Frauenforum bis zur „Fraueninitiative 6. Oktober“, in: Die Bonnerinnen. Szenarien aus Geschichte und zeitgenössischer Kunst. Bonn 1989, S. 182-185. Ausstellungskatalog des Bonner Frauenmuseums.

Norbert Oellers, Die Bonner Schriftstellerin Johanna Elberskirchen - von der Zeit verschluckt? in: Bonn u. das Rheinland. Festschrift Dietrich Höroldt. Ve­röff. d. Stadtarchivs Bonn Bd.52, 1992, S. 527-543.

Claudia Pinl, Feminismus ist die Theorie, Lesbianismus die Praxis“, in: Das andere Stattbuch. Köln 1999, S. 42-45.

Reader zum 6. Historikerinnenkongress. Arbeitsgemeinschaft Frauenforschung der Universität Bonn und Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität. Pädagogische Fakultät. Seminar für Geschichte und ihre Didaktik und politische Bildung. Zusammengeheftete Ankündigung mit Vorwort von Hildegard Knitterscheidt, April 1985, mit Abstracts der einzelnen Referentinnen und Kontaktadressen

Eva Rieger, Rosemary Hilmar, Mit tausend Küssen. Deine Fillu. Briefe der Sängerin Marie Fillunger an Eugenie Schumann von 1875-1893. Köln 2002.

Ursula Saschek, Ein kurzer Streifzug durch 20 Jahre Bonner Lesbengeschichte, in: ...und vorwärts, rückwärts, seitwärts, los... 20 Jahre TuBF. Therapie und Beratung für Frauen in Bonn. Bonn 2002, S. 66-74.

De Schnüss. Stattzeitung in Bonn. Bonn 1978ff.

Karl Josef Schwalb, Die ehemalige Obst- und Gartenbauschule für Frauen, in: Godesberger Heimatblätter 31 (1993), S. 83-88.

Volkswart 6 (1913), S.101-103.

Susanne Wilking / Anne Vechtel, Von Stadtmüttern, Ratsfrauen und Emanzen. Weibliche Stadtverordnete in Bonn von 1945 bis 1969. Bonn 2001 (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bonn, Band 61)

Quellen / Informationen:

Informationen aus Gesprächen oder Erinnerungen werden entweder mit Namen oder als „Zeitzeuginnen“ belegt.
Ich danke Marita Blauth, Michaela Cox, Jutta Dalhoff, Birgit Gerresheim, Nathalie Güttes, Regine Henschel, Lutz Hermanns, Florence Hervé, Heike Kleemann, Brigitta Lange, (Jo)Hanna Lindenberg, Bärbel Lotter, Margret Meyer, Dorothee Pass-Weingartz, Margarete Pastuszak, Claudia Pinl, Inés Scharrenbroich.

Alle weiter führenden, insbesondere die Bonn unabhängigen Informationen über Johanna Elberskirchen, Jenny Riedemann und Anna Eysoldt verdanke ich - neben den angegebenen Quellen (siehe Literaturverzeichnis) - Christiane Leidinger.

Entstehungs- bzw. Umzugsdaten stammen entweder - so noch existent - von den jeweiligen Institutionen oder aus Schätzungsangaben mehrerer Zeitzeuginnen. „Selbstdarstellung“ bezeichnet eine Befragung der jeweiligen Vertreterinnen des Projektes oder verfügbare Flyer, da in den seltensten Fällen Broschüren existieren.

Stadtarchiv Bonn.

FemArchiv (zur Zeit nicht geöffnet).


1 Chronik der Stadt Bonn. Dortmund 1988, S. 15. Siehe auch Brigitte Beyer, Die aufanischen Matronen, in: Auf den Spuren der Bonnerinnen. Lesebuch zur Bonner Frauengeschichte. Arbeitsgemeinschaft Frauengeschichte (Hrsg.). Bonn 1995, S. 9-12, S. 11.
2 Dieter Körschner, Zur Geschichte der Wilhelmstraße in Bonn, in: 150 Jahre Landgericht Bonn. Festschrift. Heinz Faßbender (Hrsg.). Bonn 2000, S. 265-315.
3 Annette Kuhn, Auf der Suche nach der Geschichte der Bonnerinnen, in: Chronik der Stadt Bonn. a. a. O., S. 134f, S. 135.
4 Der Alte Friedhof in Bonn: Kunst und Geschichte(n). Erika Zander, Jörg Bätz (Hrsg.). Bonn 2001, S. 37f.
5 Kuhn, Auf der Suche, a. a. O., siehe auch http://www.uni-koeln.de/studenten/homo/hp200203014.htm, 2005.
6 Anne Vechtel, Adele Schopenhauer - Eine typische Frau des 19. Jahrhunderts?, in: Auf den Spuren der Bonnerinnen, a. a. O., S. 42f. und http://www.scherenschnitt.org/archiv/namen/schopenhauer.html, 2005.
7 Heinrich Hubert Houben, Die Rheingräfin. Das Leben der Kölnerin Sibylle Mertens-Schaaffhausen. Dargestellt nach ihren Tagebüchern und Briefen. Essen 1935, S. 40ff. Siehe auch Silke Dombrowsky, Sibylle Mertens-Schaaffhausen und ihr Freundinnenkreis, in: Auf den Spuren der Bonnerinnen, a. a. O., S. 45ff; http://www.rhein-wied.net/unkel/geschichtsverein/mertens-schaaffhausen.html, 2005.
8 Der Alte Friedhof in Bonn. Geschichtlich - biographisch - kunst- und geistesgeschichtlich. 33 Bildtafeln. Edith Ennen, Helmut Hellberg, Walter Holzhausen, Gert Schroers (Hrsgin.). Bonn 1986, S. 59, und auch Zander, a. a. O., S. 74f.
9 Helmut Hellberg, Die Frauen vom Auerhof. „Frühfeminismus“ in Bonn, in: Godesberger Heimatblätter, Heft 24, Bonn 1986, S. 14-36, S. 24.
10 Houben, Rheingräfin, a. a. O., S. 68.
11 Hellberg, Auerhof, a. a. O., S. 14ff.
12 Ebda., S. 72
13 Zehnjahresübersicht des Bonner Standesamtes 1853-1962.
14 Adressbuch Bonn 1856-57.
15 Vgl. die biografische Skizze zu Clara Willdenow von Regula Schnurrenberger und Informationen von Christiane Leidinger.
16 Informationen von Christiane Leidinger und von Norbert Oellers, Die Bonner Schriftstellerin Johanna Elberskirchen - von der Zeit verschluckt ? in: Bonn u. das Rheinland. Festschrift Dietrich Höroldt. Ve­röff. d. Stadtarchivs Bonn Bd.52, 1992, S. 527-543, S. 529.
17 Ebda.
19 Adressbücher der Stadt Bonn. Stadtarchiv Bonn. Das Versorgungshaus wird bis incl. 1896 im Adressbuch geführt. Vgl. auch Susanne Wilking / Anne Vechtel, Von Stadtmüttern, Ratsfrauen und Emanzen. Weibliche Stadtverordnete in Bonn von 1945 bis 1969. Bonn 2001 (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bonn, Band 61), S. 16.
20 Eva Rieger, Rosemary Hilmar, Mit tausend Küssen. Deine Fillu. Briefe der Sängerin Marie Fillunger an Eugenie Schumann von 1875-1893. Köln 2002.
21 Melderegisterauszug aus dem Stadtarchiv Rinteln.
22 Christiane Leidinger, Johanna Elberskirchen und ihre Rüdersdorfer Zeit 1920 bis 1943. Eine erste Skizze, in: Forum Homosexualität und Literatur 39, 2001, S.79-106, S. 84.
23 100 Jahre Frauenstudium. Frauen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dortmund 1996, S. 108f.
24 Chronik der Stadt Bonn, a. a. O., S. 139. Siehe auch Ulrike Just, Der lange Weg zum ersten Bonner Mädchengymnasium, in: Auf den Spuren der Bonnerinnen, a. a. O., S. 48ff, S. 48.
Um die Jahrhundertwende gab es „bildungsmäßig“ in Bonn den „Verein zur Förderung der Frauenbildung“, „Frauenwohl“, „Frauenbildung - Frauenstudium“ und den „Verein zur Förderung der realgymnasialen Kurse für Mädchen“. Vgl. hierzu: 100 Jahre Frauenstudium, a. a. O., S. 19ff und auch Dietrich Höroldt, Bonn in der Kaiserzeit (1871-1914), in: Geschichte der Stadt Bonn. Bd. 4. Von einer französischen Bezirksstadt zur Bundeshauptstadt. 1794 - 1989. Dietrich Höroldt (Hrsg.). Bonn 1989 (= Geschichte der Stadt Bonn in vier Bänden), S. 267-437, S. 420f.
26 Adressbücher der Stadt Bonn.
27   Vgl. die Informationen hierzu in Margit Göttert, Macht und Eros. Frauenbeziehungen und weibliche Kultur um 1900 - eine neue Perspektive auf Helene Lange und Gertrud Bäumer. Königstein / Taunus 2000, S. 79f.
28 Informationen von Christiane Leidinger; siehe auch die biografische Skizze zu Jenny Riedemann. Die Kreuzstraße war eine Parallelstraße zur heutigen Friedrichstraße und fiel 1967 großflächigen Umstrukturierungen zum Opfer. Vgl. hierzu die Stadtpläne im Bonner Stadtarchiv.
30 Adressbuch Bonn 1909-1910. Stadtarchiv Bonn.
31 Ulrike Just, Frauen an der Universität - Gräfin von Linden, erste Bonner Professorin, in: Auf den Spuren der Bonnerinnen, a. a. O., S. 54-59. Siehe auch Ursula Köhler-Lutterbeck, Monika Siedentopf, Frauen im Rheinland. Außergewöhnliche Biographien aus der Mitte Europas. Calbe 2001 und www.frauengeschichte.uni-bonn.de/ausstell/bios/bio025.htm, 2004.
32 Adressbücher der Stadt Bonn.
33 Elsbeth Krukenberg-Conze, Erinnerungen. Wien - Berlin - Bonn (1867-1904). Bonn - Bad Godesberg 1978, S. 73.
34 Ebda.
35 Ebda.
36 Christiane Leidinger und Stadtarchiv Bonn. Laut Meldekarte ist sie am 19.03.1913 gestorben.
37 Adressbücher der Stadt Bonn.
38 Informationen von Christiane Leidinger.
40 100 Jahre Frauenstudium, a. a. O., S. 108.
41 Chronik der Stadt Bonn, a. a. O., S. 143 und Just, Frauen an der Universität, a. a. O., S. 56ff. Hermine Edenhuizen war bitter enttäuscht, als Frida Busch heiratete: „… und habe bei der Trauung bittere Tränen geweint“, in: Hermine Heusler-Edenhuizen, Du mußt es wagen! Lebenserinnerungen der ersten deutschen Frauenärztin. Reinbek bei Hamburg 20034 (1997), S. 83. Siehe auch http://www.frauengeschichte.uni-bonn.de/ausstell/ausstell.htm, 2005. Hermine Edenhuizen war außerdem Helene Langes Hausärztin und betreute sie bis zu ihrem Tod. Siehe hierzu Margit Göttert, Macht und Eros. a. a. O., S. 163.
42 Elsbeth Krukenberg verfasste in ihrer Kreuznacher Zeit einen Text zur Erweiterung des § 175 auf Frauen, abgedruckt in: Ilse Kokula, Weibliche Homosexualität um 1900 in zeitgenössischen Dokumenten. München 1981, S. 256.
44 http://www.frauengeschichte.uni-bonn.de/ausstell/ausstell.htm, 2005. Siehe auch die Auflistung der Bonner Studentinnenvereine in: 100 Jahre Frauenstudium, a. a. O., S. 37.
45 Vgl. Marianne Koerner, Auf fremdem Terrain. Studien- und Alltagserfahrungen von Studentinnen 1900 bis 1918. Bonn 1997, S. 325.
46 Siehe dazu Anna Dünnebier, Ursula Scheu, Die Rebellion ist eine Frau. Anita Augspurg und Lida G. Heymann. Das schillerndste Paar der Frauenbewegung. Kreuzlingen/München 2002, S. 100. Leider fehlen hier die Quellenangaben.
47 Vgl. Susanne Kinnebrock, Anita Augspurg (1857-1943). Feministin und Pazifistin zwischen Journalismus und Politik. Eine kommunikationshistorische Biographie. Herbolzheim 2005, S. 162. Bei Karl Josef Schwalb, Die ehemalige Obst- und Gartenbauschule für Frauen, in: Godesberger Heimatblätter 31 (1993), S. 83-88, hier S. 83 wird als Leiterin der im Oktober 1904 eröffneten Anstalt Olga Hasenclever genannt. Im Adressbuch des Landkreises Bonn 1907 steht unter Erdmann nur: "Erdmann Marg., Leiterin d. Gartenbauschule, Heerstraße".
48 Informationen von Christiane Leidinger und Norbert Oellers, Die Bonner Schriftstellerin, a. a. O., S. 539. Oellers zitiert hier die Widmung für Anna Eysoldt.
49 Johanna Elberskirchen, Offener Brief an Fräulein Dr. phil. Ella Mensch, Berlin, in: Frauen-Rundschau, Heft 12, S. 376-382, S. 382.
50 Vgl. hierzu Marianne Koerner, Auf fremdem Terrain, a. a. O., S. 144f und http://www.frauengeschichte.uni-bonn.de/ausstell/ausstell.htm, 2005.
51 Vgl. dazu Margit Göttert, Macht und Eros, a. a. O., S. 257.
52 Kinderheil. Zeitschrift für Mütter zur leiblichen und geistigen Gesundung und Gesunderhaltung der Kinder. Herausgeber: Johanna Elberskirchen (Alfter b. Bonn a. RH.) und Max Below (Landshut a. Isar.). Jahrgang I, Heft I, Oktober 1905. Verlag Seitz & Schauer, München. (Kopie von Christiane Leidinger)
53 Adressbücher der Stadt Bonn und Oellers, a. a. O., S. 541.
54 Adressbuch der Stadt Bonn 1909-1910..
55 Vgl. Wilfried Busemann, Die SPD in Bonn 1890 - 1918. Ein Überblick, in: 100 Jahre SPD in Bonn. Aufsätze zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Bonn. SPD-Unterbezirk Bonn (Hrsg.), Bonn 1989, S. 17-25, S. 23 und ders., Die Nordstadt-SPD 1890-1918. Spurenlos, in:, „…und tranken dünnen Kaffee und aßen Platz dazu“. Leben in der Bonner Nordstadt 1850-1990. Bonner Geschichtswerkstatt (Hrsgin.). Bonn 1991, S. 29-36, S. 30.
56 Informationen von Christiane Leidinger.
57 Laut Meldekarte ist Anna Eysoldt am 15.06.1909 in die Vulkanstraße gezogen.
58 Adressbücher der Stadt Bonn.
60 Ebda.
61 Vgl. den Artikel „Noch einmal die Frauen- und die Angestelltenwahlen“, von J. Baltus (Freie Vereinigung für soziale Versicherung der Privatangestellten) in: Volksmund, 30.10.1912.
62 Adressbücher der Stadt Bonn.
63 Christiane Leidinger, Urnenfund im Pferdestall oder ... , in: Lespress August 2003, S. 16-18, und Christiane Leidinger, Eine Urne im Pferdestall oder: die Geschichte einer geschützten Grabstätte und zweier Grabtafeln für Johanna Elberskirchen (1864-1943) und Hildegard Moniac (1891-1967), in: Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft. Nr. 35/36, Dezember 2003, S. 51-57.
64 Vgl. die Angaben hierzu im „Jahrbuch der Frauenbewegung“. Hrsg. von Altmann-Gottheiner, Elisabeth. Leipzig Berlin 1912-1916, S. 32 + 39; für 1915 S. 121, für 1916 S. 31-33.
65 Vgl. Volkswart 6 (1913), S.101-103. Zitiert nach Erwin In het Panhuis.
66 Norbert Oellers, Die Bonner Schriftstellerin, a. a. O., S. 533
67 Marianne Koerner, Auf fremdem Terrain, a. a. O., S. 345.
69 Siehe zu "Globetrotter: "Die Fanfare 1 (1924) Heft 26, S. 2 und Heft 29, S. 4. Diese Informationen verdanke ich Erwin In het Panhuis.
70 Ebda.
72 Zitiert nach Manfred Berger, (www.bautz.de/bbkl/l/lauer_am.shtml, 2005).
73 Ulrike Just, Frauen an der Universität, a. a. O.
74 Ein Grabstein mit ihren Lebensdaten wurde auf dem Familiengrab der Krukenbergs auf dem Endenicher Friedhof platziert.
76 Lexikon der Rebellinnen. Von A bis Z. Florence Hervé, Ingeborg Nödinger (Hrsgin.). Dortmund 1996, S. 151, und http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BaeumerGertrud/, 2005.
77 Vgl. Erwähnung und Erläuterung hier: http://www.cdu-borgentreich.de/PHILA/body_phila.html, 2005. Von ihrer engen Beziehung zu Helene Lange steht hier nichts, rein gar nichts!
79 Elsbeth Krukenberg-Conze, Erinnerungen, a. a. O., S. 75.
80 www.frauengeschichte.uni-bonn.de, 2005, und Lexikon der Rebellinnen. Von A bis Z. Florence Hervé, Ingeborg Nödinger (Hrsgin.). Dortmund 1996, S. 85.
81 FemArchiv.
83 100 Jahre Frauenstudium, a. a. O., S. 251f.
84 Florence Hervé, Mail v. 30.01.05.
85 Vgl. Chronik der Frauen. Dortmund 1992, S. 575.
86 Gespräch mit Claudia Pinl und  http://www.csgkoeln.de/Texte/Chronik7.htm, 2005.
87 Vgl. Lexikon des internationalen Films. Reinbek bei Hamburg 1995. Zur ersten Ausstrahlung des Films im Fernsehen gibt es unterschiedliche Angaben, auch hier http://www.fdk-berlin.de/arsenal/text2004/0304biennale.html, 2005 wird von Erstsendung gesprochen. Laut dem wikipedia-Eintrag gab es vorher, 1972, bereits eine WDR-Ausstrahlung: http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_im_Fernsehen, 2005. So auch Rosa von Praunheim in seiner Mail vom 20.04.2005.
88 FemArchiv.
89 Annette Kuhn, Ich trage einen goldenen Stern. Ein Frauenleben in Deutschland. Berlin 2003, S. 158.
90 www.asf.de, 2005.

91 Margret Mayer, Frauenbewegung in Bonn. Lebendig und lästig. Vom Frauenforum bis zur „Fraueninitiative 6. Oktober“, in: Die Bonnerinnen. Szenarien aus Geschichte und zeitgenössischer Kunst. Bonn 1989, S. 182-185, S. 182. Ausstellungskatalog des Bonner Frauenmuseums.

92 FemArchiv.
93 Meyer, Frauenbewegung, a. a. O.
94 Ebda.
95 Meyer, Frauenbewegung, a. a. O.
96 Gespräch mit Doro Paß-Weingartz am 19. April 2005. Mayer siedelt das Bestehen des Frauenkomitees zwischen 1970/72 und 1977 an: Mayer, Frauenbewegung, a. a. O., S. 182.
97 Meyer, Frauenbewegung, a. a. O., S. 183.
99 FemArchiv.
104 Eine gekürzte Stellungnahme der Frauen des Bonner Frauenforums ist mit Bild abgedruckt als „Bericht aus Bonn“ in: Frauen und Film 7/1976, S. 7f, Bild S. 9.
105 FemArchiv.
106 Frauenliebe. Texte aus der amerikanischen Frauenbewegung. Berlin 1976, S. 133.
107 FemArchiv.
108 Die „Blockhütte“ steht unter dieser Adresse auch im Adressbuch Bonn 1977.
109 Frauenjahrbuch '76. München 1976, S. 234.
110 Meyer, Frauenbewegung, a. a. O., S. 183
111 Gespräch mit Zeitzeuginnen.
112 Infoflyer der Beratungsstelle.
113 Auch diese Quelle finde ich nicht wieder!
114 Gespräch mit Brigitta Lange 2003.
116 De Schnüss. Bonner Stattmagazin. 1978ff. Die Zeitschrift nennt sich seit 1988 „Stadtzeitung aus Bonn“.
117 Mail von Hanna Lindenberg vom 14. Februar 2005.
119 Gespräch mit Brigitta Lange.
120 Meyer, Frauenbewegung, a. a. O., S. 183.
121 Schnüss 2/1979.
122 Mail von (Jo)Hanna Lindenberg vom 7. Februar 2005.
123 Ebda.
124 Gespräche mit Zeitzeuginnen.
125 Infoflyer der Beratungsstelle.
126 Schnüss 11/1979.
127 Mail von Hanna Lindenberg vom 14. Februar 2005.
128 Schnüss 5/1980.
129 Anzeige in „Schnüss“ 5/1980.
131 Ebda. und Darstellungen zu dieser Veranstaltung in „Lesbenstich“ 3/1980 und „Schnüss“ 11/1980. Außerdem auf http://home.t-online.de/home/rosalueste/histrolu.htm, 2005.
133 Meyer, Frauenbewegung, a. a. O., S. 183.
134 Gespräch mit Brigitta Lange, Birgit Gerresheim.
135 Mails von Hanna Lindenberg, a. a. O.
136 Ebda.
137 Schnüss 4/1981.
138 Gespräch mit Birgit Gerresheim.
139 Meyer, Frauenbewegung, a. a. O., S. 183.
141 Lila Lotta. Bonner Frauenzeitung. 1981-1991.
142 FemArchiv.
143 Schnüss 11/1981.
144 Ursula Saschek, Ein kurzer Streifzug durch 20 Jahre Bonner Lesbengeschichte, in: ...und vorwärts, rückwärts, seitwärts, los... 20 Jahre TuBF. Therapie und Beratung für Frauen in Bonn. Bonn 2002, S. 66-74.
146 Schnüss 11/1982.
147 Kalendereintrag Boxhammer.
149 Z. B. Schnüss 7/1983.
150 Ich finde die Quelle hierzu nicht wieder!
151 Gespräche mit Bärbel Lotter.
152 20 Jahre TuBF, a. a. O.
153 Gespräche mit Bärbel Lotter, Selbstdarstellung.
154 Schnüss 4/1983.
156 Erinnerungen Boxhammer.
157 Fragebogen abgedruckt in „Schnüss“ 10/1983.
158 Gespräche mit Birgit Gerresheim, Erinnerungen Boxhammer.
159 Erinnerungen Boxhammer und Schnüss 10/1983.
160 Erinnerungen Boxhammer.
161 Ebda. und Bonner Adressbücher 1978 bis 1989/1990.  Im Adressbuch 1990/1991 wird ein Restaurant aufgeführt.
162 Gespräch mit Margarete Pastuszak.
163 Aufruf in der neuen Studentinnenzeitung „Xanthippe“ (1983-1986), auch in der „Schnüss“ 3/1984, Lila Lotta 6/1984.
164 Erinnerungen Boxhammer, Schnüss 10/1983.
165 Lila Lotta 6/1984.
168 Schnüss 6/1984.
169 Gespräch mit Brigitta Lange.
170 Gespräch mit Marita Blauth.
171 Lila Lotta 6/1984.
172 Wo hatte ich das her???
173 Schnüss 8/1984.
174 Wo stand das???
175 Bettina Bab, Das erste deutsche Frauen Museum, in: Auf den Spuren der Bonnerinnen, a. a. O., S. 97.
177 Schnüss 4/1985.
178 Flyer der Beratungsstelle.
179 Erinnerungen Boxhammer.
180 Reader zum 6. Historikerinnenkongress. Arbeitsgemeinschaft Frauenforschung der Universität Bonn und Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität. Pädagogische Fakultät. Seminar für Geschichte und ihre Didaktik und politische Bildung. Zusammengeheftete Ankündigung mit Vorwort von Hildegard Knitterscheidt, April 1985, mit Abstracts der einzelnen Referentinnen und Kontaktadressen
181 Erinnerungen Boxhammer.
182 Erinnerungen Boxhammer, Gespräche mit Bärbel Lotter, Flyer in Privatbesitz.
183 Lila Lotta 2/1986.
184 Meyer, Frauenbewegung, a. a. O., S. 184.
185 Erinnerungen Boxhammer, Gespräche mit Bärbel Lotter.
186 Gespräche mit Bärbel Lotter.
187 Flyer der Beratungsstelle.
188 Durch einen Erlass der Ministerin für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW wurde der Lehrstuhl von Annette Kuhn um das Lehrgebiet Frauengeschichte erweitert. Porträt von Annette Kuhn in der Lila Lotta 5/1987.
190 Lesbenjahrbuch 1995.
191 Erinnerungen Boxhammer, Broschüre in Privatbesitz. (4 Seiten)
192 truly yours. Nora - Verein zur Förderung der Frauenliteratur e. V. (Hrsg.). Bonn 1986. (16 Seiten)
194 Zitiert nach „Der Spiegel“ 13/1987. Jutta Oesterle-Schwerin war von 1990-1995 Sprecherin des Lesbenrings e. V. und Gründerin der Feministischen Frauenpartei.
195 Gespräch mit Michaela Cox.
197 Gespräch mit Nathalie Güttes.
198 Vgl. 100 Jahre Frauenstudium, a. a. O., S. 102.
199 Erinnerungen Boxhammer. Dazu existiert ein kurzer Super-8-Film in Privatbesitz, der demnächst digitalisiert werden soll.
200 Erinnerungen Boxhammer. Gespräche mit Karin Kroemer.
201 Prospekt „Auf den Spuren der Bonnerinnen“ für „Stadtrundgänge 2003“.
202 Erinnerungen Boxhammer. Siehe zum damaligen Prozessverlauf: http://www.freilassung.de/diskus/intoll.htm, 2005.
206 Meyer, Frauenbewegung, a. a. O., S. 184.
207 Erinnerungen Boxhammer, Flyer in Privatbesitz.
209 Gespräche mit Demonstrantinnen; FemArchiv, Stadtarchiv.
213 Gespräche mit Bärbel Lotter.
214 Kalendereintrag Boxhammer.
217 Kalendereintrag Boxhammer.
218 Gespräche mit Nathalie Güttes.
219 Gespräch mit Margret Mayer.
220 FemArchiv.
221 Erinnerungen Boxhammer, Gespräche mit Bärbel Lotter, Jutta Dalhoff.
222 Vgl. 100 Jahre Frauenstudium, a. a. O., S. 102.
223 Gespräche mit Nathalie Güttes.
225 Gespräche mit Heike Kleemann, Inés Scharrenbroich.
226 Tusnelda. Frauenzeitung des Autonomen Weiberrats der Uni Bonn. 2/1993. Gespräch hierzu mit Heike Kleemann.
230 Erinnerungen Boxhammer.
231 FemArchiv.
232 Gespräche mit Michaela Cox.
234 FemArchiv und Gespräch mit Michaela Cox, Heike Kleemann, Inés Scharrenbroich.
235 Gespräche mit Heike Kleemann, Inés Scharrenbroich.
237 Aussagen von Demonstrantinnen und z. B. Artikel im Bonner „General-Anzeiger“ vom 09.03.1994.
238 Der „Lesbenring“ wurde 1982 als erste bundesweite Lesbendachorganisation gegründet.
239 Editorial des „Lesbenringinfo Juni 1994“ und des „Lesbenringinfo 1997“.
240 Gespräch mit Margarete Pastuszak.
241 Gespräche mit Bärbel Lotter.
242 Gespräche mit Michaela Cox.
243 Erinnerungen Boxhammer.
244 Ebda.
246 „Lesbenringinfo Mai 1996“.
248 Schnüss 6/1997.
249 Erinnerungen Boxhammer und Queer 10/1998.250 www.zentrumbonn.de, 2005.
251 Gespräch mit Nathalie Güttes.
252 Stadtführer Bonn: „Bonn. Schwul. Lesbisch“. Hrsg. vom „Runden Tisch Bonn“ 2000.
254 Selbstdarstellung der Theatergruppe 2004.
256 Gespräche mit Michaela Cox, Heike Kleemann.
261 Erinnerungen Boxhammer.
264 Gespräch mit Lutz Hermanns.
265 Selbstdarstellung der Theatergruppe.
266 Schriftwechsel der SPD-Stadtverordneten Erika Coché mit dem Hausbesitzer der Sternstraße 37.
268 Gespräch mit Margarete Pastuszak.
269 Ebda.
270 Erinnerung Boxhammer.

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Johanna Elberskirchen und ihre Familie vor allem im Bonner Raum


Wann?

Wer?

Berufsbezeichnung / Kommentar

Ort

Straße / Anwesen

1864 (A)

Johanna Carolina

wird geboren

Bonn

Sternstraße 195 (=37)

1872 bis 1875 (CL)

ev. Stadtschule

"Gymnicher Hof" am Vierecksplatz
(heute Berliner Freiheit)

Mai 1872 (A)

Martin

Kaufmann

Sternstraße 37

1875 bis 1882? (CL)

Johanna

ev. Höhere Töchterschule von Julie Klostermann

vermutl. zunächst Auguststraße 2+4,
dann Maarflach 7 (später 7-9)

1877 (A)

Martin

Kaufmann, Colonialwaaren-, Südfrüchte, -Delicatessen-Handlung

1879 (A)

Sternstraße 37

1881 (A)

Kaufmann, Colonialwaaren-, Südfrüchte, -Delicatessen- und –Seefisch-Handlung

Sternstraße 16 UND Meckenheimer Str. 20 (heute Thomas-Mann-Straße)

1883 (A)

Geschw.

Colonialwaaren-Handlung

Meckenheimer Str. 71

Martin

Agent

1884 (bis 1891 RI)

Johanna

Kassiererin bei G. Poppelbaum (Textilgeschäft)

Rinteln

Haus Nr. 122, heute Markt 4

1885 bis 1887 (A)

Martin

Fisch und Südfrüchte-Handl.

Bonn

Brüdergasse 4 (neues Haus)

1890 (A)

1891 (A)

Ida

Modistin

Friedrichstraße 7 (Haus 1904 neu)

J.

Fisch- und Südfrüchte-Handlung

Belderberg 18

M.

Waarenagent

1892 bis 1893

Ida

Modistin

Fürstenstraße 2 (jetzt neues Haus)

J.

Südfrüchte- und Delicatessenhandlung

Belderberg 18

M.

Waarenagent

1894 bis 1897 (A)

Ida

Putz- und Modehandlung

Am Hof 7

J.

Fisch- und Südfrüchtehandlung

Neugasse 16 (spätere Rathausgasse)

Martin

Kaufmann und Waarenagent

Kaufmann, Agenturen- und Commissionsgeschäft (A 1896)

1899 (A)

Ida


Am Hof 7

J.


Rathausgasse 16 (Baulücke)

M.


1891 (bis 1895)

Johanna

(Studentin)

Bern


1897 (bis 1898 CL)

Zürich


bis 1901 (MK)


Locarno +
Zürich


ab 1901 (MK)

(mit der Schweizerin Anna Eysoldt)

Bonn

Rathausgasse 16

1902-1904 (MR/CL)

Johanna
Anna Eysoldt

Längerer Aufenthalt auf Burg Hemmerich (heute zu Bornheim)

Burg Hemmerich

Johanna Elberskirchen und Anna Eysoldt waren vom 31.10.1902 bis zum 5.5.1904 auf Burg Hemmerich "auf Besuch".

Johanna

12. März 1904 Leserinnenbrief in der "Frauen-Rundschau"

1904 (A)

Ida

Modes

Bonn

Bahnhofstr. 15c (heute Am Hauptbahnhof)

Laura

Inh. d. Firma J. Elberskirchen Südfrüchte u. Delicatessen

Rathausgasse 16

1905 (A)

Ida


Bonn

Bahnhofstr. 15c (heute Am Hauptbahnhof)

Laura

Inh. d. Firma J. Elberskirchen Südfrüchte u. Delicatessen

Brückenstr. 37 (NV)

1905-1909 (AL)

Johanna Karolina

Schriftstellerin (AL 1907)

Alfter

Görreshof 17

(gemeinsam mit Anna Eysoldt?)

1906 (A)

Ida

Modes

Bonn

Brückenstr. 35 (NV)

Laura

Inhaberin der Firma: J. Elberskirchen Südfrüchte u. Delicatessen

Brückenstr. 37 (NV)

Martin

Privater

1908/1909 (A)

Ida

Delikat., Südfrüchte, Kolonialwaren

Stockenstr. 7 (heute "Haase-Reisen")

1909-1910 (A)

Johanna

“Fortschrittlicher Verein zu Bonn”
Zweck: Zusammenfassung und Ausbreitung entschieden liberaler Bestrebungen in Bonn und im Wahlkreis Bonn-Rheinbach
1. Vorsitz: Rechtsanwalt Peters
2. Vorsitz: Prof. Ribbert

- Architekt Bloemers, Stadtv. Killy, RA Hermanns, Kaufm. Ungar, Ernst Höhmann, RA Brink, Frl. Dr. Elberskirchen



(gemeinsam mit Anna Eysoldt)

Mehlem

Vulkanstr. 7(NV)

1910 (MK)

(Umzug von Mehlem nach)

BN-Kessenich

Burbacher Str. 80

1910/11 (A)

Ida

Südfrüchte

Bonn

Belderberg 18

1911/12 (A)

Belderberg 1

1912/13 (A)

Frau Eisold

Medizinerin

BN-Kessenich

Burbacher Str. 80

Johanna


1913/14 (A)

Frau Eisold

o.G.

Bonn

Wenzelgasse 61 (NV)

Johanna

Deutscher Reichsverein für Frauen-Stimmrecht Bonn-Rheinbach
1. Vorsitz: Frl. Joh. Elberskirchen
Versammlung am 9.1.1912 (Volksmund 10.1.12)

BN-Kessenich

Burbacher Str. 80

Germaniahalle (damals Friedrichstr. 2)

1914 (CL)


Finkenwalde/ Stettin

Sanatorium

1915 (MK)

(Umzug nach)

Berlin


1915 (bis 1919 CL)

(Säuglingsfürsorge)

?

1918/19 (A)

Ida

Modes

Bonn

Stockenstr. 2

1920 (CL)

Johanna

(Hauskauf mit Hildegard Moniac)

Rüdersdorf

Luisenstraße 32 (heute Rudolf-Breitscheid-Straße 57)

1920 (A)

Ida

Modes

Bonn

Schloßstr. 4a

1922 (A)

A= Adressbuch der Stadt Bonn
AL= Adressbuch des Landkreises Bonn
CL= nach Christiane Leidinger
MK= Bonner Meldekarte
MR= Melderegister der Bürgermeisterei Waldorf 1897-1903, A-H, Stadtarchiv Bornheim
NV= Nicht mehr vorhanden
RI= Melderegister Rinteln
Klammern mit Info von Ingeborg Boxhammer, Stand Oktober 2005 / teilaktualisiert 5/2012