Filmliste Dokumentationen


Deutsche, deutschsprachige und koproduzierte Dokumentationen


Die folgende Liste umfasst mehr als 420 deutsche, deutschsprachige oder koproduzierte Dokumentationen und Reportagen (sowohl Fernsehen als auch Kino) wie auch Magazine und Talkshows, in denen über lesbische Liebe berichtet oder darauf Bezug genommen wird.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Informationen (auch zu nicht genannten Produktionen) werden gerne entgegen genommen. Siehe zur Herkunftsabkürzung den erläuternden Text der Spielfilmliste.
Falls keine Regie angegeben wurde, nenne ich die verantwortliche Redakteurin/den verantwortlichen Redakteur oder die jeweilige Autorin/den jeweiligen Autor, wenn bekannt. Fehlende Informationen werden mit einem Fragezeichen gekennzeichnet.



© Ingeborg Boxhammer (Bonn, aktualisiert 1/2016)


Zitiervorschlag:
Boxhammer, Ingeborg: Deutsche, deutschsprachige und koproduzierte Dokumentationen [online]. Bonn 2009/2016. Available from: Online-Projekt Lesbengeschichte. Boxhammer, Ingeborg/Leidinger, Christiane. URL <http://www.lesbengeschichte.org/film_filmliste_doku_d.html> [cited DATE].
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Filme nach Jahreszahl auswählbar


1932


1940


1963



1966 

1967

1968

1969

1970



1973

1974


1976

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1979

1980

1981

1982

1983

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1986

1987

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2000

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2007

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2016

1932


Die vier Persienfahrer


D 1932              Regie/Redaktion/von: ?


Am 6. Mai 1932 wollten Erika Mann (1905-1969), Klaus Mann (1906-1949), Richard "Rikki" Hallgarten (1905-1932) und Annemarie Schwarzenbach (1908-1942) nach Persien aufbrechen. Hallgarten nahm sich kurz zuvor das Leben und die Reise wurde nicht angetreten. Für die Wochenschau wurden von der Emelka [Münchner Lichtspielkunst AG] Aufnahmen der vier Persienfahrer_innen gemacht, die dann nicht gezeigt wurde? Quelle: Renate Schmidt: Therese Giehse. Na, dann wollen wir den Herrschaften mal was bieten! München 2008, S. 64.


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1940


Der ewige Jude. Dokumentarfilm über das Weltjudentum (Der ewige Jude)


D 1940              Regie/Redaktion/von: Fritz Hippler, 66 min


Antisemitischer Propagandafilm des Dritten Reiches, der in der 5. Rolle, 144 nach Einstellungsprotokoll, die "Titel von sexualaufklärerischen Büchern und Broschüren" zeigt, u. a. werden in der Datenbank des Fritz Bauer Instituts "Berlins Lesbische Frauen / Uranierinnen / Lesbierinnen / Tribaden" genannt. Siehe auch www.cine-holocaust.de, 9/2011


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1963


Künstlerporträt Therese Giehse


BRD 1963              Regie/Redaktion/von: Georg Friedel, SDR, 45 min


Porträt zum 65. Geburtstag der Schauspielerin Therese Giehse (1898-1975), die sich beim Arbeiten filmen ließ, aber kaum etwas von ihrem Privatleben preisgab. So entstanden Aufnahmen der Proben zur Stuttgarter Fernsehfassung von Dürrenmatts "Die Physiker". Quelle: http://www.tvprogramme.net/tvp/70/1972/19720628.htm, 7/2009


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1966


Kinder, die sich lieben


Schweiz 1966              Regie/Redaktion/von: R. Heinickel


Zwei junge Mädchen beziehen einen Jungen in ihre Zärtlichkeiten ein. Quelle: Hans Scheugl, Sexualität und Neurose im Film. Die Kinomythen von Griffith bis Warhol. München 1978, S. 250. Es ist unklar, ob es sich um einen Kurzspielfilm oder eine Dokumentation handelt.




Leben, Liebe – Mann und Frau


BRD 1966                       Regie/Redaktion/von: ?, ARD/SFB


Sechsteilige Aufklärungsreihe für Jugendliche, in der Dr. Martin Goldstein mit Jugendlichen über Sexualität und Liebe sprach. Offenbar wurden zwei Folgen (eine zum Thema "Perversion" und eine zum Thema "Homosexualität") zensiert und nicht gesendet. (Siehe dazu auch http://www.bamby.de/1966/66Leben0.htm, 8/2009)


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1967


Homosexualität – Aufklärung erwünscht


Schweiz 1967                       Regie/Redaktion/von:?, DRS


Die Diskussion bezog sich offenbar nur auf männliche Homosexualität?




Normal – Versuch einer Definition


BRD 1967                    Regie/Redaktion/von: J. Brede, 47 min


Laut der Datenbank "Cinematographie des Holocaust" des Fritz Bauer Instituts stellte diese Dokumentation "Wissenschaftlern und Fachleuten" die Frage, was normal sei. Neben vielen anderen Themen, z. B. "Alltag, Hilfsbereitschaft, Grausamkeit, Kriegszenen, Grausames sehen wollen" etc. werden als behandelte Themen auch genannt: "Wandlung der züchtigen Haus- zur emenzipierten (sic!) Frau, Homosexualität beider Geschlechter". Statements gab es von dem als Künstler ausgewiesenen Max Bense, der Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann und dem hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. S. auch www.cine-holocaust.de, 9/2011


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1968


Werkgespräch: Erika Mann mit Fritz J. Raddatz


BRD 1968                       Regie/Redaktion/von:?, WDR, 30 min


Halbstündiges Interview, das der Journalist Fritz J. Raddatz kurz vor ihrem Tod mit Erika Mann führte.


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1969


Nordschau-Magazin 


BRD 1969                       Regie/Redaktion/von: Eva Müthel, NDR


In der "Sex-Rolle – 50 Jahre sündiger Bildschirm", die der NDR im Dezember 2006 ausstrahlte, gibt es Ausschnitte aus dem Nordschau-Magazin, das Homosexualität oder lesbische Liebe zum Hauptthema hatte.
Neben einigen Interviews mit lesbisch lebenden Frauen werden auch die Betreiberinnen eines Hamburger Frauenlokals nach ihrem Klientel befragt.




Wunderland der Liebe – Der große deutsche Sexreport


BRD 1969                    Regie/Redaktion/von: Dieter Geissler, 83 min


Pseudodokumentarfilm, der neben Stripperinnen und schwulen Priestern auch lesbische Liebe thematisiert.




1970


Abarten der körperlichen Liebe 


BRD 1970                    Regie/Redaktion/von: Franz Marischka, 97 min


Ein Beispiel für so genannte "Aufklärungsfilme" mit Spielszenen, die Anfang der Siebziger gedreht wurden und in denen Homosexualität sehr häufig thematisiert wurde.
Auszug aus der Presseinformation: "Wie aber werden Frauen zu Lesbierinnen? Oft ist es die Furcht des unerfahrenen jungen Mädchens vor der ersten körperlichen Begegnung mit dem Manne…" Zitiert nach Erwin In het Panhuis, Die Harten und die Zarten. Die Darstellung von Homosexualität im Film. Aus Anlaß der Eröffnung der Ausstellung des KCM, Schwulen- & Lesbenzentrums und des Centrums Schwule Geschichte am 14. Dezember 1997 in Münster. (=Schriftenreihe des KCM Schwulen- & Lesbenzentrum e.V., Band 3), S. 36.


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1973


Ehen vor Gericht: In Sachen Lorenz gegen Lorenz 


BRD 1973                    Regie/Redaktion/von: Sina Walden, Rupprecht Essberger, ZDF, 90 min


Info vom Spinnboden Lesbenarchiv Berlin mit Zeitungsausschnitt: "Lesbisch – eine Krankheit?" (Hessische Allgemeine, Ausg. Kassel, 4.12.73) "Ehen vor Gericht" war eine regelmäßige ZDF-Sendung von 1970-2000.




Zärtlichkeit und Rebellion – Zur Situation der homosexuellen Frau 


BRD 1973                    Regie/Redaktion/von: Eva Müthel, 45 min


Erste Fernsehdokumentation über Lesben. Unter Lesben war sie umstritten (vgl. Dokumentation der Frauengruppe der Homosexuellen Aktion Westberlin 1974) und siehe auch "Lesbische Spuren im Film – Die siebziger Jahre".


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1974


 …Und wir nehmen uns unser Recht ! Lesbierinnen in Deutschland 


BRD 1974                    Regie/Redaktion/von: Claus Ferdinand Siegfried, 45 min


Fernsehdokumentation über Lesben und ihre politischen Aktivitäten, Interviews mit Frauen der HAW (Homosexuelle Aktion Westberlin), mit denen die Doku gemeinsam entwickelt wurde. Der Film hatte zentrale Politisierungswirkung und sorgte dafür, dass die HAW Post v.a. von isoliert lebenden Lesben bekam. Siehe auch: In Bewegung bleiben, Berlin 2007, S. 31-61.


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 1976


Sparring: Homosexualität, noch immer ein Tabu


BRD 1976                    Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 60 min


Info von Peter Thommen, Basel.


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1977


Wir Frauen sehen uns an Erfahrungen aus der Frauenbewegung 


BRD 1977                    Regie/Redaktion/von: Edith Schmidt u. a., ZDF, 40 min


Porträt der deutschen Frauenbewegung mit Erwähnung von Lesben, Interviews mit Macherinnen des Verlags "Frauenoffensive" und der Zeitschrift "Courage", Berichte aus Italien, Ausschnitte aus dem dänischen Emanzipationsfilm "Nehmen Sie es wie ein Mann, Madame" (1974/75) und aus Filmen von Agnès Varda.


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1978


Telearena: Homosexualität  


Schweiz 1978               Regie/Redaktion/von: Xavier Koller, 140 min


Am 12. April 1978 strahlte das Schweizer Fernsehen (SF DRS) eine Diskussion über Schwule und Lesben aus. Ca. 50 Personen sitzen in einem Halbrund und können sich nach einem live gespielten Theaterstück zum Thema zu Wort melden. Ausschnitte aus dieser Sendung sind in "Katzenball" zu sehen.


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1979


Aber normal ist es ja gerade nicht


Schweiz 1979               Regie/Redaktion/von: Homex (AG Zürcher Lesbengruppe), 50 min


Interviews mit Züricher PassantInnen über Homosexualität. Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.




Armee der Liebenden oder Revolte der Perversen


BRD 1979                    Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, 107 min


Rosa von Praunheim skizziert hier seine Sicht auf die Homosexuellenbewegung ab 1929, wirft einen Blick auf die US-amerikanische Bewegung nach Stonewall und zeigt Bilder von CSD-Demonstrationen. Die Aktivistin Rose Jordan kommt auch zu Wort.




Tag für Tag


DDR 1979                    Regie/Redaktion/von: Volker Koepp, DEFA, 20 min


Porträt einer jugendlichen Schweißerin; es wird deutlich, dass sie lesbisch lebt.


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 1980


Unter Rock


BRD 1980                    Regie/Redaktion/von: Birgit Durbahn, Andrea van der Straeten, 45 min


Porträt der lesbischen Frauenrockband "Unter Rock" anlässlich ihres letzten Auftritts in Hannover am 30. April 1980. Quelle: Julia Knight: Frauen und der Neue Deutsche Film. Aus dem Englischen von Fabienne Quennet. Marburg 1995, S. 73.




Was soll'n wir denn machen ohne den Tod? 


BRD 1980                    Regie/Redaktion/von: Elfi  Mikesch, 101 min


Porträt alter Frauen in einem Altersheim in Hamburg-Altona; zwei Frauen, die ihre Liebe zueinander entdeckt haben, verbringen ihren Lebensabend gemeinsam.


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1981


Wir arbeiten fest an unseren Träumen 


BRD 1981                    Regie/Redaktion/von: Gabriele Niemeyer u. a., 40 min


Lesbische Frauen besetzen in Berlin ein Haus. Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.


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1982


Aufstand der Hexen 


BRD 1982                    Regie/Redaktion/von: Gordian Troeller, Claude Deffarge, 45 min


Betrachtungen zur neuen deutschen Frauenbewegung (auch lesbische Mütter). Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.




Das ganze Leben 


Schweiz 1982               Regie/Redaktion/von: Bruno Moll, 112 min


Semidokumentarfilm über die 50-jährige Barbara, die ihr ganzes Leben in Erziehungsheimen, Gefängnissen und anderen Anstalten verbracht hat. Die Rückblenden in ihre Jugend wurden inszeniert und von Serena Wey dargestellt. Die reale Barbara und ihre Darstellerin diskutieren u. a. ihr Leben und auch ein wenig ihr Lesbischsein.




Im Jahr der Schlange 


BRD 1982                    Regie/Redaktion/von: Heide Breitel, 102 min


Virtuoses Frauenporträt von Frauen des Jahrgangs 1941, die "Im Jahr der Schlange" geboren sind und zusammen ihren 40. Geburtstag feiern; Anke Rixa-Hansen lebt als einzige von ihnen lesbisch.




L.E.S.B.I.S.C.H. (L.E.S.B.I.S.C.H.) 


BRD 1982                    Regie/Redaktion/von: Inge von Bönninghausen, WDR, 45 min


Dokumentation über lesbisches Leben Anfang der achtziger Jahre. U. a.: steht Hella von Sinnen auf der Kölner Domplatte und verhökert Bücher mit der Frage: Was spricht gegen Homosexualität? Und die Bücher sind leer.




Tausendundeine Nacht  


Schweiz 1982               Regie/Redaktion/von: Homex (AG Zürcher Lesbengruppe), 70 min


Aktivitäten von Schweizer Lesben. Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.




Zwischen den Kämpfen 


BRD 1982                    Regie/Redaktion/von: Kristine Preuß, 30 min


Video über lesbische Frauen, die in Berlin ein Haus besetzt haben. Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.


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1983


3 nach 9


BRD 1983                    Regie/Redaktion/von: ?, Radio Bremen


Als Reaktion auf eine Sendung vom 4. November 1983 wurde in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "Courage" ein Brief veröffentlicht: In diesem offenen Brief an den Intendanten von Radio Bremen möchte sich Judith Offenbach, die Autorin des Lesbenromans "Sonja - eine Melancholie für Fortgeschrittene" (erst Jahre später wurde bekannt, dass "Judith Offenbach" ein Pseudonym für Luise F. Pusch war), über den Moderator der Sendung "3 nach 9" vom 4.11.1983, "Herrn Hetero", beschweren, weil er sich gegenüber einer Anruferin verletzend verhalten hat. Sie wirft ihm vor, die Angabe der Anruferin, sie habe ein "lesbisches" Problem, mehrmals absichtlich nicht verstanden und sich auch nicht dafür entschuldigt zu haben. Zur Sendung war die österreichische Publizistin und Psychologin Gerti Senger (geb. 1942) eingeladen. Der Brief ist abgedruckt in Courage 12/1983, S. 62.




Bekenntnis zum Anderssein Homosexuelle Jugendliche und ihre Eltern 


BRD 1983                    Regie/Redaktion/von: Lucas Maria Böhner, Rudi Finkler, HR


Info vom Spinnboden Lesbenarchiv Berlin mit Zeitungsartikel aus dem "Kölner Stadtanzeiger", Ausg. Köln, 8.1.1983. Siehe auch http://www.zeit.de/1983/02/Es-geht-auch-anders.




Bondage 


BRD 1983                    Regie/Redaktion/von: Monika Treut, 20 min


Porträt einer New Yorkerin, die sich gern fesseln lässt und die dabei gefilmt wird.




Handel und Wandel 


BRD 1983                    Regie/Redaktion/von: Katharina Geinitz, 76 min


Porträt der Händlerin Elke Matz, die lesbisch lebt.




Klassentreffen. 10 Jahre Lesbenarchiv 


BRD 1983                    Regie/Redaktion/von: ?,


Doku über das Lesbenarchiv Spinnboden in Berlin.




Sehnsucht nach Frauen Dorothy Arzner 


BRD 1983                    Regie/Redaktion/von: Katja Raganelli, Konrad Wickler, ZDF, 45 min


Porträt über die Hollywood-Regisseurin Dorothy Arzner (1897-1979), die offen lesbisch gelebt hat und eine der wenigen führenden Frauen der Filmindustrie war.


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1984


Ich bin ein sehr gebranntes Kind – Erika Mann


BRD 1984                    Regie/Redaktion/von: Helga Keiser-Heyne, 60 min


Porträt über Erika Mann (1905-1969), Tochter von Thomas Mann (1875- 1955) und Schwester von Klaus Mann (1906-1949), die u. a. sehr erfolgreich als Kabarettistin, Essayistin und Schauspielerin gearbeitet hat. Vorgestellt wird hier auch das von ihr und Therese Giehse 1933 gegründete politische Kabarett "Die Pfeffermühle".


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1985


Klischee – Lesben im Film


BRD 1985                    Regie/Redaktion/von: Maria Schmidt, Madeleine Bernstorff, Claudia Richarz, Birgit Durbahn, 100 min


Videokompilation zahlreicher Ausschnitte aus Lesbenfilmen, die "Bildwechsel" in Hamburg zu dieser Zeit im Archiv aufbewahrte.




Muß es denn gleich beides sein? Hilde Radusch Aus dem Leben einer Aufsässigen


BRD 1985                    Regie/Redaktion/von: Pieke Biermann, Petra Haffter, NDR, 40 min


Porträt der Kommunistin und Widerstandskämpferin Hilde Radusch (1903-1994), die hier selbst zu Wort kommt und aus ihrem bewegten Leben erzählt.


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1986


Mein Kind ist homosexuell 


BRD 1986                       Regie/Redaktion/von: ?, ZDF


Homosexuelle Jugendliche schildern die Probleme mit ihren Eltern. Quelle: http://www.lesbenberatung-berlin.de/html/ver_geschi.htm, 2006


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1987


Anita Berber Tänze des Lasters 


BRD 1987                    Regie/Redaktion/von:  Rosa von Praunheim, 87 min


Biografie der legendären Tänzerin Anita Berber (1899-1928), deren Lebensstationen in Spielsequenzen inszeniert werden.




Hoffnungslos lesbisch 


BRD 1987                    Regie/Redaktion/von: Sabine Peter


Doku über das Hamburger Lesbenpfingsttreffen 1987, Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.




Mein Leben auf dem Frauenwiderstandscamp Hunsrück


BRD 1987                    Regie/Redaktion/von: Ulrike Rosner, 4 min




Visite (Ratgeber-Sendung)


DDR 1987                    Regie/Redaktion/von: ?, ? min


Das Motto der Sendung lautete: "erkennen, behandeln, vorbeugen". Das Magazin fungierte als populärer Gesundheitsratgeber und beschäftigte sich am 5. September 1987 mit einer Mutter, deren 17-jähriger Sohn ihr "gestanden" hatte, dass er homosexuell sei. Die Sendung sollte aufklärend wirken und Vorurteile abbauen. Laut Sebastian Mohr war dies die erste Fernsehsendung der DDR, die sich mit dem Thema Homosexualität befasste. Siehe Sebastian Mohr: Sexualität als Kategorie des Wissens, in: Johler, Reinhard; Matter, Max; Zinn-Thomas, Sabine (Hrsg.): Mobilitäten. Europa in Bewegung als Herausforderung kulturanalytischer Forschung. Waxmann 2011, S. 165-173, S. 167. Dem ging jedoch offenbar wenige Montae zuvor die Sendung "Urania Extra" (am 10.3.1987 um 21:20 Uhr) voraus, die über AIDS und AIDS-Phobien informierte. Siehe Olaf Brühl: Sozialistisch und schwul. Eine Chronologie, ohne Jahr, auf www.olafbruehl.de/21bruehl.pdf, 5/2012


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1988


Die andere Liebe


DDR 1988            Regie/Redaktion/von: Helmut Kißling, Axel Otten, DEFA, 35 min


Film, der vom deutschen Hygienemuseum in Auftrag gegeben worden war – Interviews mit zwei Lesben und mit Schwulen. Quelle: http://www.film.at/die_andere_liebe/detail.html?cc_detailpage=full, 6/2009.




Was kommt nach EMMA's Herbert?


BRD 1988            Regie/Redaktion/von: Bonner Vorbereitungsgruppe, 19 min


Provokantes Feature als Vorbereitung zur gleichnamigen Bonner Diskussionsveranstaltung am 27.10.1988, zu der das Video auch vorgeführt wurde. Thema war die Kritik an der Frauenzeitschrift "EMMA", die gerade eine "Herbert"-Ausgabe für Männer veröffentlicht hatte und nach Meinung der fünf Autorinnen inhaltlich immer flacher wurde.


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1989


Christopher Street Day 


Österreich 1989            Regie/Redaktion/von: Christa Biedermann, 11 min


"Dokumentarische Impressionen mit Tricksequenzen vom Lesben- und Schwulentag in Berlin, Juni 1989." Quelle: FrauenVideoKatalog 1990.




Sie für Berlin 


BRD 1989                    Regie/Redaktion/von: Kirsten Lenk, Christine Olderdissen, 12 min


Eindrücke vom CSD-Berlin 1989.




Überleben in New York 


BRD 1989                    Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, 90 min


Porträtfilm über drei Frauen, Claudia, Anna und Ulli, die sich in New York niederlassen wollen. Das Leben dort verändert auch ihr bisheriges Leben. Claudia trennt sich von ihrem Freund und geht eine Liebesbeziehung mit einer Frau ein.


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1990


Sally Forth 


BRD 1990                    Regie/Redaktion/von: Inka Petersen, 20 min


Porträt einer Londoner Lesbe, die über sich und ihre Projekte berichtet. Auch ihre Freundin kommt zu Wort


 


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1991


… viel zuviel verschwiegen


Deutschland 1991                       Regie/Redaktion/von: Christina Karstädt, Anette von Zitzewitz, 78 min


Die ostdeutsche Dramaturgin Christina Karstädt und die westdeutsche Psychologin Anette von Zitzewitz interviewen Frauen zwischen 28 und 67 Jahren zu ihrem Leben als Lesben in Ostdeutschland von der Zeit des Nationalsozialismus bis zur Wende. 1996 veröffentlichten beide Autorinnen ein gleichnamiges Buch zum Film im hoho-Verlag.




Die Braut heißt Uwe


Deutschland 1991                       Regie/Redaktion/von: Rita Knobel-Ulrich, ARD/NDR, 30 min


In der Reihe 'Gott und die Welt': Seit 1990 dürfen Homosexuelle in Dänemark heiraten – mit allen Rechten und Pflichten wie Heterosexuelle. Ein TV-Team beobachtete ein lesbisches und ein schwules Paar bei der standesamtlichen 'Registration', wie diese Form der Eheschließung heißt, und vergleicht die Situation in Dänemark mit der in Deutschland. Quelle: http://www.tvprogramme.net, 6/2006




Doppelpunkt: Wenn Frauen Frauen lieben


Deutschland 1991                    Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 60 min


Drei lesbische Frauen, eine Mutter einer jungen Lesbe und ein Mann, den seine Freundin wegen einer Frau verlassen hat, erzählen Moderator Michael Steinbrecher von ihren Erfahrungen. Die Lesben, unter ihnen die Berliner Radiomoderatorin Manuela Kay, deren lesbische Mutter hinter ihr im Publikum sitzt, berichten von ihrem Coming out, ihrem Leben als Lesbe und von diversen Diskriminierungen. Auch das überwiegend lesbische Publikum beteiligt sich an den Statements.




Läsbisch TV


Deutschland 1991-1993                      Regie/Redaktion/von: ?, FAB, 60 min


Das erste lesbische Fernsehmagazin wurde vom 11. April 1991 bis zum 15. Mai 1993 monatlich im Berliner Regionalkabelsender FAB (Fernsehen aus Berlin) gesendet und an öffentlichen Frauenorten wiederholt; u. a. gab es auf der Feminale 1992 in Köln Ausschnitte der ersten zehn Sendungen zu sehen. Siehe auch: In Bewegung bleiben, Berlin 2007, S. 377.




Die rosa Nordschau


Deutschland 1991-1993                      Regie/Redaktion/von: ?, RB, 15 min


Bremer Videomagazin für junge Schwule und Lesben, wurde später im offenen Kanal gezeigt. Siehe http://bremen.gay-web.de/magazin/medien05.html, 7/2009


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1992


Frauenfragen: Ich kenne eine Lesbe und Sie? 


Deutschland 1992                       Regie/Redaktion/von: Inge von Bönninghausen, WDR, 45 min


Moderatorin Bönninghausen outet sich in der eigenen Sendung – zusammen mit der Journalistin Viola Roggenkamp.
Inge von Bönninghausen stellt Lesben-Zeitschriften und Bücher vor, lässt im Kölner Frauenbuchladen Viola Roggenkamp zum Thema zu Wort kommen; es gibt einen Ausschnitt aus "Und wir nehmen uns unser Recht" mit einem kurzen Statement von Ilse Kokula 20 Jahre später. Des Weiteren gibt es auch einen Ausschnitt aus dem Bonner Kongress der FI 6. Oktober, "Berührungsängste" (1991), auf dem die Autorin Marie Sichtermann spricht.




Hans Meiser: Homo-Ehe (? Titel unbekannt)


Deutschland 1992                       Regie/Redaktion/von: ?, RTL, 60 min


Laut "Fernsehlexikon" lief die Talkshow mit Hans Meiser als Moderator von 1992 bis 2001; gleich zu den ersten Themen gehörte offenbar die Homoehe. (S. 510)




Ich bin meine eigene Frau 


Deutschland 1992                       Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, 91 min


Porträt des Lebens der Charlotte von Mahlsdorf (geboren als Lothar Berfelde, geb. 1928), die schon als Heranwachsender gern Frauenkleider trug und damit bei der lesbischen Tante Luise auch keine Probleme hatte. Tante Luises Geliebte Charlotte Schrobsdorf war bereits tot, als Lothar zu ihr kam. Charlotte von Mahlsdorf begründete in Berlin das Gründerzeitmuseum, dessen Ausstellungsstücke aus finanzieller Not über die Jahre verkauft werden mussten, da weder der DDR-Staat noch später die Bundesregierung dieses Museum dulden und unterstützen wollten.
Ein groß inszeniertes Lesbentreffen 1978 in der DDR wurde von der Polizei verboten, ein anderes Homosexuellenfest mit über 500 TeilnehmerInnen, nach dem Anschluss an die BRD, von Neonazis gestürmt.
Charlotte von Mahlsdorf starb 2002.




Ich stelle mich: Alice Schwarzer 


Deutschland 1992                       Regie/Redaktion/von: ?, ARD, 60 min


Moderation: Carl-Hinrich Casdorff. Neben 15 Jahren "Emma" geht es auch um Inhalte der Zeitschrift, um Kleinanzeigen und Frauenbeziehungen und um diverse öffentlich geführte Debatten.




Schwule und Lesben unter dem Kreuz (-Homosexuelle Geistliche und ihre Probleme)


Schweiz 1992               Regie/Redaktion/von: ?


Quelle: http://www.gay-bern.ch/schwubliothek/videos.html, 2006




Verzaubert – Drittes Reich und Wirtschaftswunder – Geschichten vom anderen Ufer


Deutschland 1992                       Regie/Redaktion/von: Dorothee von Diepenbroick, Jörg Föckele, Jens Golombek, Dirk Hauska, Sylke Jehna, Claudia Kaltenbach, Ulrich Prehn, Johanna Reutter, Katrin Schmersahl, 84 min


"Dokumentarfilm über Schwule und Lesben im Hamburg der 40er und 50er Jahre. 13 Frauen und Männer geben Auskunft, wie sie in der NS-Zeit und im Nachkriegs-Deutschland lebten – über Verfolgung und Vernichtung, Diskriminierung und Tarnung, Veränderungen und Kontinuitäten, über Subkultur und ihren Alltag." (Cover-Text)




Vom Grau zum Lila Junge Lesben über sich 


Deutschland 1992                       Regie/Redaktion/von: Tina Perincioli, 30 min


Berliner Dokumentation der Junge-Lesben-Gruppe der Lesbenberatung Berlin zusammen mit dem offenen Lesbentreff von Mädchenpower München. Junge Frauen erzählen von ihrem Coming out und von den Reaktionen ihrer Umwelt.


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1993


Die andere Ehe: Lesben und Schwule immer noch diskriminiert und ausgegrenzt


Deutschland 1993                       Regie/Redaktion/von: Manuel Kock, 135 min, 3sat


"Männliche und weibliche Homosexuelle haben in den letzten Jahren eine recht aktive, fest umrissene Szene entwickelt, die durch ihre Kneipenkultur, politische Aktionen und spezifische Organisationen geprägt ist. In dieser Diskussionssendung berichten Schwule und Lesben über ihre Lebensformen, ihre Erfahrungen und Probleme in dieser Gesellschaft. Dazu werden auch Filme aus dem Leben der Diskussionsteilnehmer eingespielt." Quelle: kobv (Kooperativer Bildungsverbund Berlin-Brandenburg), http://se3.kobv.de, 5/2007.




An die Freundinnen (K Podrugam) 


Deutschland/Russland 1993           Regie/Redaktion/von: Natalja Sharandak, 64 min


Lesben in Russland sprechen über ihr Leben und ihr Coming out.




Arithmetik der Gleichberechtigung 


Deutschland/Russland 1993           Regie/Redaktion/von: Natalja Sharandak


 



 

Lesbenkosen oder wie Lesben zu Prinzessin und Kröte werden ...  


Deutschland 1993                       Regie/Redaktion/von: Helma Eller, 36 min


Auf dem Lesbenfrühlingstreffen im Mai 1993 in Freiburg wurde gefragt, ob und welche Koseworte die Befragten für ihre Liebsten benutzen.




Moskito: Schwul lesbisch? 


Deutschland 1993                       Regie/Redaktion/von: ?, 29 min, SFB


"Der Film zeigt in Sketchen, Spielszenen, Interviews und Musikclips solche und noch dümmere Vorurteile und wie junge Homosexuelle versuchen, sich dagegen zu wehren." Quelle: http://www.politische-bildung.nrw.de/multimedia/02136/index.html, 6/2009.
Moskito – Nichts sticht besser = Jugendsendung des SFB zwischen 1987 und 1995.




Weiß nicht – Homosexuelles Doppelleben


Deutschland 1993                       Regie/Redaktion/von: Sabine Zurmühl, arte, 45 min


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1994


… trotzdem wie ne Familie 


Deutschland 1994                       Regie/Redaktion/von: Biddy Pastor, 29 min


Porträt zweier Kinder mit lesbischen Eltern: Elke lebt mit Ulrike und deren Töchtern zusammen, womit die beiden Frauen und die Kinder weniger Probleme haben als ihre unmittelbare Umwelt, die dieser Art von Lebensgemeinschaft mit Ängsten und Vorurteilen begegnet.




 Boulevard Bio: Wenn Frauen Frauen lieben


Deutschland 1994                       Regie/Redaktion/von: ?, ARD, 60 min


In seiner Talkshow begrüßte  Alfred Biolek zum Thema "Wenn Frauen Frauen lieben" eine lesbische Polizistin, die Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann und  Lilly Wust (1913-2006), die durch ihre tragische Liebesgeschichte mit der jüdischen Widerstandskämpferin  Felice Schragenheim (1922- vermutlich 1945) zu umstrittenem Ruhm gelangt war. Die Geschichte wurde von Erika Fischer aufgeschrieben und von Max Färberböck 1997 verfilmt.




Doppelpunkt: Können Schwule und Lesben Eltern sein?


Deutschland 1994                       Regie/Redaktion/von: ?, 3sat, 60 min


Talkshow auf 3sat am 7. Februar 1994.




Das kurze Glück zum langen Traum 


Deutschland  1994                        Regie/Redaktion/von: Sabine Stadtmüller, WDR, 45 min


Lilly Wust (1913-2006) erzählt von ihrer Begegnung mit der jüdischen und lesbischen Widerstandskämpferin Felice Schragenheim (1922- vermutlich 1945) und von ihrer gemeinsamen Liebesgeschichte während der NS-Zeit. Unter dem Titel "Aimée & Jaguar" porträtierte 1994 Erika Fischer die Geschichte im gleichnamigen Buch; 1997 entstand ein Film gleichen Titels. Siehe zur Kritk an diesen Darstellungen "Lesbische Spuren im Film: Die neunziger Jahre".




 

Lesbenfrühling zwischen Höhenflug und Bruchlandung


Deutschland 1994                       Regie/Redaktion/von: Mona


Bericht über das Lesbenfrühlingstreffen in Heidelberg 1994.




Liebe kann so schön sein 


Deutschland 1994                       Regie/Redaktion/von: ?


Videofilm für den Unterricht (Landesbildstelle Berlin).




LIS Lesben in Sicht


Deutschland 1994-1999                       Regie/Redaktion/von: ?


Magazin im Offenen Kanal Hamburg. Eine Übersicht über Geschichte und Themen diverser Sendungen steht auf http://hamburg.gay-web.de/lis/.




So sagte ich es meiner Mutter


Deutschland 1994                       Regie/Redaktion/von: Helma Eller, 32 min


Teilen Lesben ihren Müttern mit, dass sie Frauen lieben? Wie reagieren die Mütter? Haben sie es geahnt? Die Interviews, die auf diese Fragen Auskunft geben, entstanden beim Lesbenfrühlingstreffen 1994 in Heidelberg.

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1995


Brüste 


Deutschland 1995/96                       Regie/Redaktion/von: Helma Eller, 66 min


Helma Eller stellte auf dem Lesbenfrühlingstreffen 1995 Fragen zum Thema "Brüste".


 




Paris war eine Frau (Paris was a woman) 


USA/GB/Deutschland 1995            Regie/Redaktion/von: Greta Schiller, 75 min


Porträt der Kultur- und Kunstszene im Paris der zwanziger Jahre. Porträtiert werden Gertrude Stein (1874-1946), Janet Flanner (1892-1978), Sylvia Beach (1887-1962) und viele andere – zum Teil mit Originalstimmen und -zitaten.




Die Sache mit Danielle


Deutschland 1995                       Regie/Redaktion/von: Sylvie Banuls, 94 min


Danielle lebt mit ihrem Mann und ihrer Freundin zusammen und führt eine Dreiecksbeziehung.


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1996


"… eine Lebensart! Lesben und Schwule in Cottbus 


Deutschland 1996                       Regie/Redaktion/von: Falk Scholz, 20 min


"Junge Lesben und Schwule erzählen in diesem Video über ihr persönliches und gesellschaftliches Coming Out, das Verliebtsein, den ersten Kuß, ihre Partnerschaft und ihre Erfahrungen mit dem Anderssein. In diesem Video werden Passanten zur Thematik Lesben und Schwule befragt. Es kommen drei lesbische Mädchen und drei schwule Jungen zu Wort. Die Mutter eines schwulen Jungen erzählt. Der Film ist unkommentiert." kobv (Kooperativer Bildungsverbund Berlin-Brandenburg, http://se3.kobv.de, 5/2007)




Gleich und nicht gleich


Deutschland 1996                       Regie/Redaktion/von: Roswitha Ziegler, 20 min


Zwei Lesben erzählen über sich.




Eine Lesbe macht noch keinen Frühling 


Deutschland 1996                       Regie/Redaktion/von: Inge von Bönninghausen, WDR, 45 min


Das Magazin "Frauen-Fragen" präsentiert Eindrücke von den Workshops auf dem Lesbenfrühlingstreffen 1996 in München (Motto: "Und sie bewegt sich doch!") und eine Buchvorstellung mit Viola Roggenkamp und ihrer Publikation "Von mir soll sie das haben?" Moderatorin Inge von Bönninghausen beleuchtet die rechtliche Situation von Lesben: Kurzreportagen informieren über Benachteiligungen im Mietrecht, Erbrecht und im Krankheitsfall. Dazu äußert sich auch Ingrid Steinmeister vom Lesbenring e. V. Ein weiteres Porträt befasst sich mit den rechtlichen Schwierigkeiten, auf die Lesben mit Kinderwunsch stoßen. Autorinnen der Beiträge sind u. a. Karin Jurschik, Claudia Müller und Sabine Stadtmüller.




Mein Kind ist homosexuell


Deutschland 1996                       Regie/Redaktion/von: ?, VOX, 45 min


Betroffene berichten über Ängste und Vorurteile nach dem Coming-out. Quelle: http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=9260373&top=SPIEGEL, 6/2009


 


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1997


Ehen vor Gericht 


Deutschland 1997                       Regie/Redaktion/von: ?, ZDF


"Frau Eva nimmt ein lesbisches Verhältnis zu ihrer Chefin auf. Kopilot Bernd, Evas Ehemann, hält das zunächst für eine erotische Caprice. Doch bald beschäftigen sich Richter und Anwälte mit dem Kasus. Die Hormone hüpfen im Dreieck, tönt es im ZDF-Pressetext. Mit 32 Jahren eine lesbische Ader entdeckt. Kann das sein, darf das sein? Auf diese Frage gibt es – ohne Anwaltsgebühren – eine Antwort: ja." Quelle: Der Spiegel, 37/1997




Late at Night


Deutschland 1997                       Regie/Redaktion/von: Stefanie Jordan, Stefanie Saghri, Claudia Zoller, 5 min


Reminiszenz an die Jazzmusikerin Cassandra Wilson.




Lesben fehlt nur der richtige Mann!


Deutschland 1997                       Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben, 45 min


Arabella Kiesbauer (Talkshow).




Simone de Beauvoir 


Deutschland 1997                       Regie/Redaktion/von: Karl-Heinz Götze, Ralph Quinke, 60 min


Porträt. Alice Schwarzer geht in einer kurzen Sequenz auf Simone de Beauvoirs (1908-1986) homosexuelle Verhältnisse ein.




Virginia Woolf & Vita Sackville-West


Deutschland 1997                       Regie/Redaktion/von: Anita Eichholz, BR, 60 min


Porträt der Beziehung zwischen Virginia Woolf (1882-1941) und Vita Sackville-West (1892-1962).




Wo sind die feministischen Junglesben? 


Deutschland 1997                       Regie/Redaktion/von: Lesbengruppe aus Köln, 13 min


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1998


Aber leiden wollt ich ja nicht 


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: Silja Lex, Petra Stadler, 28 min


VideoDokumentation über die Erfahrungen lesbischer Frauen im Alter zwischen 50 und 72 Jahren in Deutschland.




Aufruf zum Ungehorsam. Zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung 


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: Birgit Schulz, WDR, 45 min


Die Dokumentation beginnt mit einem Blick auf die Lebensumstände von Frauen um 1900 und liefert Informationen u. a. über Anita Augspurg (1857-1943) und Lida Gustava Heymann (1868-1943), einen Interviewausschnitt mit der Frauenrechtlerin Gertrud Baer (1890-1981), mit Elisabeth Selbert (1896-1986), in den Siebzigern viel Alice Schwarzer, ein kurzer Ausschnitt aus einem "Flying Lesbians"-Auftritt, Erwähnung des Itzehoe-Prozesses gegen das lesbische Paar Ihns/Andersen als Initialisierung einer neuen Bewegung. Redaktion: Inge von Bönninghausen.




Dürfen Homosexuelle Kinder kriegen? 


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: ?, Sat1


Johannes B. Kerner (Talkshow).




Einmal Sex mit einer Frau, deswegen bin ich doch nicht lesbisch


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: ?, RTL


Bärbel Schäfer (Talkshow).




Ich bekehre jede Lesbe


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben


Arabella Kiesbauer (Talkshow).




Ich werde nicht damit fertig, daß meine Tochter lesbisch ist


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: ?, Sat1


Jörg Pilawa (Talkshow).




Marlene Dietrich (1901-1992)


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: Michael Strauven


In diesem Porträt wird auch Marlene Dietrichs (1901-1992) Bisexualität erwähnt.




Meine Eltern sind andersrum! 


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: ?, Sat1


Vera am Mittag (Talkshow).




Meine Mutter ist lesbisch


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: ?, RTL


Bärbel Schäfer (Talkshow).




Nach der Eiszeit


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: Trevor Peters, 88 min


Ein Porträt über fünf lesbische Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern.




Schwule und Lesben – Ein Recht auf Ehe?


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: ?, Sat1


Vera am Mittag (Talkshow).




Wann dürfen Homos endlich heiraten?


Deutschland 1998                       Regie/Redaktion/von: ?, RTL


Ilona Christen (Talkshow).

 


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1999


30 Jahre CSD


Deutschland 1999                       Regie/Redaktion/von: Claudia Müller, 60 min


Moderation: Bettina Böttinger.




Gay Watch


Deutschland 1999                       Regie/Redaktion/von: ?, VOX


Schwul-lesbische Talkshow, die nur drei Mal auf Vox gesendet und dann wieder eingestellt wurde. Quelle: Fernsehlexikon, 2005.




"Homo-Ehe" Gleiche Rechte für gleiche Geschlechter?


Deutschland 1999                       Regie/Redaktion/von: ?, 3Sat


Ruge. neunzehnZehn (Talkshow).




Ihr Homos geht mir auf die Nerven


Deutschland 1999                       Regie/Redaktion/von: ?, RTL


Ilona Christen (Talkshow).




Lebenskünstlerinnen


Deutschland 1999                       Regie/Redaktion/von: Gesine Meerwein, Katharina Gruber, 108 min


"Die Idee zu dieser Videodokumentation hat sich aus den eigenen Erfahrungen der beiden Freiburger Filmemacherinnen mit Krebserkrankung, der Begleitung in diesem Prozeß und den damit verbundenen unterschiedlichen Aspekten von lebensbedrohlichen Krankheiten entwickelt." Siehe dazu http://www.lebenskuenstlerinnen.de/lebk/lebk.htm, 2009.




Lesbe, Du hast nur keinen abbekommen! 


Deutschland 1999                       Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben


Andreas Türck (Talkshow).




Nobody is Perfect


Deutschland 1999                       Regie/Redaktion/von: Maria Schmidt, 84 min


Videokompilation zum Thema lesbische Idole.




Paragraph 175 (Paragraph 175)


UK/Deutschland/USA 1999                       Regie/Redaktion/von: Jeffrey Friedman, Robert Epstein, 70 min


Dokumentation über sieben Überlebende des Nazi-Regimes, die als Homosexuelle verfolgt und inhaftiert wurden. Als einzige Lesbe wird hier Annette Eick (1909-2010) interviewt.




Rules of the Game (Rules of the Game)


Deutschland/USA 1999                 Regie/Redaktion/von: Jörg Föckele, 48 min


"Charly ist 16 Jahre alt, stammt aus der Dominikanischen Republik und ist schwul; die 20jährige Peachy ist Amerikanerin afrikanischer Abstammung und identifiziert sich als Lesbe; Angel, 20, fragt sich, ob sie transsexuell ist; Maxx, 16, Latino, hatte sein Coming Out mit 13. Für den Film wählte jeder ein Kostüm, einen Drehort und ein musikalisches Thema für eine zweiminütige "Phantasie Sequenz", die einen Teil von ihnen repräsentiert, den man auf den ersten Blick nicht sieht." Katalog Max Ophüls Preis




Warum seht ihr Lesben immer so hässlich aus?


Deutschland 1999                 Regie/Redaktion/von: ?, RTL


Bärbel Schäfer (Talkshow).


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2000


Claire Waldoff – Wer schmeißt denn da mit Lehm


Deutschland 2000                   Regie/Redaktion/von: Elisabeth Publig, 30 min


Porträt der Gelsenkirchener Volkssängerin Clara Wortmann (1884-1957), die als Claire Waldoff in Berlin vor allem in den zehner und zwanziger Jahren als unangepasste Kabarettistin Karriere machte und mit Olly von Roeder zusammen lebte.




Eltern fragen Lesben antworten


Deutschland 2000                   Regie/Redaktion/von: ?, RTL


Sabrina (Talkshow).




Flucht ins Leben: Die Erika und Klaus Mann Story (Escape to Life)


Deutschland/UK 2000                   Regie/Redaktion/von: Andrea Weiss, Wieland Speck, 85 min


Porträt des schwulen Klaus Mann (1906-1949) und der lesbisch lebenden Schwester Erika Mann (1905-1969). Elisabeth Mann Borgese (1918-2002), erzählt von ihren Familienerinnerungen; Begegnungen von Klaus und Erika sind als Spielszenen eingefügt.




Große Freiheit kleine Freiheit


Deutschland 2000                       Regie/Redaktion/von: Kristina Konrad, 83 min


Vergleichende Porträts über  Inge Vieth, die sich dem bewaffneten Kampf in Deutschland verschrieben hatte und über die ebenfalls militante María Barhoum, die in Uruguay kämpfte.




Die "Homo-Ehe" Angriff auf die bürgerliche Familie?


Deutschland 2000                       Regie/Redaktion/von: ?, SWR


Diskussion in der Reihe "Streit im Schloß".




"Homo-Ehe" Untergang des Abendlandes?


Deutschland 2000                       Regie/Redaktion/von: ?, ARD


Sabine Christiansen (Talkshow).




Kann denn Liebe Sünde sein? Lesben und Schwule in Deutschland


Deutschland 2000                       Regie/Redaktion/von: Leonore Brandt, mdr, 90 min


Dokumentation über Homosexualität in Form von Reportagen, zwischen denen moderiert wird. Was mit der Aufzählung einiger prominenter Schwuler und Lesben beginnt (u. a. Maren Kroymann, Hape Kerkeling, Dirk Bach, Ulrike Folkerts, Jil Sander, Martina Navratilova, Wolfgang Joop), führt zum ersten DDR-Schwulenfilm "Coming Out" von 1989 und seinem Hauptdarsteller  Dirk Kummer, zu einem kurzen Abriss der Geschichte des Christopher Street Days und fokussiert schließlich hauptsächlich die schwulen Aktivitäten, Veranstaltungen und Etablissements in Leipzig. Auch wenn am Ende Laura Merrit mit ihren Sex-Toys zu Wort kommt und Maren Kroymann am häufigsten zu ihrem Lesbischsein befragt wird, ist die Sendung vor allem ein Porträt des schwulen Potenzials in Leipzig.




Lesben-Ehe! Mein Vater ist eine Frau


Österreich 2000                       Regie/Redaktion/von: ?


Barbara Karlich Show (Talkshow).


 



Die Love-Polizei


Deutschland 2000                       Regie/Redaktion/von: ?, arte, 30 min


Reportage über homosexuelle Männer und Frauen in Sydney, Australien, und über die Aggressionen, denen sie ausgesetzt sind.




San Francisco intim Armistad Maupins Stadtgeschichten 


Deutschland 2000                       Regie/Redaktion/von: Ute Casper, Andrew Davies, WDR


Ute Casper und Andrew Davies begeben sich auf die Spuren von Armistead Maupins liebenswerten Romanfiguren... Schwule, Lesben und andere Menschen leben ihr Leben im Schatten der Golden Gate Bridge.




Schweizerin und Rebellin Annemarie Schwarzenbach (1908-1942) (Une suisse rebelle Annemarie Schwarzenbach) 


Schweiz 2000               Regie/Redaktion/von: Carole Bonstein, 58 min


Spannendes Porträt über Annemarie Schwarzenbach (1908-1942) mit neuem Archivmaterial. Bonstein spürt auch Schwarzenbachs Reisen mit der Fotografin Marianne Breslauer (1909-2001) oder mit der Reiseschriftstellerin Ella Maillart (1903-1997) nach.




Shanghai Mon Amour Die Poppoetin Mian Mian (Shanghai Mon Amour) 


Deutschland 2000                       Regie/Redaktion/von: Francesco Conversano, Nene Grignaffin, NDR, 45 min


Szenestar Mian Mian führt durch die mitunter schrille Subkultur Shanghais.




Verbotene Liebe Lesbische Mädchen in der Provinz 


Deutschland 2000                       Regie/Redaktion/von: Gruppe No Limits, femina vita, 12 min


Aus der Zusammenarbeit einer professionellen Kamerafrau mit einem Mädchenprojekt in Herford ist eine einfühlsame Dokumentation über die Lebenswelten junger Lesben im kleinstädtischen Raum entstanden. www.lesbenfilmfestival.de, 2005




Das verordnete Geschlecht


Deutschland 2000                       Regie/Redaktion/von: Oliver Tolmein, Bertram Rotermund, 62 min


Dokumentation über Geschlechter- und Körperpolitik.


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2001


Ein Blick zu anderen Ufern


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: Jutta Hühner, Petra Enderlin, 35 min


Doku über Projektarbeit mit Jugendlichen zu lesbischen und schwulen Lebensweisen, Dokumentation FLUSS e.V.




Familienschande! Meine Tochter ist lesbisch! 


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben


Andreas Türck (Talkshow).




Greta Garbo Ein Leben


Deutschland/USA 2001                 Regie/Redaktion/von: Steve Cole, 52 min


Porträt, das auch Greta Garbos (1905-1990) Bisexualität berücksichtigt.




Her own Song (Marlene Dietrich Her own Song) 


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: J. David Riva, Karin Kearns


Riva, Enkel von Marlene Dietrich (1901-1992), geht in diesem Porträt nicht auf ihre Frauenbeziehungen ein, so dass der Eindruck entsteht, es habe keine gegeben.




'Homo-Ehe': sittenwidrig oder gesellschaftsfähig?


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: ?, 3sat


Helmut Markwort diskutiert in seiner Sendung "Markwort. NeunzehnZehn" über das im Jahr 2000 verabschiedete Gesetz zur Eintragung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. GegnerInnen halten es für einen Angriff auf die Institution der Ehe. Die Gesprächspartner sind Alfred Hartenbach (SPD), Manfred Kolbe (CDU) und Thomas Niederbühl (Rosa Liste, München).




Das Jahrhundert des Kabaretts (1909-2001)


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: Dagmar Wittmers, Christa Maerker, Reinhard Prill, Gerhard Brack, SR/SWR, 200 min


Überblick über die deutsche Kabarettszene in vier Teilen von unterschiedlichen Regisseur_innen. Im ersten Teil (1909-1932: "Wir wollen unseren Kaiser Wilhelm nieder haben") wird bei Claire Waldoff erwähnt, dass sie mit Emmy von Roeder zusammenlebte. Im zweiten Teil (1933-1948: "Vielleicht gehen wir alle mal drauf") bringt Christa Maerker auch Infos zu Erika Mann und Therese Giehse; es wird aber nicht deutlich, dass sie ein Paar waren.




Lesben und Schwule fordern: Auch wir wollen ein Baby!


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: ?, RTL


Bärbel Schäfer (Talkshow).




Lesbisch! Ich habe mich in meine beste Freundin verliebt


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben


Andreas Türck (Talkshow).




Die Lust im Blick: Frauen machen Kino (Filming Desire)


Deutschland/Frankreich 2001                 Regie/Redaktion/von: Marie Mandy, 60 min


Die Dokumentation geht der Frage nach, wie Frauen Liebe und Sex inszenieren und bebildern. Zu Wort kommen u. a. die Filmemacherinnen Sally Potter, Agnès Varda, Catherine Breillat, Doris Dörrie, Deepa Mehta, Moufida Tlatli, Safi Faye und Jane Campion.




Meine Tochter ist lesbisch! Was wird aus meinen Enkeln? 


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: ?, ProSieben


Andreas Türck (Talkshow).




Some Real Heat (Some Real Heat)


USA/Deutschland 2001                 Regie/Redaktion/von: Stefanie Jordan, 54 min


Porträt von Frauen bei der Feuerwehr in San Francisco, eine von ihnen ist lesbisch.




Zur Person: Alice Schwarzer


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: ?


In der Talkshow mit Günter Gaus erzählt die Journalistin und "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer (geb. 1942) aus ihrem Leben.




Zwei Mamas und kein Papa – wenn lesbische Kinderwünsche wahr werden 


Deutschland 2001                       Regie/Redaktion/von: Ursula Ott, Valentin Thurn, 45 min


Das Filmteam begleitet ein lesbisches Paar bei ihren Bemühungen, Sperma in einer Samenbank zu kaufen und schließlich gemeinsam ein Kind zu bekommen.


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2002


Berlin Beshert 


Deutschland 2002                       Regie/Redaktion/von: November Wanderin, 29 min


"Die Abenteuer zweier Schwestern in Berlin: Leah (lesbisch) und ihre Schwester Dahlia (heterosexuell) sind inzwischen 30 Jahre alt und noch auf der Suche nach ihren Seelenpartnern (= Beshert in Jiddisch). Ungefragt schaltet ihre Mutter einen Schadchen (HeiratsvermittlerIn) ein. Spätestens bis zum nächsten Rosh Hashanah (jüdisches Neujahr) sollen die beiden mit jüdischen Partnern verlobt sein. Die Schwestern sind entsetzt über diese veraltete Idee. Der Streit endet in einem Kompromiss: finden die Töchter nicht selbst bis Rosh Hashanah ihre Liebsten, müssen sie die vom Schadchen auserwählten Verehrer treffen. Diese moderne Satire schildert die aktuellen Lebenserfahrungen junger Juden in Deutschland und entlarvt Klischees, indem sie sie auf überzogene Weise widerspiegelt." Quelle: www.lesbenfilmfestival.de, 2005




Die neue Frauenbewegung 


Deutschland 2002                       Regie/Redaktion/von: Ingrid Strobl


Dreiteiliger Rückblick auf die Geschichte der Frauenbewegung, incl. Interview mit Monika Mengel, der Sängerin der Band "Flying Lesbians", die Mitte der siebziger Jahre entstand.




From XX to XY Fighting to be Jake (From XX to XY Fighting to be Jake) 


Deutschland 2002                       Regie/Redaktion/von: Emily Atef, 21 min


Porträt eines Mädchens, das ein Junge sein möchte.




La Parade 


Schweiz 2002               Regie/Redaktion/von: Lionel Baier


Bericht über die Gay Pride in Sion in der Schweiz.




Lesben! Euch fehlt nur der richtige Mann


Österreich 2002               Regie/Redaktion/von: ?


Barbara Karlich Show (Talkshow).




Lesbisch! Du bist doch nicht normal!


Österreich 2002               Regie/Redaktion/von: ?


Barbara Karlich Show (Talkshow).




Porträt Ulrike Ottinger


Deutschland 2002                       Regie/Redaktion/von: Claudia Müller, arte, 8 min


Kurzporträt für die Sendung "Metropolis" auf arte.




Die Ritterinnen 


Deutschland 2002                       Regie/Redaktion/von: Barbara Teufel, 96 min


Anhand der jungen Bonnie zeichnet Barbara Teufel ein halbdokumentarisches Porträt der Berliner Frauen- und Lesbenbewegung der achtziger Jahre nach. Bonnie zieht in eine autonome Frauen-Wohngemeinschaft, die kollektiv entscheidet und politisch Stellung bezieht. Viele Diskussionen drehen sich um die Frage nach der Zusammenarbeit mit Männern; Bonnie beginnt eine Beziehung mit einer Frau. In die Spielszenen sind Interviews mit den Frauen der WG geschnitten, die zur Zeit des Filmdrehs auf diese Berliner Zeit zurückblicken. Siehe auch die Spielfilmliste.




VenusBoyz


Schweiz/USA/Deutschland 2002               Regie/Redaktion/von: Gabriel Baur, 102 min


Dokumentation über Performance-Künstler_innen, die mit Geschlechterrollen und -identitäten spielen. Mit Bridge Markland, Del LaGrace Volcano, Judith Halberstam, Hans Scheirl u. a.


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2003


Aliens, we've come for your children 


Deutschland 2003                       Regie/Redaktion/von: Filmgruppe Berlin, Christel Mason u. a., 28 min


Videodokumentation über lesbische Migrantinnen in Deutschland.




Anita Augspurg, Kämpferin für Frieden, Freiheit und Frauenrechte


Deutschland 2003                       Regie/Redaktion/von: Heike Bretschneider, BR, 45 min


Porträt der Juristin und Frauenrechtlerin Anita Augspurg (1857-1947), die mit ihrer Lebensgefährtin Lida Gustava Heymann (1868-1943) gemeinsame politische Projekte auf den Weg brachte.




Goldfische Im Filmbett Lesbensex und lesbische Erotik im Spielfilm


Deutschland 2003                       Regie/Redaktion/von: Maria Samantha Schmidt, 110 min


Die Kompilation präsentiert mehr als 250 Szenen aus 130 Spielfilmen.




Mein Leben Teil 2 


Deutschland 2003                       Regie/Redaktion/von: Angelika Levy


Angelika Levi (Jg. 1961) erkundet anhand der zahlreichen überlieferten Dokumente die Geschichte ihrer Familie und dabei insbesondere die ihrer Mutter, Ursula Becker-Levi, die kurz nach Beginn der Dreharbeiten 1996 verstarb. Als Tochter eines jüdischen Vaters und einer nicht-jüdischen Mutter überlebte sie die Nazizeit, wanderte nach Chile aus und kehrte 1957 nach Deutschland zurück, wo sie mit einem evangelischen Pfarrer eine Familie gründete. Am Ende des Films konstatiert die Filmemacherin zur dargelegten Familiengeschichte, dass sie als Lesbe keinen Kinderwunsch habe.




Pashke und Sofia 


Deutschland/Albanien 2003                       Regie/Redaktion/von: Karin Michalski, 28 min


"Ein uralter Brauch gestattet es albanischen Frauen, unter bestimmten Bedingungen vor allem in der familiären Situation, in die Männerrolle hinüberzuwechseln. Es handelt sich um die Tradition der Virgines. Hierbei muss die Frau schwören, dass sie zeitlebens ihren jungfräulichen Status bewahren, also niemals einen Mann heiraten, Geschlechtsverkehr mit ihm haben oder Kinder zur Welt bringen wird. Pashke ist eine solche Frau, die zum "Mann" geworden ist und der – entsprechend der Tradition – der gleiche Respekt und die gleiche Achtung entgegen gebracht wird wie den biologischen Männern. In ihrem/seinem Fall decken sich dabei gesellschaftlicher Anspruch und Tradition mit dem eigenen Begehren. Sofia hingegen, eine Freundin Pashkes, reflektiert die einengende und beschränkte Rolle, die sich aus dem Frausein in der albanischen Gesellschaft ergibt. Durch ihre kunstvolle Verflechtung von Interviewmaterial aus Pashkes Umfeld und Filmausschnitten albanischer Filme, die das Thema Virgines streifen, gelingt es Michalski, eine fesselnde Geschichte über das Verständnis von Gender und die vielfältigen Möglichkeiten des Umgangs damit zu entwickeln." Quelle: http://www.film.at/pashke_und_sofia/detail.html?cc_detailpage=full, 6/2009




Sichtweiten 


Schweiz 2003                       Regie/Redaktion/von: Samira El-Maawi, 8 min


Kurzfilm über Zürcher Lesben.




Von Frau zu Frau Lesben in freier Wildbahn


Deutschland 2003                       Regie/Redaktion/von: Junglesbengruppe Mädchenhaus Hannover


Interviews mit Junglesben aus Hannover und Umgebung – gedreht in den Räumlichkeiten des Mädchenhauses.




Die wilden Siebziger – Liebeslust und Liebesfrust


Deutschland 2003                       Regie/Redaktion/von: Gabriele Trost, SWR, 45 min


Dokumentation über den Umgang mit Sexualität in den siebziger Jahren, mit Schwerpunkt auf Frauenbewegung sowie schwuler und lesbischer Sexualität.


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2004


Die treiben es ja wie die Elefanten 


Deutschland 2004                       Regie/Redaktion/von: Samantha Maria Schmidt, 110 min


Ausschnittkompilation aus über 100 Spiel-, Kurz- und Sexfilmen und Fernsehserien, in denen lesbische Sexszenen vorkommen.


 



Gestern/Heute/Morgen 


Deutschland 2004                       Regie/Redaktion/von: Christine Altrock, Julia Haarbrücker, Verena Waldbröt, 9 min


Eine Reise durch lesbische Generationen. Drei Portraits zeigen eine lesbische Seniorin, ein lesbisches Pärchen im mittleren Alter, die gemeinsam zwei Kinder bekommen haben und als Regenbogenfamilie zusammen leben, und eine junge lesbische Frau.




Katzenball


Schweiz 2004               Regie/Redaktion/von: Veronika Minder, 87 min


Veronika Minder stellt eine „Dokumentarcollage“ über fünf Frauen unterschiedlichen Alters vor, die Frauen lieben. Einge waren oder sind auch in der Schweizer Bewegung aktiv. Angereichert wird der Film mit historischen Zeitdokumenten und Fernsehausschnitten zum Thema. Die Lebensgeschichten der Porträtierten runden die Dokumentation ab. Es gibt auch einen Ausschnitt aus der Diskussion in der "Telearena" von 1978 über Homosexualität.




Ein neues Land


Deutschland 2004                       Regie/Redaktion/von: Kerstin Nickig, 35 min


Eine Berlinerin und eine Russin lernen sich in St. Petersburg kennen. Porträt ihrer Beziehung.




Noras mörderische Töchter


Deutschland 2004                       Regie/Redaktion/von: Wilfried Hauke, arte/ZDF, 60 min


Reportage über die beiden Krimiautorinnen Anne Holt (geb. 1958), die 1996/97 Norwegens Justizministerin war, und über die Schwedin Liza Marklund (geb. 1962), in deren Krimis mitunter auch lesbische Protagonistinnen in Szene gesetzt werden.




Out im Kino


Deutschland 2004                       Regie/Redaktion/von: Manuela Kay, 105 min


Manuela Kay stellt Filme aus dem gleichnamigen Buch vor, das 2003 in Zusammenarbeit mit Axel Schock im Querverlag erschien.




Schwul, lesbisch, kinderreich? Adoptionsrecht für "Homo-Ehen" 


Deutschland 2004                       Regie/Redaktion/von: ?, mdr


Diskussion in der Reihe "Erfurter Gespräch".




Sex-Check Bist du homo oder hetero?


Deutschland 2004                       Regie/Redaktion/von: ?, Sat1


Britt – Der Talk um eins (Talkshow).




Sie ist lesbisch


Deutschland 2004/2005                       Regie/Redaktion/von: Inken Boje, 27 min


Düsseldorfer Videoprojekt zum Thema Generationsgespräche; Kommunikation und Selbstbild von Lesben, im Alltag, in der Liebe und im Beruf: Inken Boje produzierte im Auftrag und mit Unterstützung der Frauenberatungsstelle Düsseldorf und der LAG Lesben den Porträtfilm "Sie ist lesbisch". Zu Wort kommen u. a. Dagmar Denkena vom Frauentheater "FrauThea" und die Liedermacherin Carolina Brauckmann. Herzlichen Dank für die Infos an Gabriele Bischoff von der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW.




Teddy Award 2004


Deutschland 2004                       Regie/Redaktion/von: ?,


Bericht über die Verleihung des schwul-lesbischen Filmpreises anlässlich der Berlinale 2004; moderiert von Maren Kroymann und Thomas Hermanns.


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2005


Am Ende des Regenbogens 


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: Christian Jentzsch, Jochen Hick, arte/ZDF, 65 min


Bei einem Themenabend auf arte wurde diese Dokumentation über die politische Situation Homosexueller in Europa gesendet.




Andererseits lesbische Mütter unter uns 


Österreich 2005            Regie/Redaktion/von: Iris Pokorny, Elisabeth Leeb, 12 min


Dieser österreichische Kurzfilm befasst sich mit einem der kontroversen Themen der letzten Zeit: Können Lesben gute Mütter sein?




Anders leben Lesben im Alter 


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: Isabell Rodde, 60 min


Lebhaftes Porträt dreier lesbischer Frauen: Hanne, die Leistungssportlerin, Christel, die Besitzerin der ersten Lesbenkneipen im Nachkriegs-Berlin und Wienke, die Lehrerin, politische Aktivistin und Schwester von Ulrike Meinhof (1934-1976).




common!motion!


Österreich 2005-?                       Regie/Redaktion/von: ?, 30 min


Queere Magazinsendung, die ab 2005 (bis 2008?) im lokalen Fernsehen Wiens ausgestrahlt wurde.


 




CSD Parade Köln


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: ?, 99 min


Zusammenschnitt des Christopher Street Day in Köln 2005.




Erik(A), der Mann, der Weltmeisterin wurde 


Österreich 2005                       Regie/Redaktion/von: Kurt Mayer, 86 min


1966 wurde die Österreicherin Erika Schinegger (geb. 1948 in Kärnten) Ski-Abfahrtsweltmeisterin in Portillo. Wenige Jahre später wurde bei einem medizinischen Test festgestellt, dass sie nach oben gewachsene Hoden hatte. Nach einer Operation wurde Erika zu Erik. Der Film dokumentiert diese Geschichte anhand von Bild- und Filmmaterial und anhand zahlreicher Interviews mit Jugendfreund_innen und Familienmitgliedern, die fast ausnahmslos bestätigen, dass Erikas äußere Erscheinung und Habitus schon immer "auffällig" waren. Diese unkommentierten Sichtweisen sowohl Erik Schineggers selbst wie auch seiner Weggefährten zementieren die herkömmliche Geschlechterdichotomie zusätzlich mit Anekdoten über die Abweichung von offenbar immer noch herrschenden Rollenbildern. Eine Abweichung – oder möglicherweise Zweigeschlechtlichkeit – erscheint hier als schreckliches Unglück, das über eine Person hereinbricht. Es kommt dem Autor des Films offenbar nicht in den Sinn, diese Schlussfolgerung auch nur ansatzweise in Frage zu stellen.




Halbes Leben (Yarim Hayatlar)


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: Claudia Laszczak, Kay Wishöth


Drei Schwule, eine Lesbe und eine Transsexuelle berichten über ihr Coming out und vergleichen dabei ihre unterschiedlichen Erfahrungen in Istanbul und in Deutschland.




Homo-Ehe? Ich bin dagegen


Österreich 2005                       Regie/Redaktion/von: ?


Barbara Karlich Show (Talkshow).




Irène Schweizer (Irène Schweizer)


Schweiz 2005                       Regie/Redaktion/von: Gitta Gsell, 75 min


Hommage an die Jazzpianistin Irène Schweizer (geb. 1941), die neben zahlreichen musikalischen Kostproben und Statements auch ihre Beteiligung an feministisch-lesbischen Aktivitäten dokumentiert.




L-Mag (Polylux) 


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: ?, arte, 10 min


In der Sendereihe "Polylux" wird über den bundesweiten Start des neuen Berliner Lesbenmagazins "L-mag" berichtet.




Lola: Vier ungewöhnliche Paare


Deutschland/Frankreich 2005         Regie/Redaktion/von: ?, arte


Reportage über zwei lesbische Paare: Nach 15 Jahren Ehe trennt sich Clothilde von ihrem Mann und zieht mit Vanina zusammen.




Mama ist lesbisch! (Mama ist lesbisch – und was die Kinder dazu sagen)


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: Medienprojekt Wuppertal, 25 min


Drei lesbische Familien erzählen von ihrem Leben mit Kindern ohne Männer. Sie berichten von Schwierigkeiten und Problemen, aber auch von Glück und Zufriedenheit; auch ihre Angehörigen beziehen Stellung.




Mitten im Malestream 


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: Helke Sander, 92 min


Frauenbewegungsgeschichte aus Helke Sanders (und einer Handvoll Feministinnen) Perspektive mit Schwerpunkt insbesondere auf 1968-1971, mit Seitenhieben auf lesbische Aktivistinnen.




Out of Istanbul (Out of Istanbul) 


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: Hatice Ayten, arte, 51 min


Dokumentation über Schwule, Lesben und Transgender in Berlin und Istanbul und über die Konflikte mit türkischen Traditionen.




Perser wird Perserin 


Deutschland/Österreich 2005          Regie/Redaktion/von: Antonia Rados, 3Sat/ORF, 25 min


Reportage über Geschlechtsumwandlungen im Iran.




Telearena: Registrierte Partnerschaft 


Schweiz 2005               Regie/Redaktion/von: ?, 90 min


Diskussionsrunde zum Thema Homo-Ehe mit religiösen Fundamentalisten und politischen Aktivist_innen.




Ulrike Folkerts bei Johannes B. Kerner


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 25 min


Ulrike Folkerts erzählt über ihr Buch "Das macht mich stark" und noch einmal über das Outing der "Bild"-Zeitung einige Jahre zuvor.




Die Zwanziger Jahre


Deutschland 2005                       Regie/Redaktion/von: Heike Wilke, ARD, 45 min


Dreiteilige Doku in der ARD; im zweiten Teil "Tanz auf dem Vulkan" wird auch die Lesbenszene in Berlin kurz dargestellt. ZeitzeugInnen werden zu der damaligen Zeit befragt.


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2006


14 Grad ostwärts 


Deutschland 2006                       Regie/Redaktion/von: Nicole Volpert, 62 min


Dokumentation über vier junge polnische Aktivist_innen, die in Krakau gegen Homophobie kämpfen.




Clara B. 


Deutschland 2006                       Regie/Redaktion/von: Alexandru Solomon, arte, 52 min


Das fiktionale, aber exemplarisch gedachte Frauenleben einer Straßburgerin Jahrgang 1901, die als Fotografin arbeitete und viele Jahre ihres Lebens mit einer Deutschen zusammen war.




CSD Parade Köln


Deutschland 2006                       Regie/Redaktion/von: ?, Center TV, 90 min


Bilder vom Christopher Street Day in Köln 2006.




Generation CSD 


Deutschland 2006                       Regie/Redaktion/von: Tom Rexi Rewell, 48 min


Verschiedene Generationen geben Statements zum Christopher Street Day ab. Dabei zeigt der Film Ausschnitte aus früheren Paraden der siebziger und achtziger Jahre und vergleicht sie mit alternativen Formen in Berlin und der Off-Pride in Köln.




Hallelujah! 


Deutschland 2006                       Regie/Redaktion/von: Jochen Hick, 5 min


Die Reaktion von homosexuellen Frauen und Männern auf den Papst-Besuch in Köln 2005.




Homosexualität im Tierreich 


Deutschland 2006                       Regie/Redaktion/von: Jessica Menendez, Bertrand Loyer & Stephane Alexandresco, 52 min




Mittendrin 


Schweiz 2006               Regie/Redaktion/von: Salome Pitschen, 89 min


Porträt von Frauen zwischen 30 und 40 Jahren, die von den Errungenschaften der Frauenbewegung profitieren, ohne sich mit ihr identifizieren zu können.




Schwul – na und? Wie modern ist Homosexualität heute?


Deutschland 2006            Regie/Redaktion/von: ?, 60 min


Moderator Volker Panzer spricht in der Talkshow "Nachtstudio" mit dem Regisseur Rosa von Praunheim, dem Journalisten Jan Feddersen, dem Theoretiker Andreas Kraß und der Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann.




Tintenfischalarm 


Österreich 2006            Regie/Redaktion/von: Elisabeth Scharang, 90 min


Dokumentation über Intersexualität.




Warum wir so gefährlich waren. Geschichte eines inoffiziellen Gedenkens 


Deutschland 2006                       Regie/Redaktion/von: Marie Schlingmann u. a., 50 min


Zwischen 1984 und 1986 versuchen Frauen der Ostberliner Gruppe "Lesben in der Kirche" (LiK) an mehreren Gedenkveranstaltungen im ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück teilzunehmen. Zwanzig Jahre später erinnern sich vier dieser Frauen an die Ereignisse, Motive, an die harschen staatlichen Reaktionen und an die politische Arbeit in der Gruppe: Bettina Dziggel, Marinka Körzendörfer, Marina Krug und Susanne Lück.




Wer bist du, dass du sprichst


Deutschland 2006                       Regie/Redaktion/von: Maria Binder, Verena Franke, 64 min


"Frauen und Transsexuelle aus Istanbul erzählen von ihrem Kampf für Gerechtigkeit und gesellschaftliche Veränderung. Sie haben öffentlich über die ihnen widerfahrene Folter gesprochen, weshalb einige der Frauen in einem bis heute dauernden Verfahren gerichtlich verfolgt werden. Die Anklage lautet auf „Beleidigung des türkischen Staates”. Im Mittelpunkt des Films steht nicht das erlittene Gewaltverbrechen, sondern der Umgang mit dem Erlebten.
Der Film handelt von Frauen und Transsexuellen, die ihren Weg suchen zwischen selbstbestimmtem, emanzipiertem Leben und traditionellen, patriarchalen Wirklichkeiten." http://www.frauenfilmtage.at/de/2009/dokufilme.html, 6/2009




Wir wollen alles. Ein Film über 30 Jahre Frauenzentrum, Frauen- und Lesbenbewegung


Deutschland 2006                       Regie/Redaktion/von: Julia Preuschel, Gabriele Reitermann, 55 min


Im Auftrag vom Feministischen Frauengesundheitszentrum Stuttgart e.V. und von Wildwasser Stuttgart e.V. entstand eine Dokumentation über öffentliche Aktionen zu den Themenbereichen Frauengesundheit am Beispiel des Feministischen Frauengesundheitszentrums Stuttgart und zu Gewalt gegen Frauen am Beispiel von Wildwasser Stuttgart.


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2007


CSD Parade Köln 2007


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: ?, 99 min


Zusammenschnitt des Christopher Street Day-Umzuges in Köln 2007.




Doppelt anders?


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: Florian Sachisthal, Jutta Tränkle, 63 min


Porträt von fünf Migrant_innen in Deutschland, die schwul bzw. lesbisch leben.




Ein Dschihad for Love (A Jihad for Love/In the Name of Allah)


USA/UK/Frankreich/Deutschland/Australien 2007   Regie/Redaktion/von: Parvez Sharma, arte/ZDF/logo, 81 min


Porträt schwul und lesbisch lebender Moslems, die mit ihrem Glauben hadern und/oder für Akzeptanz und Gleichberechtigung kämpfen.




East/West Sex & Politics (East/West Sex & Politics)


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: Jochen Hick, 85 min


Jochen Hick filmte die Vorbereitungen zum Gay Pride in Moskau, die Hindernisse und Hürden, die Vorurteile und Aggressionen, die die Organisator_innen überwinden müssen.




Hier läuft was!  


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: ?, 8 min


Ein Video über das Coming Out von Mädchen und Jungen von den Jugendgruppen JuLe und J.u.n.g.S. Leipzig.




Jamaika, Jagd auf Lesben & Schwule


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: Stefan Rocker, ARD, 7 min


7-minütiger Reportagebeitrag innerhalb der Sendereihe "Weltspiegel": Es wird über Veranstaltungen berichtet, bei denen öffentlich zum Mord an Schwulen und Lesben aufgerufen wird. Interviewte bestätigen, dass es um die nicht schade sei. Am Beispiel eines toten Schwulen und einer übel zugerichteten Lesbe wird grenzenlose Hetze porträtiert, die von der Regierung nicht geahndet wird.




Kölner Treff 


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 75 min


Kölner Treff (Talkshow) am 5.10.2007 im WDR, mit  Klaus Wowereit und Talkshowmoderatorin Vera Int-Veen, die über ihr Coming out erzählen. Moderation: Bettina Böttinger.




Mit den Augen hören: Christa Plotzki


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: Sabine Komm (Reportage), ZDF, 15 min


Magazinbeitrag über die gehörlose Bremerin Christa Plotzki. Sie arbeitet als technische Zeichnerin und unterhält sich auch mit ihrer Lebensgefährtin in Gebärdensprache.




Nan Goldin


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: ?, arte, 13 min


Selbstporträt/Kommentare der Fotografin Nan Goldin zu ihren Bildern; Obertitel bei arte: Kontaktabzüge.




Oben ohne – Porträt eines Transsexuellen


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: Yeliz Karapolat, Jai Wanigesinghe, Natascha Imfeld, 75 min, Medienprojekt Wuppertal


Porträt eines Musicaldarstellers, der im Körper einer Frau geboren wurde und zu einem Mann wird.




Prinzessinnenbad (Prinzessinnenbad)


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: Bettina Blümner, 92 min


Porträt einer Gruppe migrantischer Jugendlicher, die in Berlin-Kreuzberg lebt. Eine der jungen Frauen erzählt am Rande von ihrer "Ex".




Schau mir in die Augen, Kleiner 


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: André Schäfer, arte, 90 min


Anlässlich der Teddy-Verleihung bei der Berlinale 2007 wurde diese Dokumentation über die Geschichte und den aktuellen Status des schwulen Films gedreht. Mit Blick auf die ersten Teddys 1987 und auf Rosa von Praunheim 1970 und "Die Konsequenz" 1977 wird vor allem schwulen Belangen nachgespürt. In den letzten 30 Minuten kommen ein paar Lesben (u. a. Guinevere Turner) und lesbische Filmemacherinnen (u. a. Alex Sichel) zu Wort; Angelina Maccarone darf ein paar Sätze zu "Fremde Haut" sagen, aber eigentlich geht es permanent um männliche Homosexualität, die – so fasst es Wieland Speck dann schließlich zusammen – inzwischen eher mit "queer" umrissen wird: Jede Art der Grenzüberschreitung (nicht nur sexueller Art), jeder Verstoß gegen gesellschaftliche Normen kann jetzt unter diesen Begriff subsumiert werden.




Schwulsein auf Italienisch (Homophobie à l'italienne) 


Österreich/Italien 2007         Regie/Redaktion/von: Gustav Hofer, arte, 57 min


Der Österreicher Gustav Hofer lebt mit seinem Freund, dem Italiener Luca, zusammen. Gemeinsam verfolgen sie die politischen Diskussionen in Italien, die sich zunächst für und dann gegen die Homoehe aussprechen.




Teddy Award 2007


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: ?, arte


Zusammenschnitt der Preisverleihung anlässlich der Berlinale 2007.




Tote Schwule lebende Lesben (Dead Gay Men and Living Lesbians) 


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, ZDF, 85 min


Porträtiert werden DJ Ipec,  Manuela Kay (geb. 1964), Mahide Lein, Laura und Silke Radosh,  Maren Kroymann (geb. 1949), Walter Schwarze (gest. 1998), Joe Luga (1920-?) und Albrecht Becker (1906-2002).




Travel Queeries


USA/Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: Elliat Graney-Saucke, 96 min


Durch Interviews und Performance-Kostproben queerer Personen in diversen europäischen Städten entwirft die Dokumentation ein vielfältiges Bild queerer Präsenz in Europa.




Vis-à-Vis: Miriam Meckel


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: ?, SF, 60 min


Moderator Frank A. Meyer interviewt Miriam Meckel (geb. 1967), Kommunikationswissenschaftlerin und Redakteurin, zu ihrem Leben und zu ihrem gemeinsamen Coming out mit ihrer Lebensgefährtin, der Journalistin Anne Will.




Von heute an! Anke Schäfer, die Frauenbewegung und die Lesben 


Deutschland 2007                       Regie/Redaktion/von: Uli Bez, 75 min


Dokuporträt über Anke Schäfer (geb. 1938), Gründerin u. a. des Wiesbadener Frauenbuchladens, FLV (Frauenliteraturvertrieb) und des Literaturmagazins "Virginia". Zu Gast Carolina Brauckmann.




Working on it (Working on it) 


Deutschland/Schweiz 2007                   Regie/Redaktion/von: Karin Michalski, Sabina Baumann, 50 min


15 Darsteller_innen performen zum Thema "Geschlecht und Identität". Sie geben Statements ab, machen Musik und diskutieren Fragen um Identitäten.


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2008


Bana bak – Schau mich an 


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Ayla Gottschlich, 62 min


Porträt der Aktivistin Nevruz Ebru Aksu, die in Istanbul um ein selbstbestimmtes Leben jenseits von heteronormativen Identitätszuschreibungen kämpft.




"Das Burlebüble mag i net" Bewegte Lesben in Ost und West Berlin


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Anke Schwarz, Sandra (Luka) Stoll, Roman Klarfeld, 43 min


Mit den lesbenbewegten Protagonistinnen Cristina Perincioli (BRD) und  Ursula Sillge (DDR), die jeweils von ihren Aktivitäten der vergangenen Jahre berichten. Der Dokumentarfilm ist am Kulturwissenschaftlichen Seminar der HU, im Videoseminar “Parallele Biografien Ost-West” entstanden (Sommersemester 2008 bei Christina von Braun).




Claudette (Claudette) 


Schweiz 2008               Regie/Redaktion/von: ?, 65 min


Porträt der 49-jährigen Claudette, die als Intersexuelle geboren wurde und ein Doppelleben führte.




CSD Köln 


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: ?, WDR


Zusammenfassender Bericht zum Christopher Street Day in Köln 2008.




CSD Nordwest 2008 – Die große Reportage


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Manfred Scholz, Oliver Rosenthal, 40 min


TV-Reportage über den Christopher Street Day 2008 in Oldenburg.




CSD Stuttgart und Hocketse der AIDS-Hilfe 2008


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Schwulst.de, 9 min


Dokumentation über den CSD in Stuttgart 2008, mit zahlreichen Interviews von Teilnehmenden und Passant_innen.




Gefährliche Liebschaften


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: ?, SWR, 10 min


Mit dem Themenschwerpunkt "Gefährliche Liebschaften" befragt Wieland Backes in seinem "Nachtcafé" auch die Moderatorin Ramona Leiß (geb. 1957) nach ihrem späten Coming out, das sie im Mai 2008 öffentlich machte. Sie hatte in den Achtzigern eine Beziehung mit der 2005 verstorbenen Schlagersängerin Hanne Haller (1950-2005).




Geschlecht im Spiel


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Uta Hörmeyer, Sasha Noel Ahorn und Dani Bahl


Ein Dokumentarfilm, unterwegs in Berlin zwischen Theater und Performance, Alltag, Subversion und der Frage nach der Inszenierung von Geschlecht.




Das große Tabu: Homosexualität und Fußball


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Aljoscha Pause, DSF, 42 min


Überzeugende Dokumentation als Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz im Ballsport. Unter anderem wird Theo Zwanziger interviewt, der verspricht, jeden homophoben Übergriff zu ahnden.




Homo-Ehe


Österreich 2008                       Regie/Redaktion/von: P. Kanduth, H. Lazar, ORF 2, 10 min


Innerhalb der Sendereihe "Report" wird über die kontroversen Positionen innerhalb der österreichischen Partei ÖVP zur gleichgeschlechtlichen Verpartnerung berichtet. Der Koalitionspartner, die Partei SP, hat den Vorschlag eingebracht, aber Streit entzündet sich über die Zeremonie im Standesamt. An die Kurz-Reportage schließt sich eine Statistik der Umfrageergebnisse zum Thema Homo-Ehe in Österreich an.




Homosexuell und dennoch Christ 


Österreich 2008            Regie/Redaktion/von: Frederick Baker, Sandra Fasolt, 3Sat, 45 min


In der Reihe "kreuz und quer" porträtiert die Reportage homosexuelle Christ_innen, die immer wieder in Konflikt mit kirchlichen Normen und Regeln geraten.




Mama, ich bin schwul! Jugendliche und ihr Coming-out  


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Rita Knobel-Ulrich, ARD, 30 min


Reportage über sich outende Teenager_innen.




Mami, Mama, drei Kinder   Ein lesbisches Paar und sein Nachwuchs 


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Antonella Berta, 30 min


Reportage über eine lesbische Familie in Konstanz.




Müssen Homosexuelle therapiert werden?


Deutschland 2008?                      Regie/Redaktion/von: Cornelius Janzen, HR, 6 min


6-minütiger Reportagebeitrag in der Reihe "defacto" über die konservativ-christliche Organisation "Wüstenstrom" und ihr Bestreben, Homosexualität als Krankheit zu stigmatisieren und langfristig "zu heilen". Die Reportage zeigt das Beispiel Marburg, wo ein entsprechender Kongress stattfinden sollte, gegen den das "Bündnis gegen Sexismus und Homophobie" vorgeht; Frauen und Männer des Bündnisses kommen zu Wort.
Siehe zur Problematik von Konversions- und reparativen „Therapien“ und den Praktiken von Wüstenstrom und ähnlichen Organisationen wie „Living Waters“ einen Text der promovierten Psychologin Gisela Wolf auf dem Portal Lesbengesundheit: www.lesbengesundheit.de/files/GiselaWolf2.pdf.




Planet Wissen: Homosexualität


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Daniel Harbecke, WDR/SWR, 60 min


Moderatorin Brigitte Pavetic interviewt im Wissensmagazin zum Thema "Homosexualität" Georg Üecker, Fernsehstar aus der "Lindenstraße", zur aktuellen Situation. Der Biologe Prof. Dr. Volker Sommer bestätigt einem ungläubigen Moderator, dass Homosexualität nicht nur im Tierreich etwas Natürliches ist. Das Magazin zeigt auch Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm "Paragraph 175" (1999) und ein Statement des Historikers Dr. Klaus Müller.




Die Pornografinnen


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Marita Neher, ZDF/arte, 50 min


Interviews mit Pornofilmerinnen und mit der Verlegerin Claudia Gehrke (Konkursbuch-Verlag) zur Frage der ‚Abbildung’ weiblicher Körper.




Porträt: Therese Giehse


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: ?, BR, 6 min


Kurzporträt über Therese Giehse anlässlich des Buches über ihr Leben (2008) von Renate Schmidt, die auch kurz zu Wort kommt und Giehses langjährige Beziehung zu Erika Mann erwähnt.




Schwule & Lesben: Ihr seid doch grässlich?!


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: ?, Sat1


Vera (Talkshow).




Science of Horror – Wenn die Kettensäge zum Penis wird


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: Katharina Klewinghaus, 82 min


Untersuchung zum Thema Geschlechterrollen und Gender im Horrorfilm.




Solang der mich nicht anpackt: Report zum CSD Wuppertal


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: LesbiSchwule Jugendgruppe Wuppertal, 16 min


Reportage zum Christopher Street Day in Wuppertal am 12. Juli 2008.




Teddy Award 2008


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: ?, arte


Zusammenschnitt der Preisverleihung anlässlich der Berlinale 2008.




Die wärmste Ecke im Osten... – Leben und Aufbegehren von Lesben und Schwulen in der Hauptstadt der DDR


Deutschland 2008                       Regie/Redaktion/von: VideoAG Berlin


"Lesben und Schwule in der DDR der 50er und 60er Jahre führten – wie auch Homosexuelle in der Bundesrepublik – meist ein Leben im Verborgenen. Erst unter dem Eindruck der 68er Revolte in Westeuropa, deren Welle der sexuellen Aufklärung mit dem Praunheim-Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ auch in den Osten schwappte, begann sich Anfang der 70er Jahre eine Emanzipationsbewegung von Lesben und Schwulen im „Arbeiter- und Bauernstaat“ zu formieren.
Jugendliche der Video-AG „(L)Einwand“ (Juventus e.V.) haben sich in Zusammenarbeit mit dem Sonntags-Club auf Spurensuche in die schwul-lesbische Historie begeben. Schwerpunkt der Recherchen war die „wärmste Ecke im Osten“ zwischen „Rue de Galopp“ und „Busche“. In Interviews mit Zeitzeugen und Wissenschaftlern – u.a. mit Michael Unger (Sonntags-Club), Dr. Ursula Sillge (Lila Archiv) und Helga Wenzel („Burgfrieden“) – spüren sie Lebensgeschichten respektive Ausgrenzungs- und Verfolgungserfahrungen von Homosexuellen in der DDR nach." (Sonntagsclub-Info, 2/2009)


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2009


Alltag eines Transmannes


Deutschland 200?                       Regie/Redaktion/von: ?


Björn ist in der DDR aufgewachsen, hatte 1991 sein Coming out und vor 13 Jahren seine Geschlechtsangleichung.




Auf Schrott-Tour durch den Pott – Unterwegs mit zwei Müllsammlerinnen im Ruhrgebiet


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Simone Reiners, RTL, 15 min


Sabine und Ute sind verpartnert und waren damit die ersten in ihrem Bezirk in Gelsenkirchen. Sie verdienen sich Teile ihres Lebensunterhalts als Schrottsammlerinnen; die Reportage zeigt ihren Arbeitsalltag.




Berlin: "Nur ein Missverständnis? Eiskalte Homophobie am Nollendorfplatz"


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Miguel-Pascal Schaar, 7 min


Reportage über einen homophoben Eisverkäufer ("Dolce Freddo") in der Berliner Maaßenstraße. Sowohl Schwule als auch Lesben sind mit ihm aneinandergeraten, weil er beleidigend und aggressiv wurde. Das Öffentlichmachen hat zu einer größeren Demonstration am 9. Mai 2009 in Schöneberg geführt, bei der die Interviews für die Reportage entstanden sind.




Coming out: Die Liebe zum eigenen Geschlecht


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Anja Gerloff, Pippa Nachtnebel, Thule Möller; 90 min


Mehrere Schwule und Lesben werden zu ihrem Coming out interviewt.




CSD Köln 2009


Deutschland 2009                     Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 30 min


Reportage über den Kölner Christopher-Street-Day am 5. Juli 2009.




CSD-Parade Köln 2009


Deutschland 2009                     Regie/Redaktion/von: ?, CenterTV, 180 min


Anscheinend im Auftrag des neuen Senders TIMM gedrehte ausführliche Reportage zum Kölner CSD am 5. Juli 2009, die wie im Vorjahr etwas unter den ungeübten und arg stotternden Reportern leidet. Gezeigt wird die komplette Parade; ausgewählte Gruppen und Zuschauer_innen werden am Rande interviewt..




Evangelikale auf antischwuler Mission


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, 3sat, 8 min


8-minütiger Reportagebeitrag innerhalb der Sendereihe "Kulturzeit" über evangelikale Missionierungsbewegungen. Interviewt wird der Liedermacher Tom Haus, der für seine Homosexualität bestraft werden sollte. Ein Bericht bezieht sich auf die Aktion "ProChrist" in Chemnitz, die fundamentalistische Bibelexegese betreibt.




Fett und lesbisch – Beth Ditto: Die Punk-Lady von Karl Lagerfeld


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, ZDF


Minutenreportage über eine Begegnung zwischen der Musikerin Beth Ditto und dem Mode-Designer Karl Lagerfeld innerhalb des Kulturmagazins "Aspekte" im ZDF; Moderation: Luzia Braun.




frau tv: Plötzlich lesbisch


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 10 min


Kurzbericht innerhalb der Reportageserie "frau tv" (Moderation: Christine Westermann).




Gemeinsam stark – Jaecki Schwarz und Maren Kroymann zu Gast


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, NDR, 120 min


Die zweistündige "NDR Talk Show", moderiert von Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt, beginnt mit dem Gesprächspartner Jaecki Schwarz, der u. a. sein Engagement für die Initiative "Queer Nations" erwähnt. Maren Kroymann, die sich ebenfalls hier engagiert, erläutert die Hintergründe. Ansonsten geht es nicht um Homosexualität, sondern, trotz Ankündigungsversprechen, um die Porträts der anderen Gäste.




Gewalt gegen Schwule und Lesben


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Katja Eichhorn, ZDF, 5 min


Reportage (innerhalb der Sendereihe "Volle Kanne") über die nach wie vor andauernde Homophobie in der Gesellschaft, u. a. am Beispiel einer jungen Frau, die überfallen und vergewaltigt wurde, weil sie lesbisch ist. Auch ein junger Schwuler wurde misshandelt. Die Reportage wirbt für das Anti-Gewalt-Projekt Maneo in Berlin.


 



Heimat, fremde Heimat


Österreich 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, ORF2, 30 min


Das Magazin "Lichterkette" gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuelle und Transgender-Personen. Moderatorin: Silvana Meixner.




Homophobie unter Jugendlichen


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Christina Zühlke, 3Sat, 6 min


Kurzreportage innerhalb des Magazins "Kulturzeit" über neue und alte Schwulenfeindlichkeit, besonders an Schulen. Mit Statements von Comiczeichner Ralf König und Filmemacher Patrick Greifzu; außerdem Ausschnitte aus Rosa von Praunheims "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" (1971) und Ang Lees "Brokeback Mountain" (2005).




Homosexualität – eine politische Frage?


Frankreich/Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, arte, 7 min


Reportage im Rahmen der Diskussionsrunde "Forum der Europäer" auf arte.




Kontroverse um ersten Lesbenfilm in Ägypten


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, AFP?, 2 min


Reportagebeitrag über die Empörung der ägyptischen Öffentlichkeit/der Zensur gegen den neuesten Film ("Außer Kontrolle") von Hani Girgis Fausi, in dem es u. a. um zwei Lesben geht.




Lesben und Schwule an die Macht!


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, ARD, 75 min


In der Talkshow "Menschen bei Maischberger" spricht Moderatorin Sandra Maischberger mit Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister von Berlin, SPD), Norbert Geis (CSU), zwei schwulen Paaren, einem Therapeuten, der früher homosexuell gelebt hat, und mit der Schauspielerin Maren Kroymann die sie jedoch selten zu Wort kommen ließ. Die meiste Redezeit erhielt der homophobe Politiker Geis, dem Wowereit gelassen zu kontern versuchte. Maischberger gelang es jedoch nicht, die von Geis hervorgebrachten Diskriminierungen kritisch zu diskutieren, so dass die Sendung selbst einen homophoben Unterton bekam.




Lesben Lieder Liebe


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, ZDF/arte, 52 min


Kultursendung über Lesben in den Medien: Beispielerwähnungen u. a. von Ellen DeGeneres, Anke Schäfer, Simone de Beauvoir und der Riot-Grrrls ("Lesbians on Ecstasy", "Le Tigre" etc.)




Die neue Homophobie – Igitt, zwei küssende Jungs!


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 40 min


"Ich bin schwul, und das ist auch gut so. Meint man. Ob in Vorabendserien, Castingshows oder Kinofilmen: Homosexuelle scheinen völlig akzeptiert, auch unter Jugendlichen. Begibt man sich aber auf einen deutschen Schulhof, sieht die Sache ganz anders aus. Die Abneigung und Diskriminierung von Jugendlichen gegenüber Schwulen und Lesben hat massiv zugenommen. Kultur und Alltag sprechen verschiedene Sprachen. west.art blickt dahinter und fragt Betroffene und Künstler: Ist es Zeit für eine neue kreative Homo-Bewegung?" (Ankündigungstext, in der Reihe "WestArt")




Party in der Motzstraße


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Tobias Körner, Wolfram Emter, Katja Klüting u.a., TIMM, 25 min


"TiMM DOKU über das lesbisch-schwule Stadtfest Berlin. Das Lesbisch-schwule Stadtfest rund um die Berliner Motzstraße ist seit Jahren der Auftakt der CSD-Woche der Hauptstadt. Schwule, Lesben, ihre Freunde und Familien, Künstlerinnen und Künstlern und über hundert Vereine und Verbände treffen sich im Herzen der Stadt. Die Dokumentation zeigt 24 Stunden des Stadtfestes vom Aufbau bis zum großen Kehraus." Quelle: www.timm.de, 7/2009




Pornoprotokolle


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Isabella Willinger, 70 min


"Pornographie ist überall. Für wen wird diese Bilderflut gemacht? Befriedigt mich das? Spiegelt es meine Wünsche wieder, formt es meine Sexualität? Wer kassiert dabei und wie sind die Arbeitsbedingungen der Darsteller_innen? Der Film dokumentiert Begegnungen mit Akteur_innen der Pornoindustrie und mit Vertreter_innen der Queer-Szene, die mit Pornographie als emanzipatorischem Mittel arbeiten." Aus dem Programmheft "globale 2010", 27.5. - 2.6.2010 in Berlin.




Schwule und Lesben – Noch immer Menschen zweiter Klasse?


Österreich 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, ORF2


Talk im Rahmen der Serie "Club 2": Warum werden Schwule und Lesben in Österreich häufig immer noch als Menschen "zweiter Klasse" behandelt?




Schwul-lesbisches Filmfest Bremen 2009


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?


Kurzreportage innerhalb des Magazins "buten un binnen". Moderation: Katja Pietsch und Roland Warmbein.




SiegessäuleTV: "Täglich gegen Homophobie!" Berlin erinnert an die Opfer von Tel Aviv


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Miguel-Pascal Schaar, 5 min


Anlässlich des Attentats auf ein schwul-lesbisches Jugendzentrum in Tel Aviv am 1. August 2009, bei dem ein 17-jähriger und ein 24-jähriger erschossen wurden, wurde am 4. August in Berlin mit der Demonstration "Smash Homophobia" der Toten gedacht. TeilnehmerInnen drücken ihre Trauer und ihre Bestürzung aus.




Sternstunde Religion: Kirche und Homosexualität – Ein zwiespältiges Verhältnis


Schweiz 2009                       Regie/Redaktion/von: ?


Diskussion über die Haltung der Kirche zur Homosexualität.




Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Aljoscha Pause, DSF, 60 min


Ein Jahr nach seiner Dokumentation über Homosexualität im Fußball berichtet der DSF über die Entwicklungen im Sport und bei den Personen, die in der ersten Dokumentation vorgestellt wurden. Das Filmteam begleitet den ersten DFB-Auftritt beim Kölner CSD und wirft auch einen Blick auf die internationale Situation.




Tamara Schneider: "Wir werden ermordet. Homophobie ist Rassismus!" – Solidarity with LGBT Tel Aviv


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, 10 min


Nach dem Attentat auf ein schwul-lesbisches Jugendzentrum in Tel Aviv am 1. August 2009, bei dem zwei junge Männer getötet und zahlreiche andere verletzt wurden, gab es am Berliner Nollendorfplatz dazu eine Smash Homophobia-Demonstration. Dazu verliest die Israelin Tamara Schneider ein ausführliches Statement zu dem Anschlag.




Teddy Award 2009


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: ?, arte


Zusammenschnitt der Preisverleihung anlässlich der Berlinale 2009. Moderation: Annette Gerlach.




Unerhört lesbisch


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Jennifer Söhn, 19 min


Zwei lesbische Frauen, Manuela und Erika, sind hörgeschädigt. Sie erzählen aus ihrem Leben, über ihr Coming out, ihre erste Liebe. Die Interviews werden in Gebärdensprache geführt.




Verliebt, verzopft, verwegen


Österreich 2009                       Regie/Redaktion/von: Katharina Lampert, Cordula Thym, 58 min


Informative und spannende Dokumentation über lesbisch-schwules Leben im Wien der fünfziger und sechziger Jahre. Im Mittelpunkt von Katharina Lamperts und Cordula Thyms Projekt stehen Interviews mit drei Zeitzeuginnen, die sich zu jener Zeit in der Szene bewegten und darüber berichten.




Von Lust und Laster: Deutsche Sittengeschichten


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Frank Otto Sperlich, Lutz Rentner, WDR, 90 min


Die Doku untersucht den Sittenbegriff vom Kaiserreich bis zur Gegenwart, verfolgt den Umgang mit Prostitution in den einzelnen Jahrzehnten und Regierungsformen und streift dabei auch homosexuelles Leben. Durch Interviews mit fiktiven Zeitzeug_innen soll Alltagsgeschichte plastischer werden; dies gerät jedoch an einigen Stellen spekulativ.




ZDF heute: Verfassungsgericht stärkt Homo-Ehe


Deutschland 2009                       Regie/Redaktion/von: Joachim Pohl, ZDF, 2 min


Kurzbericht über die Entscheidung des Verfassungsgerichts, homosexuelle Angestellte des öffentlichen Dienstes den anderen Angestellten, die verheiratet sind, gleichzustellen.




Zoom Europa: Homosexuelle und Europa


Deutschland/Frankreich 2009                       Regie/Redaktion/von: Matthias Ebert, arte, 23 min


Reportage über die unterschiedlichen Rechtslagen in europäischen Ländern: Obwohl Homosexualität bereits in vielen Staaten legalisiert, auch die sogenannte Homo-Ehe eingeführt und in sehr wenigen das Adoptionsrecht angepasst wurde, müssen Homosexuelle nach wie vor mit Diskriminierungen und gewalttätigen Übergriffen im Beruf und im Alltag rechnen.


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2010


CSD 2010 – Bilder und Geschichten des Tages


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, RBB, 45 min


Reportage über den Berliner CSD und die dazu gehörige Demonstration am 19. Juni 2010, mit fünf Geschichten von Teilnehmer_innen.




CSD Köln 2010


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: André Schäfer, Oliver Bätz, WDR, 30 min


Kurzbericht über die Vorbereitungen und den CSD am 4. Juli 2010 in Köln.




CSD Köln 2010


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, CenterTV, 206 min


Berichte und Bilder vom CSD am 4. Juli 2010 in Köln.




DJ Ipek und die "transkulturelle Völkerverständigung"


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Sandra Luzina, Ion Casado, Tom Weichenhain, arte


Im Arte Journal wird über die deutsch-türkische DJane DJ Ipek berichtet, die u. a. im Berliner "SO36" auflegt und sich für gesellschaftliche Minderheiten einsetzt.




Gay Games 2010 – Eröffnungsfeier


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Martin Hommel, CenterTV, 200 min


Live-Übertragung der Eröffnungsveranstaltung der Kölner Gay Games am 31. Juli 2010 aus dem RheinEnergieStadion. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) spricht; Taylor Dayne singt die offizielle Hymne "Facing a Miracle".




Hermaphrodite – Phoebes intersexuelle Abenteuer


Schweiz 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, 60 min


Die junge Phoebe erfuhr erst in der Pubertät, dass sie eine Androgenresistenz hat und intersexuell ist. Sie wurde mit männlichen Chromosomen geboren und mit Hoden, die in den Bauch gewachsen waren.




Höher, weiter, schwul: Die Kölner Gay Games


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, RTL, 30 min


Reportage über die Eröffnungsfeier der Kölner Gay Games 2010; dazu werden einige schwule Sportler befragt.




Hollywood-Skandale


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Eckhart Schmidt, 74 min


Interviews zu Skandalen von den zehner Jahren bis in die Gegenwart, zu Fatty Arbuckle, Wallace Reed, Randolph Hearst, Sal Mineo, Rock Hudson und zu ihrer Homosexualität. Autor Robert Hofler konstatiert, Hudsons Ehefrau, Phyllis, die Sekretärin von Henry Willson, sei eine "stadtbekannte Lesbe" gewesen. Steven Gaydos meint, Homosexuelle hätten es schwer in Hollywood, aber das Publikum würde sich eben mit den romantischen Liebesbeziehungen identifizieren wollen, das ginge mit homosexuellen Darsteller_innen nicht so gut.
Die Statements der Interviewten werden unkritisch dargestellt und geben den sich äußernden Autoren und Journalisten Deutungsmacht. Weitere Skandal-"Fälle": Jean Harlow, Lana Turner, Marilyn Monroe und John F. Kennedy, Tippi Hedren und Alfred Hitchcock, Natalie Wood, Roman Polanski, O. J. Simpson, Jean Seberg und schließlich Michael Jackson.




"Ich bin Muslima, ich bin lesbisch"


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, WDR, ? min


Kurzreportage innerhalb von "frau tv" mit Lisa Ortgies. Zitiert wird u. a. Seyran Ates mit ihrem Buch "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution"; Fatma Sonja Bläser schildert die Situation junger lesbischer Frauen, von deren Lebensgeschichten sie in ihrem Beratungsverein "Hennamond" erfahren hat.




Ich will ein Baby ohne Mann


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Iris Bettray, ZDF, 28 min


ZDF-Reportage in der Reihe "37 Grad" über Frauen, die mithilfe einer Samenbank schwanger werden wollen; darunter auch ein lesbisches Paar, das unermüdlich jeden Cent spart, um im Ausland eine Samenspende kaufen zu können - weil es ihnen in Deutschland verboten ist.




Janis Joplin: Die zwei Leben der Janis Joplin (Love, Janis)


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Ray Müller, arte, 52 min


Ray Müller porträtiert die legendäre Rock-Ikone Janis Joplin (1943-1970), die mit ihrer Stimme und ihren unkonventionellen Auftritten Musikgeschichte schrieb. Einige Zeitzeug_innen kommen zu Wort, von denen einer ihre selbstbewusste Bisexualität erwähnt. Der Off-Kommentar der Dokumentation jedoch bescheinigt der Sängerin klischeehaft Probleme mit ihrem Äußeren und verortet sie oberflächlich bei den Hippies. Laut Doku nahm Joplin eine Überdosis, als sie gerade auf der Höhe ihres Ruhms war.




Liebe Pauline


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Sabine Michel, 3sat, 29 min


Sehenswerte Reportage in der 3sat-Reihe "Mädchengeschichten" über die 17-jährige Pauline, die in Ost-Berlin aufgewachsen ist und mit 14 ihr Coming out hatte. Sie erzählt von ihrem Coming out; die Doku ist in den Alltag der Familie eingebettet.




Die Lust der Frauen


Österreich 2010                       Regie/Redaktion/von: Gabriele Schweiger, 61 min


TV-Dokumentation (mit Kinoauswertung), die das Sexualleben von Frauen, die über 60 Jahre sind, in den Blick nimmt. Unter den fünf Porträtierten lebt eine Frau eine lesbische Romanze.




Mama Mama, Papa Papa


Schweiz 2010                       Regie/Redaktion/von: Remo Hegglin, Cesare Macri, 60 min


Dokumentarfilm über Freud und Leid von Regenbogenfamilien. Nicht nur homosexuelle Paare und deren Kinder kommen zu Wort, sondern auch Fürsprechende des konventionell heterosexuell ausgerichteten Familienmodells.




Mama lesbisch, Papa schwul – Wenn Homosexuelle Familien gründen


Schweiz 2010                       Regie/Redaktion/von: Lisa Röösli, SF1, 25 min


In der Reihe "Reporter" berichtet eine Reportage über die Situation homosexueller Familien in der Schweiz, die gleichgeschlechtlichen Paaren den Zugang zur Fortpflanzungsmedizin und Adoption verbietet. Zwei Frauen haben mittels einer Samenspende eine Familie gegründet. Die Journalistin Lisa Röösli begleitet außerdem einen schwulen Mann, der seinen Kinderwunsch gemeinsam mit zwei Lesben verwirklichen will.




Männlich. Weiblich. Oder was?


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Uta Kolano, MDR, 45 min


Sehr eng in einer heteronormativen Mann-Frau-Polarität sowie dem Biologismus verhaftete Reportage mit Beiträgen über "Zwittrigkeit" bei Schnecken (kolportiertes Forschungsergebnis: Zwittrige Schnecken wollen immer die männliche Rolle übernehmen und sind konfliktanfälliger als kooperative eingeschlechtliche), über Inter*, Männerselbstfindungsseminare (These des Seminarleiters: Die archaische Rolle des Mannes ist der Krieger), Trans* und Homosexuelle.




Mann sucht Mann – Frau sucht Frau


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 45 min


Im Format "Menschen hautnah" zeigt der WDR eine Reportagereihe über Beziehungen und legt in dieser Folge den Fokus auf die Partner- bzw. Partnerinnensuche und den Alltagsfrust homosexueller Singles, die u. a. übers Internet Kontakt suchen.




Markus Lanz: Unser Problem sind die Normalen


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 65 min


Talkshow mit Markus Lanz, in der u. a. neben einem Psychiater und Ralph Morgenstein eine lesbisch lebende Frau, die anonym bleiben möchte, und die "Lesbischer-Herbst"-Aktivistin Yvonne Ford zum Thema Lesbischsein zu Wort kommen.




New York Memories


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, Buch: Rosa von Praunheim, Anna Steegmann (Mitarbeit), WDR/BR, 90 min


Nach mehr als 20 Jahren kehrt Rosa von Praunheim nach New York zurück und befragt die dort immer noch ansässigen beiden Frauen aus seiner Dokumentation Überleben in New York (1989). Anna Steegmann hat nach mehreren Jahren Lehrerinnentätigkeit, deren grundlegendes Studium sie als Go-Go-Tänzerin finanzierte, erneut umgesattelt und hält nun Seminare zu kreativem Schreiben. Claudia hatte die Stadt zwischenzeitlich verlassen, kehrte jedoch wieder zurück, als sie sich in die New Yorkerin Barbara verliebte. Praunheim vergleicht seine ersten revolutionären Metropolen-Eindrücke von 1971 (z. B. Gay Pride) mit den Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, wobei AIDS und die Ereignisse des 11. September 2001 gestreift werden. Neben einigen anderen Interviews in Praunheims Bekanntenkreis wird auch der 14-jährige Trans*-Sohn von Praunheims einstigem Kameramann befragt.




Die Schulstunde als Talkshow: Homophobie


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Stefan Manke, Clara Walther, WDR, 15 min


In der Reihe "Planet Schule" beschäftigt sich eine Moderatorin mit dem jungen Timo, der in seiner Schule in Gelsenkirchen gemobbt wird, weil er sein Schwulsein nicht verheimlicht. Sie spricht mit den Schülern, geht mit Timo zu diversen Beratungsstellen (u. a. "Schule der Vielfalt") und vermittelt ihm hilfreiche Kontakte zu schwul-lesbischen Jugendzentren, die ihn so stärken, dass er von einem Schulabbruch absieht und sich gegen die Homophobie in seiner Klasse zur Wehr setzt.




Schwul im Sauerland (Tag 7: Schwul im Sauerland)


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Christina Zühlke, 20 min


Christine Zühlke fragte nach einer Reportage im Frühling, in der ein junger Mann sich in seinem Heimatdorf geoutet hatte, welche Folgen das für ihn hatte.




Schwule Sau – Der neue Hass auf Homosexuelle


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Christina Zühlke, WDR, 45 min


In der Reihe "die story" geht die Dokumentation der Diskriminierung von Schwulen und Lesben in den Schulen nach und zeigt auf, dass ein Coming out selten vom Lehrpersonal unterstützt wird.




Stonewall in Wien – Chronik einer lesbisch-schwulen-transgender Emanzipation


Österreich 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, Queer Lounge, 120 min


Das TV-Magazin Queer Lounge stellte aus zahlreichen Interviews und Gesprächen, die von den Grünen und dem Zentrum QWIEN mit Zeitzeug_innen initiiert worden waren, eine Dokumentation zusammen, die Einblick in das queere Leben in Wien seit den fünfziger Jahren gibt.




Susan Sontag – Denkerin und Diva


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Birgitta Ashoff, arte, 90 min


Porträt über Susan Sontag (1933-2004), Essayistin und Schriftstellerin, die von 1988 bis zu ihrem Tod eine Beziehung mit der Fotografin Annie Leibovitz lebte. Die Doku fokussiert jedoch besonders das Jahr 2003; interviewt werden daher Sontags „große Liebe“ Lucinda Chiles, der Schriftsteller und Freund Paul Auster u. a.




Tabu Intersexualität – Menschen zwischen den Geschlechtern


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Britta Dombrowe, 52 min


Dokumentation über eine intersexuelle Frau, die den Chirurgen verklagt, der sie nach der Geburt irreversibel "zum Mann" zwangsoperiert hatte.




Teddy Award 2010


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, arte, 90 min


Erstmals ein längerer Zusammenschnitt der Gala anlässlich der Preisverleihung zur 60. Berlinale im Februar 2010. Moderatorin Annette Gerlach fehlte wiederholt jegliches politisches Bewusstsein; so stellte sie beispielsweise einen transgender Inder als "wahren Exoten" vor ... Der diesjährige Publikumspreis ging an "The Kids are all right" von Lisa Cholodenko. Leider ist dem Zusammenschnitt ein deutscher Off-Kommentar unterlegt, der zwanghaft versucht, locker und witzig zu sein.




Too Much Pussy. Feminist Sluts, a Queer X Show


Frankreich/Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: Emily Jouvet, Wendy Delorme, 80 min


Dokumentation einer eigens für diesen Film initiierten Europatour von sieben Sex-Performance-Künstlerinnen, die in verschiedenen europäischen Großstädten Sexualität in vielen Variationen inszenieren.




Unter 4 Augen: Maren Kroymann


Deutschland 2010                       Regie/Redaktion/von: ?, BR, 30 min


Moderatorin Sabine Sauer plaudert mit der Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann (Jg. 1949).


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 2011


Alles Walzer


Frankreich/Österreich 2011                       Regie/Redaktion/von: Barbara Necek, ORF, ? min


Dokumentation über die Tradition diverser Ball-Veranstaltungen wie z. B. den Wiener Opernball, aber auch den Rosenball, "das offizielle Ballevent der Wiener Homosexuellenszene".




Anders sein: Jung, schwul, lesbisch


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Maurice Friedrich, Rick Gajek, HR, 30 min


Porträt von jungen Lesben und Schwulen, die das schwul-lesbische Jugendzentrum "KUSS 41" in der Frankfurter Kurt-Schumacher-Straße als Treffpunkt nutzen. Viele der Interviewten berichten unabhängig vom Geschlecht von zahlreichen Diskriminierungen auf der Straße.




Christopher Street Day 2011


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: André Schäfer, WDR, 45 min


Anlässlich der CSD-Parade am 3. Juli 2011 werden das Stadtfest und die CSD-Atmosphäre in Köln porträtiert.




CSD 2011 in Köln


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Martin Hommel, Center TV, 210 min


Live-Berichterstattung von der Parade in Köln, mit Hintergrundberichten und Interviews, diesmal ist unter den ModeratorInnen auch die szenekundige Tina Stotz.




Christopher Street Day 2011


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Daniel Berlin, RBB, 60 min


Reportage über den Christopher Street Day 2011 in Berlin-Mitte.




DDR unterm Regenbogen


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Jochen Hick, Andreas Strohfeldt, RBB, 45 min


Dokumentation über die Geschichte der Homosexuellen in der DDR: Der § 175 StGB in der DDR wurde 1968 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen und durch den für Schwule und Lesben geltenden § 151 StGB ("Verbot von homosexuellen Handlungen mit Jugendlichen unter 18 Jahren") ersetzt. Außerdem führte das Ministerium für Staatssicherheit "Rosa Listen" über die von ihnen ausspionierten homosexuellen Personen. Fünf Vorkämpfer_innen berichten hier von ihren persönlichen Erfahrungen: Peter Rausch, einer der ersten homosexuellen Aktivisten der frühen siebziger Jahre, der Theologe Christian Pulz und Marina Krug, die nach den ersten unangenehmen Erfahrungen mit der Staatssicherheit Anfang der achtziger Jahre die Gruppe "Lesben in der Kirche" (LiK) mitbegründete. Eine Ehrung homosexueller Opfer in der Gedenkstätte Ravensbrück durch die LiK wurde 1985 von der Staatssicherheit vereitelt. Siehe dazu auch Warum wir so gefährlich waren (2006). Des Weiteren berichtet Klaus Laabs von seinen Versuchen, das Thema Homosexualität in der SED zu diskutieren. Fotograf Andreas Fux geriet mit diversen Männerakten ins Visier der Ordnungshüter und wurde zeitweise angeworben, um Homosexuelle auszuspionieren.




Du sollst nicht schwul sein. Katholische Kirche und Homosexualität


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Jürgen Erbacher, Jan Frerichs, Maria Trübswetter, ZDF, 43 min


Porträt der Haltung der katholischen Kirche zu Homosexualität. Dabei kommt der schwule katholische Theologe David Berger zu Wort, der - wie viele andere - nach dem Auftritt von Bischoff Overbeck in der Sendung "Anne Will" im April 2010 aus Protest ausgetreten ist. Er outete sich am 17. Februar 2011 in der Sendung "Markus Lanz". Eine lesbische Theologin will nur anonym berichten, weil sie Angst vor den Konsequenzen eines Outings hat. Der Film fragt, was Schwule und Lesben bewegt, dennoch in der katholischen Kirche zu bleiben, obwohl sie sich dort verleugnen müssen. Nach katholischer Auffassung ist Homosexualität nicht frei wählbar und daher auch nur sündhaft, wenn sie gelebt wird. Die interviewte Theologin argumentiert jedoch, die einzige Sünde, die ihr vorzuwerfen sei, sei das Schweigen über ihr Lesbischsein, denn sie stütze damit das 'sündige' System der katholischen Kirche.
Es kommen leider sehr viele homophobe Menschen zu Wort: Gabriele Kuby (bei "Markus Lanz"), Gert Winkelmann, Bischof Overbeck (bei "Anne Will").




Einsichten


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Lesbenberatung Berlin e. V., 4 min


"Die Lesbenberatung Berlin e.V. hat als Kooperationspartnerin des EU-Projekts LARS (“Lesbian awareness rising strategies to overcome the taboo of same-sex domestic violence“) einen Kurzfilm zu Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen gedreht.
Der Film „einsichten“ ist ca. vier Minuten lang und dient als Anstoß für Diskussionen und Interventionen, z. B. bei Fortbildungen. Er zeigt in schönen Bildern Alltagssituationen, im krassen Widerspruch dazu stehen die Aussagen, die sich bitter auf die Bilder legen. Zeitgleich ist eine Broschüre zum Thema “Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen” entstanden. Lesbische/bisexuelle Frauen und Trans*Menschen, deren Beziehung von Gewalt geprägt ist, sollen darin bestärkt werden, sich Unterstützung zu suchen und etwas an ihrer Situation zu verändern. Gleichzeitig richtet sich die Lesbenberatung Berlin an alle, die in ihrem Umfeld häusliche Gewalt beobachten oder jemanden kennen, deren_dessen Beziehung von Gewalt geprägt ist. Die Broschüre gibt Anregungen zu Handlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen und/oder Trans*Menschen innerhalb der LSBTICommunities und in Beratungseinrichtungen weiter voran zu treiben." Quelle: "LAG Lesben in NRW" Rundbrief 9/2011.




Emilie Lieberherr – Die Kämpferin


Schweiz 2011                       Regie/Redaktion/von: Roland Huber, SF, 50 min


Porträt der Schweizer Politikerin Emilie Lieberherr (1924-2011), die sich nach einer Laufbahn als Berufsschullehrerin Ende der sechziger Jahre für das Frauenwahlrecht in der Schweiz stark machte. Sie trat der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz bei und wurde als erste Frau Stadträtin von Zürich. Nach ihrem Rücktritt 1994 zeigte sie sich auch öffentlich mit ihrer Lebenspartnerin




Familien zweiter Klasse – Gleichgeschlechtliche Paare


Österreich 2011                       Regie/Redaktion/von: Martina Schmidt, ORF, 9 min


In Österreich gilt das Verpartnerungsgesetz, das lesbischen Paaren verbietet, ein Kind zu adoptieren oder mit medizinisch unterstützter Befruchtung schwanger zu werden. Der Oberste Gerichtshof prüft nun das Fortpflanzungsverbot. Reportage in der Reihe "Report".




Frauen-Weltmeisterschaft 2011: Nigeria - Deutschland


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: ?, ARD, ? min


In der das Gruppenspiel zwischen Nigeria und Deutschland am 30. Juni 2011 vorbereitenden ARD-Sportschau berichtet ein mehrminütiger Beitrag über die homophoben Äußerungen der nigerianischen Chef-Trainerin Eucharia Uche. Sie diskriminiert lesbische Spielerinnen ("dreckige Lebensweise") und hat diese wohl auch aus der Mannschaft ausgeschlossen. Im Off wiedergegebenes Zitat: "Ja, die Lesben in unserer Mannschaft waren wirklich ein großes Problem. ( …) Es gibt keine lesbischen Spielerinnen mehr in meinem Team."
In einer eingeblendeten Pressekonferenz bestätigt Uche, dass sie Homosexualität nicht 'richtig' findet; später, nach der Rüge durch die FIFA, bestreitet sie allerdings, jemals homophobe Äußerungen von sich gegeben zu haben. In der Kurzreportage wird auch auf die Situation von Homosexuellen in Afrika hingewiesen und darauf, dass in einigen Staaten Homosexualität mit hohen Strafen geahndet wird.




Lesbische Mütter – schwule Väter. Familien ganz normal anders


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Janine Göhring, MDR, 30 min


Reportage über Kinder mit zwei Müttern oder zwei Vätern, die sich jeweils für ein Kind entschieden haben. Das schwule Paar nimmt einen dreijährigen Jungen als Pflegekind auf, das lesbische Paar erfüllt sich den Kinderwunsch mit künstlicher Befruchtung, die jedoch von Ärzten und Ärztinnen in der Bundesrepublik nicht assistiert werden darf und oftmals nicht medizinisch begleitet wird.




Liebet und wehret euch – Sündenfall Homosexualität?


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Christian Weibezahn, 23 min


Reportage, die sowohl Papstanhänger_innen als auch Papstgegner_innen zu Wort kommen lässt. Der schwule Blogger Johannes Kram richtet sein Engagement gegen die Homophobie der Kirche und demonstriert mit Tausenden gegen den Papstbesuch in Deutschland. Die Demonstrant_innen fordern Gleichberechtigung, das Recht auf Abtreibung und Akzeptanz lesbischer sowie schwuler Lebensweisen. Dagegen bezieht Erzbischof Woelki Position und verteidigt das Festhalten an der heterosexuellen Rollentradition.




Mit Erika im Wald


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Simone Heyder, Almut Röhrl, 73 min


In Stuttgart produzierter Dokumentarfilm über lesbische Sexualität und Erotik: Lesbische Frauen zwischen 19 und 85 Jahren wurden – zum Teil über mehrere Jahre – begleitet und erzählen, wie sie ihre Sexualität leben. Zu Wort kommen u. a. die Sexpertin Laura Méritt und und die mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Ilse Kokula.




Nina Hagen – Godmother of Punk


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Cordula Kablitz-Post, RBB, 57 min


Porträt der Punksängerin Nina Hagen (Jg. 1955), die Ende der Siebziger mit einem völlig neuen Musik- und Gesangsstil für Aufsehen sorgte. Ihre feministisch-kritischen Texte fanden besonders bei politisch bewegten und emanzipierten Frauen Anklang. Ein Mitglied der "Nina Hagen Band" beklagt sich im Interview, dass die zahlreichen weiblichen Groupies alle nur für Nina kamen, nicht für die Männer in der Band.




Protest gegen den Papst in Berlin 2011


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: ?, 12 min


Videomitschnitt der Rede von Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann (geb. 1927), die während des Papstbesuches am 22. September 2011 in Berlin auf der Protestdemonstration gegen Homophobie sprach. Ranke-Heinemann, chaotisch und frech wie gewohnt, unterhält mit ihrer saftigen Kritik das Publikum.




Robert Bosch – Vermächtnis eines Großindustriellen


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Birgit Schulz, Angela Linders, 110 min


In der Dokumentation, die den Firmengründer Robert Bosch (1861-1942), seine Familie und seine Nachkommen porträtiert, kommt auch eine Enkelin, Ise Bosch (geb. ca. 1965?), zu Wort. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der Dreilinden gGmbH, die sich gegen Diskriminierung und Gewalt aufgrund von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung einsetzt. Sie ist außerdem eine der Gründerinnen von filia.die frauenstiftung.




Schwerelos – No Gravity (No Gravity)


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Silvia Casalino, 60 min


Die lesbische Raumfahrtingenieurin Silvia Casalino spürt in einem essayistischen Dokumentarfilm der Geschichte der Frauen in der Raumfahrt nach und deckt unkonventionelle Sichtweisen auf. Dabei begegnet sie der Philosophin Donna Haraway und ihrer Cyborg-Theorie, und spricht mit anderen Raumfahrerinnen.




Sex und '68


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Sabine Stadtmüller, 68 min


Die Dokumentation gibt einen Einblick in die Veränderungen, denen der Umgang mit Sexualität Ende der sechziger Jahre unterworfen war. Die Autorin führt dazu Interviews mit Senta Berger, ihrem Sohn Simon Verhoeven, mit den Schauspielerinnen Meret Becker, Monika Hansen, dem Filmemacher Stefan-Georg Troller und seiner bisexuellen Tochter Linda, mit Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin und mit der Modeschöpferin Sonja Rykiel, der Pornoproduzentin Petra Joy und dem schwulen Filmemacher Rosa von Praunheim.




Sichtweisen – Lesben über Lesbenfilme


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Ingeborg Boxhammer, Heike Janes, 65 min


"Die Dokumentation spürt der Vielfalt von Meinungen zum Genre „Lesbenfilm" nach. Während des Lesbenfrühlingstreffens 2009 in Köln fragten die Filmautorinnen Frauen nach ihren Lieblingslesbenfilmen: Was lässt Lesben schwärmen, worüber ärgern sie sich? Welche Inhalte wünschen sie sich? Sehen sie ihre Vorstellungen verwirklicht oder eher nicht?
Untermalt werden die Antworten mit nachgespielten Filmausschnitten, in denen die Bonner Lesbentheatergruppe beliebte Szenen neu akzentuiert. Herausgekommen ist eine abwechslungsreiche Zusammenstellung, die vielfältige Schlaglichter auf die Sehgewohnheiten und Wünsche von lesbisch lebenden Frauen wirft." (Ankündigungstext)




Tausend Küsse für den Teddy


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: ?, arte, 90 min


Mitschnitt der Gala zur Verleihung des schwul-lesbischen Filmpreises 2011. Zum 25. Jubiläum der Verleihung wird wie gehabt sehr viel "Show" inszeniert und ein belehrender Kommentar im Off hinzugefügt. Moderation: Annette Gerlach.




Verqueere Welten 2.0 – Alternative Lebenswege junger Menschen


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Sebastian Schwarz, 80 min


Das Projekt "Verqueere Welten", vom Bochumer Beratungszentrum Rosa Strippe e. V. 2010 als Wanderausstellung konzipiert und aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans des Landes NRW unterstützt, wird hier als "Verqueere Welten 2.0" weitergeführt: Junge Menschen, die sich als schwul, lesbisch, bi, trans* oder queer definieren, geben in filmischen Porträts Einblicke in ihre Geschichte. Sie berichten von ihrem Coming out, von den Diskriminierungserfahrungen, aber auch von der Akzeptanz, die Teile ihres Umfeldes inzwischen zu leben gelernt haben. Film und Broschüre können gegen Erstattung des Portos kostenfrei bei der Rosa Strippe bestellt werden: http://www.rosastrippe.de/. Die spannenden und sehr vielfältigen Interviews der Teilnehmer_innen sind auch online zugänglich: http://www.youtube.com/user/RosaStrippe.




Vier Künstlerinnen der Avantgarde


Deutschland 2011                       Regie/Redaktion/von: Ralph Goertz, 40 min


Für die Ausstellung "Die andere Seite des Mondes - Künstlerinnen der Avantgarde" werden in dieser Dokumentation vier der acht präsentierten Künstlerinnen vorgestellt: Florence Henri (1893-1982), Sonia Delaunay (1885-1979), Sophie Taeuber-Arp (1889-1943) und Claude Cahun (1894-1954). Dabei wird Cahuns lesbische Lebensweise deutlich hervorgehoben, auch ihr künstlerisches Spiel mit den Geschlechtern. Der Name ihrer Lebensgefährtin Suzanne Malherbe alias Marcel Moore (1892-1972) fällt nicht. Auch bleibt der antifaschistische Widerstand, den die beiden auf der Insel Jersey leisteten, außen vor. Siehe dazu "Lover Other" (USA 2006) von Barbara Hammer.




Yes, We Are


D/Polen 2011                       Regie/Redaktion/von: Magda Wystub, 69 min


"Zu Wort kommen zahlreiche Akteurinnen der Lesbenszene Polens, darunter die bekannte feministische Radio-Journalistin Anna Laszuk, die sich vor einigen Jahren als zweite Frau in Polen öffentlich geoutet hat, die Gruppe „kvir sfera“, die das erste queer-feministische Zentrum in Polen eröffnet hat und nicht zuletzt Roma Ciesla und Viola, zwei ältere Aktivistinnen, die über die Anfänge der Lesbenbewegung in den 1990ern sprechen." (Ankündigungstext)


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 2012


Der 26. Teddy Award 2012


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, arte, 90 min


Die Teddy-Verleihung im Flughafen Tempelhof 2012 legt den Schwerpunkt auf Transgender. Durch die Sendung führt Jochen Schropp, dessen Moderation leider durch einen belehrenden und bemüht unernsten Off-Kommentar niedergequatscht wird. Jeweils ein Spezialteddy wird an Mario Montez und Ulrike Ottinger verliehen.




Am Schauplatz: Wenn Frauen Frauen lieben


Österreich 2012                       Regie/Redaktion/von: Nina Horowitz, ORF 2, 36 min


Reportage über lesbische Frauen, die nach langem Schweigen entscheiden, öffentlich zu ihrem Lesbischsein zu stehen.




Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992 (Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992)


Deutschland 2012                        Regie/Redaktion/von: Dagmar Schultz, 84 min


Dagmar Schultz hat materialreich Videomitschnitte und resümierende Interviews zur politischen Aktivistin und Poetin Audre Lorde (1934-1992) recherchiert und zusammengestellt. Die sich selbst als "black, feminist, lesbian, mother, poet warrior" bezeichnende Audre Lorde besuchte Berlin zwischen 1984 und 1992 häufiger und hielt hier Vorträge und Seminare zu schwarzen Schriftstellerinnen. Dabei thematisierte sie Rassismus und forderte zur Auseinandersetzung über diese Herrschaftsform auf: Sie trug für Weiße entscheidend dazu bei ein Bewusstsein für Privilegien einerseits und für Diskriminierungen andererseits zu schärfen. Gleichzeitig ermutigte sie insbesondere afro-deutsche Frauen, sich zu organisieren und gemeinsam politisch aktiv zu werden. Dagmar Schultz ist eine beeindruckende Hommage an die 1992 an Krebs gestorbene Poetin gelungen, die mit ihrem Denken neue Impulse setzte und nicht nur die Berliner Szene, sondern auch die von Weißen dominierte Frauen- und Lesbenbewegung bundesweit maßgeblich beeinflusste. Siehe zum Film auch www.audrelorde-theberlinyears.com/deutsch/index_de.html.




Children of Srikandi


Indonesien/Deutschland/Schweiz 2012                       Regie/Redaktion/von: The Children of Srikandi Collective, 73 min


Wie ist das Leben für lesbische oder trans* Frauen in Indonesien? Der Gay Pride March in Surabaya musste wegen des enormen Drucks von Seiten des islamischen Volksforums (FUI, Islamic Community Forum) abgesagt werden; dem LGBT-Filmfest wurde mit Anschlägen gedroht. Nach massiven Attacken gegen LGBT-Veranstaltungen im Jahr 2010 soll dieser Film den völlig unterschiedlichen Perspektiven von acht indonesischen (trans*) Frauen Raum bieten, die inmitten der aggressiven Stimmung versuchen ihr Leben zu leben.




Christopher Street Day 2012


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, RBB, 45 min


Die Parade des Berliner CSD e. V. 2012 fand unter dem Motto "Wissen schafft Akzeptanz" am 23. Juni 2012 statt und führte von der Gitschiner Straße über den Potsdamer Platz und Unter den Linden zur Yitzhak-Rabin-Straße.




CSD 2012


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, CenterTV, 150 min


Live-Reportage des Kölner CSD am 8. Juli 2012 mit zahlreichen Interviews von der Strecke zum Motto des diesjährigen Umzugs, "Ja, ich will", das auf die Forderung anspielt, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Moderation: Tina Stotz und Uwe Lautenschläger.




Der Club: Kinder homosexueller Eltern sind juristisch schlechter gestellt


Schweiz 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, SF 2, ? min


Unter der Leitung von Mona Vetsch diskutieren Martina Scheibling von Känel, lesbische Mutter in eingetragener Partnerschaft, Martin della Valle, schwuler Vater mit adoptierter Tochter, Brigitte Häberli, Gegner des Adoptionsrechts homosexueller Eltern, Ständerätin (CVP/TG), Claude Janiak, Ständerat (SP/BL) und Befürworter des Adoptionsrechts homosexueller Eltern, , Heinrich Nufer, Kinderpsychologe, Präsident Schweizerische Fachstelle für Adoption, und Heiner Studer, Präsident EVP Schweiz.




Etwas wagen: Lisa Rücker – Vizebürgermeisterin Graz


Österreich 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, ORF 2, ? min


In der ORF2-Sendung "Etwas wagen" stellt Moderatorin Barbara Stöckl u. a. Lisa Rücker vor, die nicht nur die erste grüne Vizebürgermeisterin von Graz ist, sondern auch Lesbe und Mutter zweier Töchter.




Ich bin homosexuell und will Kinder


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, NDR, 30 min


In der Reihe "Offen gesagt" befragt Pastor Jan Dieckmann zwei lesbische Mütter und einen schwulen Vater. Alle drei sind Teile unterschiedlicher Regenbogenfamilien. Sie erzählen von ihren Familien- und Kinderwünschen, die sie sich mit schwulen bzw. lesbischen FreundInnen bereits erfüllt haben. Sie sehen in ihrer Lebensform keinen Gegensatz zum christlichen Familiengedanken, sondern betrachten sie als Erweituerung und als Erfüllung der christlichen Grundidee von Liebe. Alle wünschen sich mehr Selbstverständlichkeit im Umgang mit Regenbogenfamilien.




Immer Kämpferin, nicht Opfer – Ein Gedenkort für Hilde Radusch


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Lisa Fedler, 7 min


Lisa Fedler hat die Einweihung des Gedenkortes für Hilde Radusch (1903-1994) in Berlin-Schöneberg am 22. Juni 2012 filmisch festgehalten. Es ist der erste Gedenkort für eine im Nationalsozialismus verfolgte lesbische kommunistische Aktivistin. Zu Wort kommen die Initiatorinnen der Gedenkveranstaltung vom frauengeschichtlichen Netzwerk Miss Marples Schwestern, Ilona Scheidle und Gabriele Wohlauf, die auch eine Weggefährtin von Hilde Radusch war, sowie die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. Der Kurzfilm kann hier angeschaut werden: www.lesbengeschichte.de/erinnern_feiern_berlin_radusch_d.html.




Ja, ich will – CSD 2012


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Oliver Bätz, André Schäfer, WDR, 30 min


"Ja, ich will" ist das Motto des Kölner CSD 2012, der am 8. Juli in einer großen Parade gefeiert wurde. Das Motto spielt auf die Forderung an, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.




Jalda und Anna – Die erste Generation danach


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Katinka Zeuner, Ben Laser, 78 min


Unterhaltsames und ermutigendes Portrtät der beiden Berliner Künstlerinnen Jalda Rebling und Anna Adam, die als Paar zusammen in Berlin leben, wenn sie nicht gerade auf Tour sind. Beide Frauen haben als Töchter von Shoa-Überlebenden lange mit diesem ‚Erbe' gerungen, das ihr Leben bestimmte. Dennoch sollte, so die Forderung vieler Jüdinnen und Juden wie auch der beiden Künstlerinnen, "Judentum" keineswegs nur mit Verfolgung und Ermordung assoziiert werden. Sie wollen demgegenüber auch andere Seiten ihrer Geschichte aufzeigen und jüdische Kultur sichtbar machen - und tun dies auf lockere Art und Weise: Jalda Rebling (Jg. 1951) betätigt sich konfessionsübergreifend als Kantorin und trägt jiddische Lieder vor. Anna Adam (Jg. 1963) setzt sich als provokant-streitbare Designerin und Ausstellungsgestalterin in satirischer Weise mit jüdischer Kultur auseinander und sucht dabei immer wieder den Kontakt mit dem Publikum.




Kinderwunsch in der Regenbogenfamilie


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 5 min


Das kurze ZDF-Feature porträtiert zwei junge Frauen, Natalia und Mareike, die gemeinsam ein Kind bekommen haben.




Kölner Treff 


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 75 min


Kölner Treff (Talkshow) am 29.Juni 2012 im WDR, u. a. mit der vielfach ausgezeichneten Auslandskorrespondentin und Autorin Carolin Emcke, die in bundesweiten Lesungen ihr Buch "Wie wir begehren" vorstellt. Unter den Gästen befindet sich auch die Kabarettistin Lisa Fitz, die im Laufe der Sendung erzählt, sie habe selbst gleichgeschlechtliche Erfahrungen gemacht. Moderation: Bettina Böttinger.




Legenden: Inge Meysel 


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Ulrike Bremer, 75 min


Porträt der Volksschauspielerin Inge Meysel (1910-2004): Die selbstbewusste und resolute Inge Meysel begann ihre schauspielerische Karriere 1930 am Theater, erhielt von 1933 bis 1945 als "Halbjüdin" Auftrittsverbot und überlebte mit ihrem Mann auf dem Land im Norden. Ende der fünfziger Jahre wurde sie durch ihre Rollenwahl zur "Mutter der Nation". Trotz dieses bieder anmutenden Titels war sie Zeit ihres Lebens politisch aktiv: Sie redete bereits in den zwanziger Jahren öffentlich gegen die Todesstrafe und protestierte gegen den § 218, gegen den sie auch in den siebziger Jahren auf die Straße ging. In einem Interview bekannte sie sich zu gleichgeschlechtlichen Erfahrungen. Zu ihrem engsten Freundeskreis gehörte u. a. auch der "Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben, den sie unbeabsichtigt als schwul outete.




Lesben, Schwule und ihre Kinder


Österreich 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, 50 min, ORF2


In der Reihe "Kreuz und quer" diskutieren die Sexualmedizinerin Elia Bragagna, der Psychiater und Psychotherapeut Christian Spaemann, Theaterdirektor und Friedensforscher Karl M. Sibelius und die Juristin Stephanie Merckens, die in der Bioethikkommission des Bundeskanzleramts sitzt, sehr kontrovers darüber, was heterosexuelle und/oder homosexuelle Elternschaft ausmacht.




Lesbisches Landleben: Schützenfest statt Christopher-Street-Day


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Christina Zühlke, 13 min, WDR


Feature einer Sendung der Reihe "frau TV": Porträt lesbisch lebender Frauen in der Provinz, die im sauerländischen Meschede erfolgreich eine Gruppe mit Landlesben gegründet haben.




Eine lesbische Witwe


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Rosa von Praunheim, 11 min


Die Lebensgefährtin der ehemaligen Berliner Senatorin Anne Klein (1950-2011), Barbara Binek, trauert um ihre verstorbene Frau, die sich in ihrer Arbeit für die Gleichstellung von Lesben und Schwulen eingesetzt hatte.




Man for a day (Man for a Day)


Deutschland/UK/Finnland 2012                       Regie/Redaktion/von: Katarina Peters, mit ZDF, 96 min


Katarina Peters dokumentiert einen Workshop, den die Drag-King-Performance-Künstlerin Diane Torr alias Danny King in Berlin angeboten hat. Der Film zeigt die Übungen, Beobachtungen und Selbstverständnisse sowohl der Workshop-Leiterin als auch der Teilnehmerinnen. Eine von ihnen überträgt im Spiel ihre lesbische Identität auf einen homosexuellen Mann.




Maren Kroymann


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Cordelia Strauß, ZDF, 2 min


Kurzfeature in der Reihe "Leute heute"; porträtiert wird die Kabarettistin, Sängerin und Schauspielerin Maren Kroymann, die als offen lebende Lesbe oft zu Talkshows eingeladen wird.




Meine Eltern sind lesbisch


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Jutta Brinkmann, Ulrike Michels, WDR, 45 min


Reportage in der Reihe "Menschen hautnah": Zwei lesbische Mütter und zwei schwule Väter erzählen von ihren Regenbogenfamilien. Auch die Kinder kommen zu Wort und gehen erfrischend locker mit einer Situation um, die den meisten ihrer Mitschüler_innen fremd ist.




Mut zur Wahrheit


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, Sat 1, 22 min


Porträt der 27-jährigen Polizeibeamtin Lena Holl, die sich aus Angst vor Diskriminierungen und Übergriffen von KollegInnen bisher nur im engsten Familienkreis geoutet hat.




Papa, Papa, Kind – Homo-Ehe ohne Grenzen?


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Karsten Frings, ARD, 76 min


Zu Gast bei "Hart aber fair": Ralph Morgenstern, schwuler Entertainer, Martin Lohmann, Chef des katholischen Senders K-TV, Stefan Kaufmann, offen schwuler Abgeordneter der CDU, Birgit Kelle, freie Journalistin gegen die Homo-Ehe, Lucy Diakovsky, Ex-Sängerin der Popband "No Angels", die sich inzwischen privat für eine Frau entschieden hat. Umstrittener Aufhänger für die populäre Talkshow mit Frank Plasberg, die alle Facetten einer Medaille zu beleuchten vorgibt, ist der erste schwule Weihnachtsmarkt in Köln, der im Dezember 2012 mit dürftig bekleideten Männern beworben wurde.




Regenbogenfamilien – Auch Lesben wollen Eltern werden


Österreich 2012                       Regie/Redaktion/von: ?, ORF 2, ? min


Reportage über die rechtliche Situation von lesbischen Österreicherinnen, die eine Familie gründen wollen: Die künstliche Befruchtung mit Hilfe von Samenspendern ist in Österreich nur heterosexuellen Paaren erlaubt.




Schwule Sau! – Die neue Feindlichkeit gegen Homosexuelle


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Ulrike Fuchs-Eichel, WDR, 90 min


In der Reihe "West.art"-Talk moderiert Holger Notze am 13. Mai 2012 live im WDR-Foyer eine Talk-Runde über Homophobie und die (fehlende) Akzeptanz in Schule, Kirche und Sport. Am Gespräch nehmen teil: die Sozialpädagogin Almut Dietrich (Anti-Gewalt-Arbeit in NRW), David Berger (schwuler Theologe, der nach seinem Coming out seine kirchliche Anstellung verlor), Jens Förster (Sozialpsychologe), Tanja Walther-Ahrens (Ex-Bundesligistin und Aktivistin für Toleranz im Fußball) und Jaecki Schwarz (schwuler Schauspieler, der in der DDR aufgewachsen ist).




Ulrike Ottinger – Die Nomadin vom See (Ulrike Ottinger – Nomad from the Lake)


Deutschland 2012                       Regie/Redaktion/von: Brigitte Kramer, 86 min


Die Dokumentation widmet sich dem bemerkenswerten Oeuvre der experimentellen Filmemacherin Ulrike Ottinger (geb. 1942 in Konstanz), die Cineast_innen sicher mit "Madame X" (1977), "Johanna D'Arc of Mongolia" (1988) oder solchen Mammutwerken wie "China – die Künste – der Alltag" (1985) in Erinnerung geblieben sein dürfte. Brigitte Kramer porträtiert Ulrike Ottinger aus sehr persönlicher Sicht und handelt dabei spannende Zusammenhänge bedauerlicherweise nur am Rande oder gar nicht ab: Der lesbisch-feministische Hintergrund der Regisseurin und zumindest ihrer frühen Filme sowie die schillernde Rezeptionsgeschichte ihrer (Film)Bilder bleiben schemenhaft, während ihre Ausstellungskonzeption im Berliner Haus der Kulturen der Welt breiten Raum einnimmt.

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2013


27. Teddy Award


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, arte, 90 min


Unansehnlicher Zusammenschnitt der Teddy-Verleihung zur Berlinale 2013; wiederum mit einem unsäglichen Kommentar unterlegt, zudem skrupellos in den Auftritt der Sängerin Imany hineingequatscht. Die Teddy-Verleihung sei die Antwort auf den Kölner Karneval, behauptet der Off-Kommentator, der sich alle Mühe gibt, dies zu bestätigen.




Abseits vom Modezirkus


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Alexander Glodzinski, Tom Littlewood, ZDF, 30 min


Das Magazin "The Vice Reports" zeigt Reportagen über Modewelten jenseits der bekannten glamourösen Laufstege, u. a. werden gefragte Trans*-Models in Rio de Janeiro vorgestellt, wie z. B. aktuell Lea T oder Roberta Close, die schon in den Achtzigern als unerkannte Trans*person eine Modelkarriere machte.




Die Akte Zarah Leander


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Torsten Striegnitz, RBB, 52 min


Interessantes Porträt der umstrittenen schwedischen Diva Zarah Leander (1907-1981), die als UFA-Star in der Zeit des Nationalsozialismus Furore machte, sich aber damit später nicht auseinandersetzen wollte. Hier kommen Biograf_innen und Filmkritiker_innen zu Wort und versuchen der immer noch anhaltenden Faszination auf die Spur zu kommen, die die Sängerin mit der tiefen Stimme besonders in queeren Kreisen hervorruft.




ANA & ANDA: 11 Jahre Liebe


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, 5 min


Das Künstlerinnenpaar Ana & Anda aus Karlsruhe konzentriert sich bei ihrem künstlerischen Schaffen auf die Menschenrechte nicht nur Homosexueller. Das Fotoporträt ist unterlegt von Akkordeonklängen und vietnamesischem Holzschlagzeug.




And You Belong


Deutschland/USA 2013                       Regie/Redaktion/von: Julia Ostertag, 82 min


Porträt der queeren Elektro-Punkband "Scream Club" und der internationalen Berliner Musikszene im Untergrund : Die deutsche Filmemacherin Julia Ostertag begleitete die Band zu zahlreichen Gigs und befragte die Mitglieder nach ihren Hintergründen und Zielen. Einhellig plädieren alle für die Freiheit zu tun, was ihnen gefällt. Sie wollen der patriarchalen men's music feministische Texte und Inszenierungen entgegensetzen. Dabei spielen sie mit Genderrollen und Klischees. Musik und Performances jenseits des Mainstreams.




Arwens Regenbogenfamilie


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Frieder Käsmann, BR, 30 min


Die fünfjährige Arwen kann sich über einen Mangel an Bezugspersonen nicht beklagen: Sie hat nicht nur zwei Väter und zwei Mütter, sondern auch vier Großmütter und vier Großväter. Der Film begleitet Arwen und ihre Regenbogenfamilie durch den Alltag.




Auf zum Christopher Street Day


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, RBB, 45 min


Zusammenfassung des diesjährigen Berliner CSD am Kurfürstendamm.




Brandenburg bleibt bunt! – 15 Jahre LesBiSchwule T*our


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Kathrin Schultz, Landesverband andersARTIG e. V., 84 min


In Brandenburg wurde 1998 eine einwöchige Christopher-Street-Day-Tour durchs gesamte Bundesland ins Leben gerufen, um positive lesbische, schwule, bisexuelle und transidente Präsenz auch in kleineren Städten und der Provinz zu zeigen. Die Tour 2012, an der sich ca. 10-15 Personen beteiligten, begleitete Kathrin Schultz mt der Kamera und zeichnete mit dazwischen gestreuten rückblickenden Interviews die Geschichte dieser Tour-Idee nach. Seit 15 Jahren, also seit 1998, fahren die Aktivist_innen mit ihrem Tourbus durch das Brandenburger Land. Unterstützt vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg sowie dem Förderverein der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Auch in englischer Sprache und DGS.




Brautmode nicht für "jeder Mann"


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Anna Duda, ZDF, 5 min


Kurzfeature der Boulevard-Reihe "Hallo Deutschland" über die lesbische Helen Bender aus Mainz, die erste Modedesignerin, die Brautmoden für lesbische Paare entwickelt und diese auf der Couture Fashion Week in New York präsentiert.




Christina Wasa – Die wilde Königin


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Wilfried Hauke, ZDF/arte, 90 min


Porträt von Christina Wasa (1626-1689), der Tochter von König Gustav II. Adolf und späteren Königin Christina I. von Schweden: Bei ihrer Geburt wird sie zunächst als männlicher Thronfolger behandelt und später wie ein Junge erzogen. Bereits als Kind zur Königin ernannt, macht sie gegen den Willen ihres Vormunds ihre eigene Politik und beendet für Schweden den Dreißigjährigen Krieg. Ihre intime Verbindung von 1644 bis 1662 zu ihrer Hofdame und Freundin Ebba Sparre (1629-1662), die ein Briefwechsel dokumentiert, ist für eine der befragten Historikerinnen, Karen Borgkvist Ljung, dennoch kein Grund, Christina als lesbisch, bi- oder trans*sexuell anzuerkennen. Eine andere Wissenschaftlerin, Marie Louise Rodén, räumt dies wenigstens ein. Mögliche hetersosexuelle Verbindungen gelten den Expertinnen offenkundig als wahr(haftiger). Die vermutete (!) Beziehung zu einem Mann, dem Kardinal Decio Azzolino (1623-1689), wiegt letztlich auch für diese aufwändige Dokumentation schwerer: Im Grunde genommen kann sich das viel versprechende Porträt leider nicht von einem verengten und heteronormativen Blick lösen.




CSD 2013


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: André Schäfer, Oliver Bätz, WDR, 30 min


Die zusammenfassende Reportage folgt dem Motto "Wir sind. Gegen Ausgrenzung, Rassismus und Neonazis. So oder so.", das besonders vom 6. bis zum 8. Juli 2013 den diesjährigen Kölner CSD bestimmte, zeigt Vorbereitungen, Interviews und Preisverleihungen und spart die Parade fast gänzlich aus.




CSD 2013 in Köln: Wir sind. So oder so.


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, Center TV, 228 min


Live-Reportage zur diesjährigen CSD-Parade, die unter dem Motto "Wir sind. So oder so." am 7. Juli 2013 mit 86 Wagen und zahlreichen Fußgruppen vor ca. 900.000 Zuschauer_innen durch die Kölner Innenstadt zog. Moderation: Tina Stotz und Uwe Lautenschläger.




Familie andersrum – Homosexuelle mit Kind


Österreich 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, 3sat, 40 min


In der Reportage aus der Reihe "kreuz & quer" kommen homosexuelle Eltern zu Wort und auch Barbara Schlachter vom Verein "Familien Andersrum Österreich".




Gleiche Rechte für Homosexuelle – Ist die Ehe nicht mehr heilig?


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, ARD, 75 min


Über die Homo-Ehe und insbesondere über das Adoptionsrecht diskutieren in der Talkshow von Anne Will Michael Kauch, David Berger, Erika Steinbach und Hedwig von Beverfoerde, wobei besonders die beiden Letztgenannten nach wie vor eine "richtige" Familie nur mit Mann und Frau akzeptieren wollen.




Ich bin jetzt Mann. Punkt!


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Beatrice Sonhüter, BR, 45 min


In der Reihe "Lebenslinien" wird eine Person porträtiert, die als Mädchen aufwächst und sich zunächst für lesbisch hält, bis sie als Erwachsene feststellt, dass sie sich als Mann fühlt.




Kinder, Steuer, Ehe – gleiches Recht für Homosexuelle?


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Volker Welcker, ARD, 60 min


Talkshow mit Moderator Günter Jauch über Fragen der rechtlichen Gleichstellung Homosexueller: Wie üblich in diesem Format sind die anwesenden Gäste aufgeteilt in Gegner_innen (Katherina Reiche, CDU, Reinhard Müller, Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Verfechter traditioneller Familienstrukturen) und Befürworter_innen (Thomas Welter, schwuler Familienvater, Stefan Kaufmann, CDU, offen schwuler Bundestagsabgeordneter, Henning Scherf, dessen Tochter mit ihrer Partnerin und zwei Schwulen ein Kind hat). Außerdem zu Gast im Berliner Gasometer: Anne Arfsten mit ihrer Regenbogen-Familie. Untermalt werden Shows dieser Art mit Kurzinterviews auf der Straße und Kleinporträts von Regenbogenfamilien. Moderator Günter Jauch gewährt der Gegnerin Katherina Reiche die meiste Redezeit.




LESgenden Nr. 1: Carolina Brauckmann im Interview


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Ulrike Anhamm, Sabine Arnolds, Sandra Doedter, 15 min


Kurzporträt der Sängerin und Songwriterin Carolina Brauckmann, die seit vielen Jahren mit ihren kritischen satirischen Texte die Lebenssituationen vieler lesbischer Frauen beschreibt und ihnen mitunter auch ihre Macken und fragwürdigen Verhaltensweisen spiegelt.




LESgenden Nr. 2: Sarah Dienstag im Interview


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Ulrike Anhamm, Sabine Arnolds, Sandra Doedter, 15 min


Interview mit der Journalistin Sarah, die immer dienstags über das Videoportal "The Nosy Rosie" Infos und Statements für lesbische Frauen präsentiert.




LESgenden Nr. 3: Susi Beckers im Interview


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Ulrike Anhamm, Sabine Arnolds, Sandra Doedter, 15 min


Interview mit der Seniorin Susi Beckers, die als Aktivistin in Köln unterwegs ist.




LESgenden Nr. 4: Ulrike Anhamm im Interview


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Ulrike Anhamm, Sabine Arnolds, Sandra Doedter, 15 min


Interview mit der Journalistin Ulrike Anhamm, die u. a. 1995 die Lesbenzeitschrift "Lespress" ins Leben rief, die bis zum Jahr 2000 existierte.




Mama Mami Kind – eine ganz normale Familie?


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, BR, 45 min


Das Magazin "LaVita" mit Moderatorin Janina Nottensteiner porträtiert lesbische und schwule Paare mit Kinderwunsch, die in Bayern leben.




"Mein Vater ist jetzt eine Frau" – Transsexuelle und ihre Kinder


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Ulrike Baur, ZDF, 30 min


Reportage über den Umgang der Kinder mit der Geschlechtsangleichung ihrer Eltern.




Queerblick TV 14 – Eltern und Coming out


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, 10 min, Queerblick TV


Queerblick TV ist ein in Dortmund angesiedeltes Medienprojekt für schwule, lesbische, bisexuelle und transidente Jugendliche, das seit 2009 TV-Beiträge produziert, die mehrmals im Quartal im regionalen Fernsehsender "nrwision" ausgestrahlt werden. Folge 14 befasst sich mit Informationen und Hilfestellungen zum Coming out vor den Eltern. http://www.betterplace.org/de/projects/6941-queerblick-medienprojekt-fur-jugendliche, 1/2014




Reporter – Schlechte Zeiten für Russlands Schwule und Lesben (Not a Good Time to Be Gay in Russia)


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, 8 min, Euronews


Reportage über die Situation Homosexueller in Russland, wo ein neues Gesetz die positive Darstellung gleichgeschlechtlicher Orientierung unter Strafe stellen soll. Auch wird Lesben und Schwulen nun verboten, Kinder zu adoptieren. Das Porträt eines lesbischen Paares mit gemeinsamen Kindernmacht deutlich, dass vielen nichts anderes übrig bleiben wird als auszuwandern.




Splitting für alle – Ist die Gesellschaft bereit?


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, Phoenix, 45 min


Talkshow mit Johannes Kahrs (SPD, Sprecher für Lesben und Schwule), Helmut Metzner (Mitglied im Lesben und Schwulenverband) – und den zwei konservativen GegenrednerInnen Norbert Geis (CSU) und Martina Fietz (Focus-Online). Moderator: Alexander Kähler




Väter, Mütter, Kind – Regenbogenfamilien in Deutschland


Deutschland 2013                       Regie/Redaktion/von: Christian Weibezahn, RTL, 24 min


Die Kurzreportage porträtiert jeweils ein lesbisches und ein schwules Paar mit Kindern.




Verstoßen, vertrieben, vergiftet?


Österreich 2013                       Regie/Redaktion/von: ?, ORF 2, 55 min


In der Reihe "Am Schauplatz Gericht" berichten Nora Zoglauer, Peter Resetarits und Maria Zweckmayr u. a. von einer lesbischen Jungbäuerin, die den Hof übernehmen möchte, den die Eltern ihr zugesagt hatten, bevor sie von ihrer lesbischen Beziehung wussten. Nun wollen sie ihr den Hof nicht mehr überschreiben.




The VICE Reports – Abseits vom Modezirkus


Österreich 2013                       Regie/Redaktion/von: Alexander Glodzinski, Tom Littlewood , Deutschland, 55 min


Die Reportage zeigt Modewelten jenseits der bekannten glamourösen Laufstege, u. a. gefragte transsexuelle Models in Rio de Janeiro.

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2014


20 Jahre Rosa Karneval – 10 Jahre Röschensitzung


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 75 min


Zusammenschnitt aus 20 Jahren Rosa Karneval in Köln als Jubiläumsshow, z. B. 1996 und 1997 mit Hella von Sinnen (u. a. singt sie "Mein Coming Out"), Bridge Markland (1996) oder auch Vicki Leandros (2002).




28. Teddy Award Gala


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Götz Filenius, ZDF/arte, 90 min


Jochen Schropp moderiert in der Komischen Oper in Berlin die pompöse Unterhaltungsshow zum queeren Filmpreis der 64. Berlinale. Abermals wird nahezu alles Dargebotene mit Hilfe eines gnadenlos eingesprochenen Off-Kommentars (André Schäfer, Xavier Leherpeur) niedergequatscht. Show-Acts dominieren die Zeremonie, bei der Filme und Filmschaffende lediglich Nebenrollen spielen. Der diesjährige Teddy-Jury-Chef Marten Rabarts lastete in seinem Statement unverschämterweise das Fehlen von Filmen mit Lesben den Frauen an und forderte grundsätzlich dazu auf, zum Filmen doch bestimme Smartphones zu benutzen. Nicht nur wegen der Produktwerbung ist dies eine erbärmliche Stellungnahme zu einer Berlinale, die mehr oder weniger ohne lesbische Filmfiguren stattfand.




40 plus ZWEI – Vier Jahrzehnte Lesbentreffen an Pfingsten


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Kathrin Schultz, ? min


Mit Hilfe von Interviews, Fotos, Programmheften, Archivalien und Ausschnitten aus anderen Filmen, die während der zahlreichen vergangenen Lesbenfrühlingstreffen entstanden, rollt Kathrin Schultz die frauen- und lesbenbewegte Geschichte dieses alljährlichen Treffens auf, die Anfang der 1970er Jahre in West-Berlin begann und dann in der ganzen Bundesrepublik, später auch in Ostdeutschland fortgeführt wurde. Viele ehemalige sogenannte Orga-Frauen (in jeder Stadt andere), Künstlerinnen und Referentinnen berichten von ihren Erfahrungen, Erinnerungen und Eindrücken, so dass ein abwechslungsreiches und aufschlussreiches Porträt entstanden ist.




Acting Out – 25 Jahre queerer Film und Community in Hamburg


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Christina Magdalinou, Silvia Torneden, Ana Grillo, 85 min


Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Hamburger Festivals wurde ein Porträt gedreht, das hinter die Kulissen des Hamburger Events schaut und die seine Geschichte(n) nachzeichnet.




anfangen


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Gerd Conradt, 47 min


Die lesbisch-feministische Theoretikerin und Musikerin Christina Thürmer-Rohr, Jahrgang 1936, gibt in diesem kurzweiligen Porträt freimütig Einblick in ihr Leben. Die streitbare Philosophin, die sich vehement dafür einsetzte, Frauen nicht auf die Rolle des Opfers zu reduzieren, sondern sie durchaus auch als potenzielle Täterinnen zu denken, lässt vergangene Frauenbewegungsaktivitäten Revue passieren und reflektiert über Frauen- und Geschlechtergeschichte.




anfangen – Christina Thürmer-Rohr im Gespräch


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: ?, 97 min


Filmgespräch mit Christina Thürmer-Rohr nach der Aufführung in Berlin am 17. Oktober 2014. Die Aufführung mit anschließender Diskussion wurde initiiert vom Gunda Werner Institut (Feminismus und Geschlechterdemokratie) der Heinrich Böll Stiftung. Das Podium, an dem neben Christina Thürmer-Rohr auch Sabine Hark (Professorin für interdisziplinäre Geschlechterforschung) und Nivedita Prasad (Professorin für Sozialpädagogik) teilnahmen, wurde von Gitti Hentschel (Gunda Werner Institut) moderiert. Das Gespräch ist online abrufbar: Lifestream Podiumsgespräch.




Anti-Homosexuellen-Stimmung in Deutschland


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: ?, EinsPlus, 15 min


Kurzreportage des Magazins "PULS" über die aktuelle homosexuellenfeindliche Stimmung nicht nur in Deutschland. Anlässslich der Olympischen Spiele in Sotschi/Russland kommt u. a. auch die lesbische Fechterin Imke Duplitzer zu Wort, die die fehlende offizielle Kritik an Putins Vorgaben bemängelt.




Aufgeklärte Gesellschaft? Schwule und Lesben in Brandenburg


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Helge Oelert, RBBs, 7 min


Kurzfeature in der Reihe "Klartext": Mehrere Schwule und eine junge Lesbe berichten aus dem schwierigen Leben in der brandenburgischen Provinz. Wegen der diskriminierenden Reaktionen des ländlichen Umfelds bleibt mitunter als letzte Möglichkeit nur der Wegzug.




Christopher Street Day 2014 in Köln


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Oliver Bätz, André Schäfer, WDR, 30 min


Unter dem umstrittenen Motto "Wir sind 'nur' der rosa Karneval" fand im Juli 2014 die Kölner Parade zum CSD statt. Es zogen rund 40.000 Personen mit Wagen durch die Kölner Innenstadt, um den Jahrestag der gewalttätigen Razzia gegen LGBTI im Juni 1969 in der Christopher Street in New York zu begehen.




Diskussion über sexuelle Orientierung


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: ?, BR, 45 min


In der Reihe "Funkhausgespräche" zur Themenwoche "Wie tolerant sind wir wirklich" führt Moderatorin Jutta Prediger am 15. Oktober 2014 ein Gespräch über Toleranz mit drei aktiven Vertretern und einer Vertreterin für die Rechte von Schwulen und Lesben: Constanze Körner, die das erste Zentrum für Regenbogenfamilien in Berlin leitet; Albert Kehrer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Prout at work, der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann. Schwerpunkt des Gesprächs ist die Lebenspartnerschaft ("Verpartnerung") und nicht-heterosexuelle Familienplanung sowie entsprechendes Familienleben.




Gleiche Liebe, falsche Liebe? Homophobie in Europa


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Peter Gerhardt, HR/arte, 53 min


In vielen Teilen Europas werden homosexuelle Personen diskriminiert und machen Erfahrungen körperlicher Gewalt. Immer noch ist in allen Sprachen Europas "schwul" eines der meistgebrauchten Schimpfwörter. Der Autor zeigt unterschiedliche Bemühungen um Gleichstellung, aber auch den Hass gegen Lesben und Schwule, der geschürt und gepflegt wird.




Hilf mir doch! – Wo die Liebe hinfällt


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: ?, VOX, 65 min


Als "Lebenshilfe-Doku" beworben, greift das Format von "Hilf mir doch!" auf Ratgebersendungen aus den siebziger Jahren zurück, in denen ebenfalls nachgespielte Szenen aus behaupteten realen Lebensumständen mit einer plötzlich eingeblendeten Expert_innenfigur kommentiert und bewertet werden. Hier wird hölzern und unbeholfen eine Ehefrau und Mutter vorgestellt, Bianca, die sich nach einer Nacht mit einer Belgierin von ihrem Ehemann trennen will. Ihre neue Liebe, Ella, fühlt sich jedoch durch die darüber aufbrechenden Familienkonflikte von Bianca zurückgesetzt und macht deshalb sowohl Biancas Ehemann als auch ihrem gemeinsamen halbwüchsigen Sohn sexuelle Avancen, bis Bianca sie aus der Wohnung wirft. Der Verlauf dieses als Reality-TV inszenierten Konflikts wird von einer scheinbar Rat gebenden Person, der als systemische Therapeutin ausgewiesenen Ruth Marquardt, in gewisser Weise als typisch analysiert.




Homosexualität auf dem Lehrplan – Droht die moralische Umerziehung?


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Sebastian von Freyberg, ARD, 75 min


Sandra Maischberger lud zum gleichen Thema ein wie zwei Wochen zuvor Wieland Backes mit "Schwul, lesbisch, hetero – wirklich selbstverständlich?": Die Petition besorgter Bürger_innen in Baden-Württemberg gegen den neuen Bildungsplan, der gleichgeschlechtliche Orientierung stärker im Lehrplan berücksichtigen soll. Deshalb hat Frau Maischberger eine ähnliche Show initiiert: Wiederum wurde der Petitionsbefürworter Hartmut Steeb, Generalsekretär "Deutsche Evangelische Allianz" eingeladen. Dazu, wie bei Backes, ein schwuler CDU-Politiker: Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU, eine konservative Journalistin, Birgit Kelle, und die Schriftstellerin Hera Lind, die für ein Familienmodell eintritt, das niemanden ausgrenzen will. Als Sprecher_in der LGBTIQ-Szene wurde der Travestie-Star Olivia Jones eingeladen. Bereits im Vorfeld der Sendung berichteten zahlreiche Medien über Proteste bezüglich dieser Talkshow-Besetzung, die deutlich einer homosexuellenfeindlichen Argumentation Raum gibt.




Kino.Küsse.Krisen – Das osteuropäische Filmfestival Cottbus


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Vanessa Loewel, Steffen Prell, RBB, 30 min


Das Motto des 24. Filmfestes lautet in diesem Jahr "queerEast". Viele der gezeigten Filme beschäftigen sich mit Homosexualität in Osteuropa, mit Geschichten von Alltag, Liebe, Diskriminierung und politischem Aktivismus.




lesbisch.schwul.älter


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: ?, 11 min


Welche Rolle spielen Sichtbarkeit, Netzwerke und Community im Alter? In kurzen Portraits erzählen Lesben und Schwule zwischen 60 und 84 Jahren über ihre Erfahrungen und Wünsche. Eine Produktion im Auftrag von Carolina Brauckmann und Georg Roth, Landeskoordination für ältere Lesben und Schwule in NRW, Rubicon e.V., Köln. Film und Schnitt: sistas inspiration. Film auf youtube schauen




Lesbische Eltern – Familien zweiter Klasse?


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Renate Werner, WDR, 37 min


Porträt eines lesbischen Paares mit Kinderwunsch. Noch immer sind gleichgeschlechtliche Paare heterosexuellen Eltern nicht gleichgestellt. Dies gilt u. a. für das Sorge- und Adoptionsrecht. Die Autorin geht diesen Fragen nach.




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Long Time Love


Schweiz 2014                       Regie/Redaktion/von: Mitra Devi, 50 min

Fünf glückliche lesbische Paare stellen sich den Fragen nach ihren langjährigen Liebesbeziehungen: Was hält sie zusammen? Was könnte sie auseinanderbringen? Wo liegen als Paar ihre Stärken, wo ihre Schwächen? Optimistische, manchmal zu glatte Doku über Lesbenpaare, die bereits seit mehr als 10 oder 20 Jahren ihr Leben mit ihrer jeweiligen Partnerin teilen.




Schwul-lesbische Fußballfans des HSV


Schweiz 2014                       Regie/Redaktion/von: Ole Neugebauer, NDR, 4 min


Kurzfeature in der Sendereihe "Rund um den Michel", das die "Volksparkjunxx", den schwul-lesbischen HSV-Fanclub und seine Präsenz im Stadion porträtiert.




Schwul, lesbisch, hetero – wirklich selbstverständlich?


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Karsten Frings, SWR/SR, 90 min


In seinem "Nachtcafé" am 24. Januar 2014 diskutiert Moderator Wieland Backes mit schwulen, lesbischen und heterosexuellen Gästen. Vor dem Hintergrund des Coming Out des Nationalfußballers Thomas Hitzlsperger und den heftigen Diskussionen um den Bildungsplanentwurf in Baden-Württemberg, der die Gleichstellung homosexueller Lebensweisen in den Schullehrplänen fordert, wurde dieses Talkshow-Thema gewählt. Die Initiatoren einer Petition gegen diesen Bildungsplan, Gabriel Stängle und Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, sitzen einige Fürsprecher_innen gegenüber: Andreas Stoch, der Kultusminister von Baden-Württemberg und Verteidiger des Bildungsplanentwurfs, Ines Pohl, verpartnerte taz-Chefredakteurin, der schwule CDU-Abgeordnete Stefan Kaufmann. Die beiden Petitionisten finden für ihre diskriminierenden Forderungen vernenehmbar auch keine Zustimmung beim Studio-Publikum.




Die Schwulenheiler


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Christian Deker, NDR, 30 min


In der Reihe "Panorama - Die Reporter" führt der schwule Panorama-Reporter Christian Deker Interviews mit Ärzten, Predigern und Passant_innen auf der Straße, die Menschen von ihrer Homosexualität "heilen" wollen, stellt diesen menschenverachtenden Diskriminierungen Recherchen zum Thema gegenüber und lässt Opfer von Konversionstherapien zu Wort kommen. Dabei befragt Deker auch Männer, die bis 1969/1994 nicht nur "geheilt", sondern auch mit Gefängnis bestraft wurden. Der Vorschlang einer offiziellen Rücknahme der Verurteilungen wurde abgelehnt.




"Somewhere over the rainbow" – Die schwule Bewegung und ihre Hymnen


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Birgit Herdlitschke, arte, 90 min


Die Doku erklärt besonders von Schwulen geliebte Schlager und Popsongs als "Hymnen" der Schwulenbewegung und geht dabei in der Musikgeschichte zurück bis Elvis Presley, verfolgt die Disco-Welle und den deutschen Schlager (Marianne Rosenberg!) und endet beim jüngsten Sieg von Conchita Wurst, einer Trans*Person, beim Eurovision Song Contest 2014. Lesbische Perspektiven fehlen völlig; allein die offen lesbische Beth Ditto ist in einem kurzen Ausschnitt bei einem Auftritt mit der Band "Gossip" zu sehen.



Sounds Queer


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Dan Bahl, 60 min


Porträt dreier Berliner DJanes und der dazugehörigen Musikszene: Ena Lind, Resom und Tama Sumo.




Ulrike Folkerts – die Frau hinter Lena Odenthal


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: ?, SWR/SR, 45 min


Porträt der Schauspielerin Ulrike Folkerts, die seit 1989, also seit 25 Jahren, für die Serie "Tatort" die Kommissarin Lena Odenthal mimt. Die sportliche Folkerts nahm als Schwimmerin an den Gay Games 1994 in New York teil und engagiert sich mit ihrer Lebensgefährtin Katharina Schnitzler u. a. für Lesben und Schwule, für Menschen mit Down-Syndrom und für das Verbot von Landminen.




Vulva 3.0


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Claudia Richarz, Ulrike Zimmermann, 78 min


Die ambitionierte Dokumentation widmet sich dem aktuellen Umgang mit der weiblichen Vulva, hinterfragt ihre anhaltende Tabuisierung und auch die zunehmenden "Schönheits"-Operationen, die besonders junge Frauen für möglichst normierte Genitalien vornehmen lassen. Zwar werden zum Thema u. a. lesbische Frauen als Expertinnen befragt – die "Mein heimliches Auge"-Verlegerin Claudia Gehrke, die Berliner Sexpertin Laura Meritt –; dass diese lesbisch leben, wissen jedoch nur Eingeweihte. Der Film verrät es nicht, ganz im Gegenteil verschleiert er den lockeren Zugang, den die beiden in Lesbenkreisen bekannten Frauen haben. Während der Film einerseits den nach wie vor verklemmten Umgang mit weiblichen Genitalien kritisiert, gewährt er andererseits einer "Schönheits"-Chirurgin sehr viel Raum, begleitet sie zudem noch auf ein entsprechendes Fortbildungsseminar und endet mit dem viel zu langen Abfilmen der Life-Übertragung einer Normierungs-Operation, ohne dass die Statements der Ärztin (die viele Vulven schlicht "hässlich" findet) abschließend relativiert oder hinterfragt wurden.




"Weniger ist mehr" – Zurück zur Bescheidenheit


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: ?, SWR/SR, 90 min


Moderator Wieland Backes hat in sein "Nachtcafé" Menschen eingeladen, die in Saus und Braus leben oder ihr Vermögen für wohltätige Zwecke einsetzen. Gleichzeitig ergänzen Menschen mit geringem Einkommen die Runde, die mit ihrem Geld gerade mal die Grundbedürfnisse stillen können. Unter anderen befindet sich auch Ise Bosch, die Enkelin des Industriellen Robert Bosch, unter den geladenen Gästen. Sie hat sich als lesbische Frau und als Bosch-Erbin zum Ziel gesetzt, ihr Vermögen für gemeinnützige Zwecke einzusetzen. Ihr Geld soll in von ihr initiierten Stiftungen insbesondere den Kämpfer_innen für internationale Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans* und Intersexuellen zugute kommen.




Zwei Mütter hat nicht jeder – Anny, Petra und ihre drei Jungs


Deutschland 2014                       Regie/Redaktion/von: Annette Ernst, WDR, 45 min


Fünf Jahre begleitete Annette Ernst die Regenbogenfamilie um Anny und Petra. Die Reportage porträtiert Reaktionen der Herkunftsfamilien und des Umfelds der beiden Frauen.


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2015


29. Teddy Award Gala


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Götz Filenius, arte/ZDF, 90 min


Revue-Show mit Preisverleihung der diesjährigen Teddys, wieder mit den bemüht ironischen, oft sexistischen Kommentaren und Erläuterungen von André Schäfer und Xavier Lehepoeur. Moderator Jochen Schropp wirkt unkonzentriert und unvorbereitet. Highlights dieser Revue sind neben der Kier-Hommage von Nicolette Krebitz und Udo Kiers Dankesrede für den Lebenswerkteddy vor allem die Momente, in denen die Off-Kommentatoren schweigen.




Ampelpärchen in Betrieb


Österreich 2015                       Regie/Redaktion/von: ?, ORF 2, 30 sec


Kurzinfo in der Reihe "ZIB 2": In Wien wurde die erste Ampel mit gleichgeschlechtlichen und heterosexuellen Pärchenfiguren ausgestattet. Insgesamt 120 Ampeln sollen so ausgerüstet werden.




CSD 2015 Köln


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Oliver Bätz, WDR, 28 min


Wie jedes Jahr Porträt von Umzug, Aids-Gala und Straßenfest anlässlich des Christopher Street Day in Köln, dank der beiden Autoren wieder mit anzüglichen Kommentaren unterlegt, in denen die Parade beispielsweise als größte Open-air-Schwulensauna bezeichnet wird. Die Reportage wirft auch einen flüchtigen Blick auf den Dyke March, eine Lesbendemonstration, die als solche zum ersten Mal in diesem Jahr in Köln stattfand, und die der Kommentator despektierlich als die einer "Splittergruppe" einordnet.




Demos gegen Ausgrenzung von Schwulen und Lesben


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Alexander Greiner, MDR, 3 min


Feature in der Sendung "mdr aktuell": In Leipzig demonstrieren Schwule und Lesben am Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai gegen Ausgrenzung.




Dyke March Berlin 2015


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Die Weddinger Filmer, 7 min


Impressionen vom Berliner Dyke March am 26. Juni 2015.




Gay Twenties beim Rosa Karneval


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: ?, SWR, 2 min


Kurzbericht in der rheinland-pfälzischen Landesschau über den lesbisch-schwulen Karneval in Trier mit Ausschnitten aus der Karnevalssitzung.




Gesegnete Lesben – Kirche im Clinch


Schweiz 2015                       Regie/Redaktion/von: ?, SRF1, 75 min


Diskussion im Magazin "Der Club" anlässlich der Segnung eines lesbischen Paares in Bürglen in der Schweiz.




Das Gezeiten


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Maren Elbrechtz, 52 min


Von 1999 bis 2013 konnte frau, wenn sie einen von Lesben geführten Ort suchte oder unterstützen wollte, in Köln in die Balthasarstraße gehen, nämlich ins "Gezeiten", das Inci Edge in der Nähe vom Ebertplatz mit großem Elan eröffnet hatte. Das Szenelokal bot von Anfang an einem geschlechter-gemischten Publikum einen Treffpunkt zum Klönen und Zusammensitzen. Doch die überwiegend weiblichen Besucher brachten über die Jahre immer weniger Umsatz: Für die Besitzerin und Köchin Inci Edge geriet das Unternehmen zu einem nicht lukrativen Full-Time-Job. Deshalb entschied sie sich 2013 zur Aufgabe des Lokals, um eventuell noch einmal in andere berufliche Gefilde durchzustarten. Maren Elbrechtz, die in den letzten Monaten des "Gezeiten" dort kellnerte, hat einen Film über den Schankbetrieb und seine Abwicklung gedreht. Dabei ist ihr das Porträt einer starken und zielbewussten Kleinunternehmerin gelungen. Es legt zwar den Schwerpunkt auf die Macherin Inci Edge, lässt aber auch Angestellte und Gäste zu Wort kommen. Die Historikerin Irene Franken, seit Langem im Kölner Frauengeschichtsverein aktiv, legt in einer kurzen Passage dar, welchen Stellenwert Frauenorte wie dieser in der Geschichte (Kölns) hatten, einem Ort, an dem FrauenLesben zueinander in Kontakt kommen, sich ungestört treffen können. Nicht nur sie bedauert, das es diesen Ort nun nicht mehr gibt.




Homo-Ehe, Homo-Adoption – brauchen wir das wirklich?


Schweiz 2015                       Regie/Redaktion/von: Esther Delia Pietra, SRF1, 75 min


Diskussion in der Sendereihe "Arena", die suggeriert, homophobe Personen und Institutionen bräuchten solche medialen Plattformen wie diese tendenziöse Sendung.




Homosexuelle Partnerschaften in Estland


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Armin Coerper, ZDF heute, 2 min


Kurzbericht über die Situation von Lesben und Schwulen in Estland: Die Abstimmung im Parlament ist zwar knapp, entscheidet sich aber für die "Homo-Ehe".




Küssen verboten gilt nur für lesbische Paare


Österreich 2015                       Regie/Redaktion/von: Corazza, I. Oberguggenberger, ORF, 3 min


Kurzbericht im Magazin "Wien heute" über zwei Frauen, die, weil sie sich küssten, am 12. Januar 2015 aus dem Wiener Caféhaus Prückel hinausgeschmissen wurden. Aktivistinnen der "Homosexuelle Initiative Wien" und "Rosa Lila Villa" äußern sich zu dem Vorfall und sehen darin ein Zeichen einer neuen Diskriminierungswelle.




Lesbische Hortleiterin in Holzkirchen gekündigt


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Bettina Hummel, BR, 3 min


Kurzfeature in der "Abendschau" des Bayrischen Rundfunks über die "Lockerung" des "kirchlichen Grundrechts" für Lesben und Schwule bei kirchlichen Arbeitgebern zum 1. August 2015: Die Kündigung einer evangelischen Hortleiterin in Holzkirchen musste wieder rückgängig gemacht werden. Die Eltern der von der lesbischen Leiterin betreuten Kinder sind darüber sehr glücklich.




Lesbisches Paar aus Café verwiesen


Österreich 2015                       Regie/Redaktion/von: N. Kamp, I. Oberguggenberger, ORF 1, 3 min


Kurzbericht im ZIB Magazin über ein junges lesbisches Paar (19 und 26 Jahre alt), das sich im Wiener Café Prückel geküsst und damit den Unmut der Besitzerin hervorgerufen hatte: Sie warf die beiden raus. In Österreich ist Diskriminierung jedoch nur im Arbeitsleben sanktionierbar.




Die neue Verteufelung der Homosexualität


Schweiz 2015                       Regie/Redaktion/von: ?, SRF1, 27 min


Das Magazin "Kulturplatz" besucht u. a. eine ländliche Idylle in Appenzell und befragt dort ansässige Schwule nach ihren Erfahrungen, bespricht die Aufführung "Schwanensee andersrum" und fragt, warum in manchen afrikanischen Staaten gleichgeschlechtliche Liebe verteufelt wird. Zudem wird der homosexuellen Geschichte Zürichs und darüber hinaus anhand der ab 1953 herausgegebenen Zeitschrift "Der Kreis" nachgespürt.




Oberster Gerichtshof erlaubt Homo-Ehe


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: ?, ZDF, 2 min


Kurzfeature in der ZDF-Nachrichtensendung "Heute" über die Entscheidung des US-amerikanischen Obersten Gerichtshofes im Juni 2015: Die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren wird im ganzen Land für legal erklärt.




Recht auf Adoption


Österreich 2015                       Regie/Redaktion/von: Simone Stribl, ORF 2, 23 min


Kurzfeature in "Zeit im Bild": Nachdem zwei Frauen sich mit Hilfe eines Anwalts beschwert haben, kippt der österreichische Verfassungsgerichtshof kippt das Gesetz, das lesbischen oder schwulen Paaren die Adoption fremder Kinder verbietet.




Rosa Wölkchen-Sitzung


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Heike Prager, HR, 104 min


Mitschnitt der 5. Rosa Wölkchen-Sitzung in Mühlheim.




Schwieriges Coming out


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Britta Kuck, WDR, 5 min


Kurzbericht in der "Lokalzeit aus Aachen" über die Situation junger Lesben und Schwulen in Aachen, die teilweise auch in einem Kurzfilm des queeren Fernsehportal "Queerblick" mitwirken. Zu Wort kommt im Studiogespräch auch Kathrin Reyers vom Jugendtreff "Knutschfleck".




Schwulsein als deutsche Erfindung


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Philipp Rimmele, ZDF, 5 min


Kurzfeature in der Reihe "aspekte" anlässlich der Ausstellung zur Geschichte der Homosexualität_en im Berliner Schwulen Museum. Im Interview erklärt der US-amerikanische Historiker Robert Beachy, wie der Begriff der Homosexualität Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland entstand. Anlässlich der Ausstellung im Berliner Schwulen Museum kommt auch dessen Vorstandsfrau und Kuratorin, Birgit Bosold, zum Verständnis von homosexueller Geschichte zur Wort. Der Beitrag streift die Geschichte des Strafrechtsparagraphen § 175, den Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld und die Ermordungen von Schwulen während der NS-Zeit.




Streit über Homo-Ehe in Deutschland


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Klaus Brodbeck, ZDF, 3 min


Kurzbericht in der Nachrichtensendung "Heute-Journal" über die Uneinigkeit in der CDU über "Homo-Ehe" und Adoptionsrecht. Die Gleichstellungsbeauftragte fordert eine Abstimmung nach Gewissen und nicht nach Fraktionszwang.




Toll! – Ehe für alle


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Werner Doyé, ZDF, 5 min


Ironische Kurzreportage in der Reihe "Frontal 21" über die widersprüchliche Argumentation der CDU bezüglich der Gleichstellung homosexueller Partner*schaften.




True Love – Vom Coming out zur großen Liebe


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: Gabi Reich, EinsPlus, 30 min


Lesbische und schwule Jugendliche bzw. junge Menschen erzählen, wie sie mit ihren Partner_innen zusammengekommen sind bzw. wie sie ihr Single-Leben gestalten. Wie haben die Eltern reagiert, wie die Mitschüler_innen oder ein Lehrer für katholische Theologie? Gesendet in der Reihe "Leben!" auf EinsPlus.




Zerstört die Landesregierung das traditionelle Familienbild?


Deutschland 2015                       Regie/Redaktion/von: ?, SWR, 20 min


In der Reihe "Zur Sache Baden-Württemberg" wird der neue Bildungsplan unter die Lupe genommen, der Homosexualitäten im schulischen Aufklärungsunterricht genauso fokussieren soll wie Heterosexualität: Eine Stichprobe des Aufklärungsunterrichts in einer Schule zeigt, dass der Bildungsplan Jugendliche zu Toleranz und Akzeptanz sexueller, ethischer, kultureller und sozialer Unterschiede erziehen soll. Obwohl Sexualität nur als ein Aspekt unter anderen genannt wird, wirft Hedwig von Beverfoerde von der Berliner "Initiative Familienschutz" der Landesregierung im Interview vor, den Kindern vorzuschreiben, welche sexuellen Verhaltensweisen sie zu akzeptieren haben. Die Schule habe kein Recht, auf die sexuelle Entwicklung von Kindern Einfluss zu nehmen. Dass die Regierung gesetzlich verpflichtet ist, die Gleichberechtigung aktiv umzusetzen, interessiert die Gegner_innen des Bildungs- und Aktionsplans nicht. Zwar ist der Moderator um Ausgleich bemüht, aber dass Frau Beverfoerde so viel Redezeit bekommt, zeigt die medialen Zugeständnisse an die von ihr vertretenen reaktionären homosexuellen- und trans*feindlichen Positionen.


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2016


Evangelische Trauungen für homosexuelle Paare


Deutschland 2016                       Regie/Redaktion/von: ?, WDR, 2 min


Kurzbericht im Rahmen der "Aktuellen Stunde": Die Rheinische Landeskirche hat am 15. Januar 2016 entschieden, Schwulen und Lesben den Segen zu geben und sie damit voll anzuerkennen. Nach Hessen-Nassau ist die Rheinische Landeskirche nun die zweite, die diese bürokratische Änderung vornimmt.




Familie


Deutschland 2016                       Regie/Redaktion/von: Marie Gerbode;, WDR, 5 min


In der WDR-Lokalzeit "Münsterland" wird ein lesbisches Paar mit Kindern porträtiert, das zwar den leiblichen Vater für die Kinder einbindet; dieser tritt jedoch während des Features das Sorgerecht an die nicht-biologische Mutter ab.



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Verwendete Literatur:


Dennert, Gabriele, Leidinger, Christiane, Rauchut, Franziska: In Bewegung bleiben. 100 Jahre Politik, Kultur und Geschichte von Lesben. Unter Mitarbeit von Stefanie Soine. Berlin 2007.


FrauenVideoKatalog. Videofilme von Frauen aus dem deutschsprachigen Raum. Hrsg. von Karin Bruns, Claudia Richarz (Frauen-Anstiftung Hamburg). Hamburg 1990.


In het Panhuis, Erwin: Die Harten und die Zarten. Die Darstellung von Homosexualität im Film. Aus Anlaß der Eröffnung der Ausstellung des KCM, Schwulen- & Lesbenzentrums und des Centrums Schwule Geschichte am 14. Dezember 1997 in Münster. (=Schriftenreihe des KCM Schwulen- & Lesbenzentrum e.V., Band 3)


Knight, Julia: Frauen und der Neue Deutsche Film. Aus dem Englischen von Fabienne Quennet. Marburg 1995


Reufsteck, Michael, Niggemeier, Stefan: Das Fernsehlexikon. Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF-Hitparade. München 2005


Scheugl, Hans: Sexualität und Neurose im Film. Die Kinomythen von Griffith bis Warhol.
München 1978


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